Adelsheim

Im Gemeinderat Adelsheim Verbrauch ist gestiegen / Jahresabschluss des Eigenbetriebs / Gebührenkalkulationen vorgestellt

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung beschäftigten das Gremium

Archivartikel

Adelsheim.Die Gebühren für die zentrale Abwasserbeseitigung bleiben in den nächsten beiden Jahren konstant, die Kosten für den Abtransport aus Gruben steigen dagegen. Das teilte Kämmerer Rainer Schöll am Montagabend im Rahmen der Gemeinderatssitzung mit.

Mehr Trinkwasser verkauft

Zunächst ging es allerdings um die Wasserversorgung. 192 122 Kubikmeter Wasser wurden 2017 im Versorgungsgebiet Sennfeld/Hochbehälter Bildäcker verkauft (2016: 197 960 Kubikmeter).

Dabei fielen 74 474 Euro an Grundgebühren an (2016: 23 646 Euro). Nach Wassermenge wurden 651 870 Euro an Gebühr in Rechnung gestellt (Vorjahr: 672 856 Euro), insgesamt waren es demnach 726 344 Euro (696 502 Euro). Im Versorgungsgebiet der JVA wurden 39 144 Kubikmeter Wasser für 72 808 Euro verkauft. Im Vorjahr waren es 38 158 Kubikmeter und 70 974 Euro. Generell geht der Trend des Wasserverbrauchs seit 2014 nach oben.

Das Wirtschaftsjahr des Eigenbetriebs Wasserversorgung Adelsheim schließt mit einer Bilanzsumme von 2 328 589 Euro, erläuterte Schöll weiter. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließe mit einem Gewinn von 61 246 Euro und damit deutlich besser als geplant. Größte Baumaßnahme seien die Untere Eckenbergstraße und Baugebietserschließungen gewesen. Die Summe der Erträge und Aufwendungen beträgt 832 148 Euro. Der Gemeinderat stellte den Jahresabschluss 2017 fest mit einer Bilanzsumme von 2 328 589 Euro. Auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates wurde der Jahresgewinn auf neue Rechnung vorgetragen und der Bürgermeister als Betriebsleiter entlastet.

Zentrale Entsorgung konstant

Der städtische Regiebetrieb „Abwasserbeseitigung“ erwirtschaftete 2017 im Bereich der Schmutzwasserbeseitigung eine Kostenunterdeckung von 1242 Euro gegenüber 21 538 Euro im Vorjahr, berichtete Schöll zum nächsten Tagesordnungspunkt. Im Bereich der Niederschlagswasserbeseitigung habe sich eine Kostenüberdeckung von 16 756 Euro (Vorjahr: Kostenunterdeckung von -38 873 Euro) ergeben. Die Überdeckungen müssen innerhalb von fünf Jahren ausgeglichen werden, bei den Unterdeckungen ist das eine „Kann“-Bestimmung. Die Verwaltung habe außerdem die Gebührenkalkulationen 2019 und 2020 eigenständig erstellt, so Schöll. Dabei habe sich gezeigt, dass angesichts der gleichbleibenden Kosten die Gebühren unverändert bleiben können. Damit liegt die Niederschlagswassergebühr in beiden Jahren bei 0,35 Euro pro Kubikmeter, die Schmutzwassergebühr bei 1,80 Euro je Kubikmeter.

Beim Abwasser aus Kleinkläranlagen werden 21,18 Euro je Kubikmeter fällig, beim Abwasser aus geschlossenen Gruben 2,11 Euro je Kubikmeter. Nach der Erläuterung der komplexen Kalkulation stimmte der Gemeinderat einhellig zu.

Und noch ein Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem Abwasser, konkret mit der dezentralen Entsorgung von Abwässern aus Gruben in der Gruppenkläranlage in Roigheim, informierte Jennifer Link, die im Rahmen ihrer Ausbildung in Adelsheim hospitiert. Mit dem Transport beauftragt die Stadt einen Unternehmer. In diesem Bereich müssen nach der vorgestellten Kalkulation die Gebühren steigen, was eine Änderung der Entsorgungssatzung nötig macht.

Diese wurde ebenso einhellig beschlossen wie die Kalkulation und die Gebührenhöhe. Demnach werden 2019 und 2020 für den Abtransport von Abwasser aus Kleinkläranlagen 57,56 Euro je Kubikmeter (Vorjahr: 50,93 Euro)und für Abwasser aus geschlossenen Gruben 25,98 Euro je Kubikmeter fällig (Vorjahr 19,96 Euro). Aus dem Gemeinderat gab es ein Lob dafür, dass die Abwassergebühren in Adelsheim deutlich geringer seien als in den umliegenden Gemeinden.

Über das Thema Jahresrechnung wird noch berichtet. sab