Adelsheim

Konzert im Kulturzentrum Adelsheim Stefan Müller-Ruppert und Martin Schmidt gastieren am 23. Juni / Unterhaltsamer Mix aus Lyrik und Musik

Pegasus trifft die „Allezer Gäässe“

Archivartikel

Des „Dichters Pferd“ zieht weiter: Lyrik und Musik im Frühsommer verspricht ein Konzert mit Stefan Müller-Ruppert und Martin Schmidt am 23. Juni im Adelsheimer Kulturzentrum.

Adelsheim. Im November sorgte „Pegasus“ beim Konzert im Schloss Merchingen für große Begeisterung. Nun hört man des Dichters Pferd schon wieder von Ferne wiehern, denn in knapp zwei Monaten, am 23. Juni, gibt es einen weiteren Abend mit Lyrik und Musik.

„Pegasus trifft Gääss“ könnte man sagen, denn das Konzert findet im Adelsheimer Kulturzentrum statt, und bekanntlich ist die „Gääss“, die Ziege, die Symbolfigur der Adelsheimer.

„Faltertanz auf Blumenwiese“

Der Untertitel des Konzerts lautet „Faltertanz auf Blumenwiese – Sommernächte lau und still“, erzählt der Sprecher, Sänger und Schauspieler Stefan Müller-Ruppert im Gespräch mit den FN. Mit einer kleinen Serie über Menschen und Aktionen in Adelsheim im Vorfeld begleiten die Fränkischen Nachrichten das Konzert.

Es ist Frühling, der Sommer mit seinen vielen schönen Seiten ist schon zu ahnen: Man spaziert durch blühende Gärten oder sitzt in der Abendsonne draußen bei einem Glas Wein, man denkt an Urlaub und Meer. Zu all dem gibt es wunderbare Texte, verspricht Stefan Müller-Ruppert. Das reicht von einer Posse aus der Feder von Gerhard Polt über die „Beachparty“ von Harald Hurst bis hin zu Ringelnatz-Gedichten wie „Sommerfrische“ mit dem schönen Vers „Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß, das durch den sonnigen Himmel schreitet“. Einsprengsel über die Freud’ und Leid versprechenden Themen Rasenmähen und Grillen dürfen keinesfalls fehlen.

Humorvoll und zum Nachdenken

Humorvoll wird der Abend im Kulturzentrum werden, aber natürlich gibt es auch Texte zum Nachdenken, ein bisschen Lokalkolorit und im Fontane-Jahr etwas von diesem großen Dichter. Wieder steht das Konzert unter dem Oberbegriff „Des Dichters Pferd hört Flötentöne“. Zu tun hat das natürlich mit Pegasus, dem mythischen Wesen, das dem Dichter Flügel verleiht.

Und wieder ist es das Ziel, „die schönen Texte in Erinnerung zu bringen, die uns die Altvorderen hinterlassen haben“, betont Müller-Ruppert. Die Musik wird in der unterhaltsamen Collage ebenso breiten Raum einnehmen wie die Lyrik: Martin Schmidt spielt Werke für Querflöte solo, Telemann-Fantasien, Romantisches und Naturnahes von Debussy bis Arthur Honegger. Von ihm wird übrigens passenderweise „Danse de la chevre“ erklingen, der „Ziegentanz“.

Veranstalter des etwa 75-minütigen Programms (keine Pause) sind die beiden Fördervereine von Eckenberg-Gymnasium und Martin-von Adelsheim-Schule. Für eine kleine Bewirtung vor und nach dem Konzert ist gesorgt.

Die Kosten für die Künstler übernehmen die Fränkischen Nachrichten. Sie wollen damit die beiden rührigen Fördervereine unterstützen, denen der Erlös des Abends zugutekommt.

Im Eintrittspreis eingeschlossen ist ein Begrüßungsgetränk zum Empfang im Foyer des Kulturzentrums. Der eigentliche Vortragsabend wird dann im Saal des Kulturzentrums stattfinden, der natürlich barrierefrei zu erreichen ist.

Nach dem Konzert steht das gemütliche Beisammensein im Vordergrund – bei kleinen Knabbereien (ebenfalls „inklusive“) wieder im Foyer.