Adelsheim

In Adelsheim Wilfried Lenuweit wird am Sonntag 70 Jahre alt / In vielen Vereinen engagiert / Liebe zur Musik bereicherte das Leben des Madrigalchor-Gründers

Zum Geburtstag auf Fahrradtour nach Ostpreußen

Archivartikel

Adelsheim.Familie, Freunde, die Natur und eine positive Lebenseinstellung bezeichnet Wilfried Lenuweit, der am Sonntag, 2. Juni, seinen 70. Geburtstag feiert, als sein Markenzeichen. Im Verwandten- und Freundeskreis wird er als hilfsbereit in allen Lebenslagen geschätzt.

Seine berufliche Tätigkeit als Vermögens- und Finanzberater im Außendienst war Wilfried Lenuweit wie auf den Leib geschnitten. Viele Jahre leitete er die Direktion einer Versicherungsgesellschaft in Stuttgart. An seinem Geburtstag erfüllt er sich mit dem Start einer Radtour einen großen Wunsch. Von St. Petersburg/Russland aus fährt Lenuweit durch die baltischen Staaten bis ins ehemalige Ostpreußen, das Land seiner Väter.

In Bönnigheim geboren

Wilfried Lenuweit erblickte in dem kleinen Weinstädtchen Bönnigheim 2. Juni 1949 das Licht der Welt. Zusammen mit zwei Geschwistern wuchs er auf. Als jüngster Sohn des damaligen Getränkehändlers und Mineralwasserherstellers „Lenuweit“ war seine Jugend durch die Mitarbeit im elterlichen Betrieb geprägt.

Mangels Urlaubsmöglichkeiten im elterlichen Betrieb setzte sich Wilfried Lenuweit im Alter von 17 Jahren einfach auf sein Fahrrad und fuhr nach Barcelona. Diese Tour hatte er nach 50 Jahren noch einmal unternommen.

Nach Beendigung der Volksschule besuchte Wilfried Lenuweit das Gymnasium in Bönnigheim bis zur „mittleren Reife“. Auf Wunsch seines Vaters sollte er ein Maschinenbaustudium absolvieren. Dazu kam es allerdings nicht, weil ihm die Gründung der Rock- und Beat-Band „The New Generation“ dazwischenkam. Er war Sänger und spielte die Orgel. Im Jahr 1969 wurde die Band als beste Beat-Band des Unterlandes ausgezeichnet.

Neben der Musik bildete sich der Jubilar zum Büro- und EDV-Kaufmann aus. Am Ende der „wilden Achtundsechziger“ löste sich die Band auf. Ab dem Jahr 1971 arbeitete Wilfried Lenuweit als Programmierer. Danach entdeckte er seine Passion für den Außendienst und startete als Vermögens- und Finanzberater.

Die beruflichen Stationen führten ihn über Würzburg, Mosbach, Heilbronn und zuletzt nach Stuttgart, wo er viele Jahre die Direktion einer Versicherungsgesellschaft leitete. Auch heute ist er noch stundenweise tätig und betreut ausgewählte Kunden.

„Oberstes Ziel war immer, eine gute Leistung zu erbringen und den Kunden und Mitarbeitern mit Freundlichkeit und Respekt zu begegnen“, so der Jubilar im Gespräch mit dieser Zeitung.

Im Bauland heimisch geworden

Anfang der achtziger Jahre wurde Adelsheim seine neue Heimat. Hier erwarb er ein Haus mit einem großen Garten, den er mit viel Liebe anlegte. Seit dem Jahr 2007 ist Wilfried Lenuweit in zweiter Ehe verheiratet. Der Jubilar hat viele Hobbys. Bereits als Jugendlicher war er Mitglied im Bönnigheimer Schützenverein.

In Adelsheim schloss sich der Jubilar gleich dem Schützenverein an. Anfang der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre prägte er als Oberschützenmeister das Vereinsgeschehen der Adelsheimer Schützen, bei denen er auch noch heute aktiv ist. Aufgrund seiner großen Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

„Die Liebe zur Musik hat ebenfalls mein Leben bereichert“, so der Jubilar. Wilfried Lenuweit war Gründungsmitglied des „Fränkischen Madrigalchors“ Adelsheim. Seine Tenorstimme erklingt noch heute im Chor. Er ist außerdem vielseitiger Förderer von Vereinen- und Organisationen.

Neben seinen Hobbys Lesen, Klavierspielen, Gesang, Radfahren, Familienforschung und Gartenarbeit ist das Reisen seine große Leidenschaft. Das Reiten in Amerika, Kanufahren in Kanada, mit dem Motorrad durch Australien und mit dem Fahrrad durch die Sahara zeigen auch seine Abenteuerlust und das Interesse an der Vielfältigkeit fremder Länder mit ihrer Natur- und Kultur.

Zum Ehrentag gratulieren die zahlreichen Familienmitglieder und ein großer Freundeskreis. Die Fränkischen Nachrichten schließen sich diesen Gratulanten gerne an und wünschen dem Jubilar „gute Fahrt“ auf seiner großen Radtour. jüh