Adelsheim

Neuerung der AWN Die Bioenergietonne in Rosenberg und Hardheim in der kommenden Woche mit neuem Deckel

Viele Infos auf dem neuen Deckel

Neuer Deckel mit viel Informationen. Die AWN stattet die Bioenergietonnen in Rosenberg und Hardheim mit neuen Deckeln aus. Eine sorgfältige Mülltrennung ist wichtig.

Rosenberg/Hardheim. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte - wenn diese Weisheit schon im alltäglichen Leben gilt, dann auf jeden Fall auch im Bereich Abfallentsorgung: Beim Pilotprojekt "Restmüllarme Abfallwirtschaft" der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN) in Rosenberg und Hardheim/Kerngemeinde werden die grünen Bioenergietonnen (BET) mit einem neuen Deckel mit farbiger Informationsgrafik ausgestattet. Diese soll den Bürgern bei der richtigen Mülltrennung helfen.

Mit der Umstellung von der "restmüllfreien" in die "restmüllarme" Abfallwirtschaft vor einem Jahr musste auch die Zuordnung von Abfällen in die BET angepasst werden. Es dürfen ausschließlich kompostierbare Abfälle wie beispielsweise Obst- und Gemüseabfälle und Essensreste hinein. Bis Mitte 2016 kamen auch "Störstoffe" wie Windeln, Staubsaugerbeutel, Kehricht, Asche und Kleintierstreu in die BET.

Inzwischen hat sich die abfallwirtschaftliche Rechtslage jedoch geändert, der Abfall soll nicht nur energetisch, sondern auch stofflich als Kompost genutzt werden. Da diese Störstoffe jedoch eine Kompostierung erschweren beziehungsweise sogar unmöglich machen würden, hatte die AWN im vergangenen Jahr eine Störstoffsammlung eingeführt. Hier gehören neben den oben erwähnten Abfallfraktionen auch Medikamente, Zigarettenkippen, Hygieneartikel und Porzellanscherben hinein.

"Echte Fotos"

Auf den neuen BET-Deckeln ist sehr anschaulich zu sehen, welche Müllfraktionen in die BET kommen und vor allem welche nicht. Dank eines neuartigen Heißtransfer-Druckes ist nun die Abbildung von "echten Fotos" auf Kunststoffdeckeln möglich. Bisher waren lediglich einfache Strichgrafiken auf den Deckeln zu sehen, die im Übrigen aufgrund der Änderungen auch "überholt" waren. Neuere Analysen der AWN zeigen leider, dass die Qualität bei der Mülltrennung, insbesondere bei der BET, nachgelassen hat. Hier will die AWN gegensteuern und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Neben den oben aufgezählten Störstoffen, die in die Störstoffsammlung gehören, finden sich leider immer wieder Kunststoffverpackungen, Folien und auch Blechdosen in der BET, obwohl dieses eigentlich in der Trockenen Wertstofftonne (TWT) entsorgt werden müsste.

Auch Glasbestandteile, diese sind im Kompostierungsprozess extrem störend, gehören nicht in die BET, sondern in die Glascontainer.

Zum getrennten Sammeln der kompostierbaren Abfälle in der Küche dienen die grünen Zehn-Liter-Eimer, die bei der Einführung verteilt wurden. Diese können, um die Hygiene zu verbessern, mit Zeitungspapier oder Papiertüten ausgelegt werden; auch kompostierbare Bioabfallbeutel können verwendet werden.

Die Umdeckelung der BET in den Pilotgemeinden findet in Rosenberg am 19. September und in Hardheim/Kerngemeinde am 20. September nach der üblichen Leerung statt. Deshalb müssen diese grünen Tonnen an diesen Tagen so lange an der Straße stehen bleiben, bis der Deckel mit der farbigen Infografik getauscht worden ist. Da dieser Vorgang im Einzelfall bis Samstag 23. Septembe . dauern könnte, bittet die AWN darum, die BET auf keinen Fall zu früh, also mit altem Deckel, zurückzuholen. Die Mithilfe der Bürger sei wichtig, denn Mülltrennung, so die AWN, ist aktiver Umweltschutz und vor diesem Hintergrund ist eine sorgfältige Mülltrennung sehr wichtig. mh