Adelsheim

Martin-von-Adelsheim-Schule Förderverein macht für die Schüler vieles möglich / Aktiv beim Konzert am 23. Juni / Vorsitzender Ralf Remmler ist überzeugt

Mit wenigen Leuten viel bewegen

„Die Martin-von-Adelsheim-Schule ist heimelig und wird auch auf der pädagogischen Schiene gefahren“, erklärt Ralf Remmler, der Vorsitzende des Fördervereins.

Adelsheim. Damit es so „heimelig“ bleibt und für die Schüler viele Möglichkeiten angeboten werden können, gibt es den Förderverein, der vor zwei Jahren sein 40-jähriges Bestehen feierte.

Neue Perspektiven entwickeln

Als eine der ersten Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis bot die Martin-von-Adelsheim-Schule mit durchschlagendem Erfolg die Ausbildungsplatzbörse an. Sie fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt und eröffnet den Schülern im Zwei-Jahres-Rhythmus neue Perspektiven für ihre Zeit nach dem Schulabschluss. Vertreter von 25 Firmen aus Handwerk, Industrie, Dienstleistungsgewerbe und dem sozialpflegerischen Bereich informierten auch in diesem Jahr wieder über ihre Ausbildung.

Viele ehemalige Schüler haben durch diese Ausbildungsplatzbörse einen Beruf bei den vertretenen Unternehmen gefunden. Es sei wichtig, dass den Schülern die Möglichkeit gegeben werde, sich über Ausbildungsberufe zu informieren. Die Ausbildungsplatzbörse erleichtere den teilnehmenden Firmen, ihre Ausbildungsplätze zu präsentieren, so Remmler. „Ein Aufwand ist lediglich das Organisieren. Man muss die Firmen einladen und alles koordinieren. Aber wir haben schon einen richtigen ,Kundenstamm’. So melden die Betriebe sich schon selbst bei der Schule und sagen, dass sie eine Einladung haben möchten“, verdeutlicht er im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

Früher habe man sich um Kooperationen bemühen müssen, damit die Schüler Praktikumsplätze bekommen. „Heute ist es umgekehrt. Da kommen die Firmen auf uns zu. Das Thema hat sich komplett gewandelt“, stellt der Vorsitzende fest. Trotzdem hat er zwei große Pluspunkte, was die Organisation der Veranstaltung angeht: Er selbst ist gut organisiert, hat seine Daten und Fakten von den vorhergehenden Veranstaltungen alle im Laptop. Und er hat ein gutes Team hinter sich: Tobias Mülder und Alexandra Laible teilen sich mit ihm den Vorsitz und die weiteren Helfer des Fördervereins wissen bei den verschiedenen Veranstaltungen auch immer schon, wo sie mit anpacken. „Das läuft absolut reibungslos“, freut sich Ralf Remmler.

Zum „Kernteam“ gehört auch Martina Seitz. Sie koordiniert alle Dienste. „Bei ihr laufen immer die Fäden zusammen. Ich bin mehr der Repräsentant“, schmunzelt Remmler im Gespräch mit den FN.

Auch für die täglichen Belange in der Schule habe sie immer ein offenes Ohr. „Wir sind ein gutes Team und brauchen nicht so viele Leute. Alles hat sich hervorragend eingespielt“, so die Erfahrung des Vorsitzenden.

Zahlreiche Termine

Sämtliche Aktivitäten des Fördervereins seien nur durch diese Teamarbeit möglich. Dazu gehören die Beteiligung am Volksfest, am Adelsheimer Weihnachtsmarkt, die Bewirtung bei der Einschulung oder bei der Hector-Akademie in der Martin-von-Adelsheim-Schule. So habe man früher beim Volksfest immer eine Spielstraße angeboten. Jetzt gebe es eine Bobby-Car- und Gokart Rennstrecke, was aber wieder aufwendiger sei.

„Im Grunde sind nie mehr als zwölf Leute im Einsatz. Und alles klappt hervorragend“, sagt Ralf Remmler, der daneben auch Vorsitzender beim SV Adelsheim ist. „Beim Sportfest, das wir jetzt im Sommer haben, sind dagegen 150 Leute im Einsatz“, vergleicht er.

Allerdings sei die Bereitschaft der Eltern zum Mitmachen ausgesprochen hoch. Schließlich profitieren ihre Kinder von den vielen Dingen, die der Förderverein für die Martin-von-Adelsheim-Schule anschafft. Dazu gehören sowohl Spielgeräte für den Pausenhof, als auch Musikintrumente, Sonnensegel Headsets und T-Shirts. „Unsere Kernaufgabe ist es, den Kindern Dinge zu bieten, die über das normale Schulbudget nicht zu erreichen sind. Hier kommt dann der Förderverein ins Spiel“, erklärt der Vorsitzende. Auch über Mitgliederschwund kann er nicht klagen – im Gegenteil! „Einen echten Boom haben wir natürlich in den Jahren verzeichnet, in denen die Martin-von-Adelsheim-Schule Gemeinschaftsschule wurde“, rechnet Remmler vor. Jedes Jahr sei man seither um 15 neue Mitglieder reicher.

Die Gemeinschaftsschule vermittele in einem gemeinsamen Bildungsgang Schülern der Klassen fünf bis zehn je nach ihren individuellen Leistungsmöglichkeiten eine der Hauptschule, der Realschule oder dem Gymnasium entsprechende Bildung. „Allerdings immer mit einem Schwerpunkt auf der Pädagogik“, räumt Remmler ein. Als Mitgliedsbeitrag zahlt jeder im Förderverein vier Euro Beitrag im Jahr. Allerdings sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

1500 Euro Spenden

Im letzten Jahr habe man 1500 Euro Spenden gesammelt. Der größte Einzelposten im letzten Jahr sei eine Spende der „Hopp Foundation“ in Höhe von 20 000 Euro gewesen, mit der Laptops für die Schüler angeschafft wurde.

Darüber hinaus gehören jetzt eine Markise und Spielsachen für den Pausenhof zur Ausstattung der Martin-von-Adelsheim-Schule und das Sofa für den Pausenbereich, auf dem sich die Schüler gerne ausbreiten.

Guten Draht zur Schulleitung

Aber nicht nur die Zusammenarbeit innerhalb des Fördervereins-Teams klappt hervorragend. „Auch die Kooperation mit der Schulleitung von Veronika Köpfle und Margit Huth ist eine runde Sache. Hier zieht man gemeinsam mit uns am gleichen Strang“, macht Remmler deutlich. Im Grunde genommen sei es auch dieses harmonische Miteinander, das einen dazu bewege, so lange dabei zu bleiben. Dieses Zusammenhelfen gehört auch am Sonntag, 23. Juni, beim Konzert „Lyrik und Musik im Frühsommer“ im Kulturzentrum Adelsheim – gemeinsam mit dem Förderverein des EBG – einfach wieder dazu. Das Konzert beginnt um 17 Uhr, Einlass ist bereits um 16.30 Uhr. Die Fördervereine begrüßen die Zuhörer mit einem Getränk und bewirten nach dem Konzert. Die Stadtverwaltung unterstützt die Veranstaltung.

Die Gagen für die Künstler übernehmen die Fränkischen Nachrichten. Damit kommt der Erlös des Abends ganz und gar den Fördervereinen zugute und damit den Schülern.