Adelsheim

Rotes Kreuz Sennfeld Jahreshauptversammlung mit Ehrungen / Fusion mit DRK-Ortsverein Adelsheim angestrebt

„Zu klein, um künftig lebensfähig zu sein“

Archivartikel

Sennfeld.In familiärer Atmosphäre fand am Dienstag die Jahreshauptversammlung des DRK Ortsvereins Sennfeld im Sportheim statt. Dazu hieß Vorsitzende Beate Altrieth neben Bürgermeister Gramlich Vertreter des DRK-Kreisverbands und der Hilfsorganisationen willkommen.

Zunächst dankte sie allen Helfern und bedauerte, dass es zum Balanceakt geworden sei, die Veranstaltungen reibungslos abzuhalten. Die Durchführung des Maifestes und die Beteiligung am Dorffest in diesem Jahr seien jedoch gesichert. Weiter bedauerte sie, dass die Jugendrotkreuzleitung berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung steht.

Bereitschaftsleiter Klaus Stapf berichtete über das breitgefächerte Aufgabengebiet der Aktiven. Dies reichte von Sanitätsdiensten, die Teilnahme am „Odenwälder First Responder-Tag“ bis hin zu regelmäßigen Dienstabenden mit dem DRK Adelsheim, die Beteiligung an der Herbstabschlussübung und am Volkstrauertag.

32 Einsätze zu verbuchen

Rund 50 Interessierte nahmen im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ an einer mit dem VdK Adelsheim/Sennfeld durchgeführten Veranstaltung teil, bei welcher der Bevölkerung die Angst vor der Reanimation und dem Umgang mit dem Defibrillator genommen wurde. An den Übungspuppen konnten Interessierte selbst unter fachkundiger Anleitung üben. Im abgelaufenen Berichtsjahr wurden die Helfer vor Ort (HvO) zu 20 internistischen Notfällen gerufen. Dazu kamen sieben Verkehrsunfälle und vier Brandeinsätze. Insgesamt waren 32 Einsätze zu verbuchen. Zu den weiteren Einsätzen zählten die Aufstellung von drei Altkleidercontainern in Sennfeld sowie einem in Leibenstadt. Aberuch die Annahmestelle im Rathaushof wird rege genutzt.

Den Kassenbericht verlas Gerd Berger, dem die Kassenprüfer Ludwig Kalbantner und Brigitte Schneider eine einwandfreie Kassenführung bestätigten.

Brigitte Schneider kam mit ihrer Seniorengymnastikgruppe, bestehend aus 17 Mitgliedern, im letzten Jahr 45 mal zusammen. In den Übungsstunden geht es vor allem um die Erhaltung der Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit im Alter. Aber auch das Gesellige kommt nicht zu kurz.

Eine besondere Ehrung erfuhr Gerd Berger nicht nur für 55 Jahre Mitgliedschaft, sondern auch für seine jahrzehntelange Tätigkeit als Kassier. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden Robin Arns, Isabelle Leibbach, Lena Rieß und Sarah Reichert geert, sowie für zehn Jahre Tessa Herold.

Den Reigen der Grußwortredner eröffnete Bürgermeister Klaus Gramlich. Er überbrachte die Grüße der Stadt und der Bürger sowie des DRK Kreisverbandes. Er dankte den Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Mitbürger. Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Buchen, Joachim Herrmann, gab einen umfassenden Einblick in die Rotkreuzarbeit auf Kreisverbandsebene, bevor Josef Grammling (DRK Adelsheim), Stadtkommandant Martin Nagel (Gesamtfeuerwehr) und Jürgen Borger (DLRG) weitere Grüße übermittelten und die hervorragende Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen lobten.

Zum Ende der Versammlung gab Beate Altrieth zu bedenken, dass der Sennfelder Ortsverein „zu klein geworden sei, um auch in Zukunft lebensfähig“ zu sein. Schnell waren sich die Anwesenden einig, dass der Vorstand beauftragt werden soll bis zum nächsten Jahr entsprechende Fusionsgespräche mit dem DRK- Ortsverein Adelsheim zu führen, mit dem man ohnehin schon seit vielen Jahren sehr intensiv und erfolgreich zusammenarbeite. jüh