Ahorn

Energiewirtschaft SüdLink belastet Kommune extrem

Ahorn sagt Nein zu Trasse 139

Ahorn.Den regenerativen Strom von Nord nach Süd bringen: Diese Aufgabe soll die SuedLink Höchstspannungsleitung erledigen. Sie wird unterirdisch verlegt und führt quer durch den Main-Tauber-Kreis. Manche Kommunen sind mehr, andere weniger oder gar nicht betroffen. Derzeit gibt es zwei Korridore, von denen die Trasse 139 bevorzugt wird. Sie würde Ahorn nicht nur tangieren, sondern die Gemarkungen Schillingstadt, Berolzheim und Eubigheim durchquert. „Damit wird Ahorn extrem belastet, zumal die Ränder der 1000 Meter breiten Korridore in Schillingstadt und Berolzheim sehr nahe an der Ortsbebauung vorbeigehen“, stellte Bürgermeister Elmar Haas fest. „Zudem ist das gesamte im Flächennutzungsplan ausgewiesene Sondergebiet ,Autohof’ an der A 81 betroffen.“

Gemeinderatsmitglieder wiesen darauf hin, dass sich in Oberwittstadt schon massiv Widerstand gegen die Trassenführung regt. Hier sei vorgeschlagen worden, dass die Trasse durch‘das Gewann „Kästle“ geführt werde, was für die Ortschaft besser wäre. Dies hätte auch zur Folge, dass der Korridor weiter von Berolzheim weg verliefe.

„Wir müssen zunächst unsere Belange deutlich machen“, betonte Bürgermeister Elmar Haas und plädierte dafür, die Trasse 139 in der jetzigen Form abzulehnen. Der Gemeinderat war derselben Meinung und sagte geschlossen Nein. Gleichzeitig solle man mit Oberwittstadt Kontakt aufnehmen.

Auf Nachfrage führte der Rathauschef aus, dass es noch nicht feststehe, wie genau die Stromkabel innerhalb des 1000 Meter breiten Korridors verlegt werden. „Wenn die Trassen endgültig feststehen, wird geschaut, ob irgendwo Biotope liegen, die umgangen werden müssen, oder ob der Mindestabstand zu Waldgebieten eingehalten wird“, so Haas abschließend. hut