Ahorn

Überplanmäßige Ausgaben Die Gemeinde Ahorn braucht einen neuen Mulcher sowie einen Unkrautvernichter

„Ein richtiger Kaventsmann“

Archivartikel

Ahorn.Der alte Frontausleger der Gemeinde Ahorn hat sein Soll erfüllt. Er ist dort seit rund 15 Jahren im Einsatz und mittlerweile verschlissen. Der Bauhof der Gemeinde hat drei vergleichbare Mähgeräte laut Bürgermeister Elmar Haas „ausgiebigst angeschaut und getestet“.

Die Vergabe der Mäharbeiten an einen Dienstleister stellt laut Gemeindeoberhaupt keine kostengünstigere Variante dar, zumal der in Frage kommende Unternehmer bereits bei der Stadt Boxberg voll ausgelastet sei. Ein neuer Mulcher wird also als sinnvoll betrachtet – allerdings bedeutet er eine überplanmäßige Ausgabe. Das derzeit günstigste Angebot der Firma Fiedler liegt bei etwa 43 935 Euro – abzüglich des Altgeräts in Höhe von 1500 Euro und inklusive einer Astschere mit zehn Zentimetern Durchmesser – einem „richtigen Kaventsmann“ laut Bürgermeister Haas.

Dieser Mulcher könnte auch am Unimog der Gemeinde eingesetzt werden, der erst seit einem Jahr in Betrieb ist.

Zusätzlich zum Mulcher muss auch ein neuer Unkrautvernichter angeschafft werden, denn seit einiger Zeit dürfen an öffentlichen Wegen, Plätzen und auf Friedhöfen keine Unkrautvernichtungsmittel mehr eingesetzt werden.

Zusammenarbeit mit Boxberg

Die Gemeinde hat verschiedene Geräte getestet und sich für ein Gerät der Firma Kärcher entschieden. Wie Gemeinderat Jürgen Hasenfuß erläuterte, ist dieser kompakte Unkrautvernichter auch als reiner Hochdruckreiniger nutzbar. Bürgermeister Haas erläuterte, dass dabei auch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Boxberg möglich sei.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Gerät zu einem Preis von 30 940 Euro gemeinsam mit der Stadt Boxberg zu erwerben. Der Anteil der Gemeinde Ahorn liegt bei 10 000 Euro, die Stadt Boxberg steuert 20 000 Euro bei. „Wir tauschen dann hin und her, somit ist das Gerät optimal ausgenutzt“, so der Bürgermeister. Abzüglich 20 000 Euro Haushaltsansatz bleiben überplanmäßig 34 584 Euro übrig, die durch einen höheren Anteil an der Einkommensteuer gedeckt werden. Diesen Betrag segnete der Gemeinderat einstimmig ab. sk