Ahorn

Kommunalpolitik Anwesen in Buch kann von der Feuerwehr genutzt werden, in Berolzheim haben die Vereine künftig einen „eigenen“ Raum

Gemeinde erwirbt zwei Bankgebäude

Archivartikel

Die Gemeinde Ahorn will die beiden leerstehenden Bankgebäude in Buch und Berolzheim erwerben. In Buch soll die Feuerwehr einziehen, in Berolzheim können die Vereine Nutznießer sein.

Ahorn. Beide Gebäude haben eine zentrale Lage, fristen aber seit langem unbenutzt ihr Dasein. In ihrer Sitzung am Dienstag im Eubigheimer Rathaus beschäftigten sich die Räte lange mit diesem Thema. Wie Bürgermeister Elmar Haas erläuterte, soll für beide Einrichtungen ein ELR-Antrag gestellt werden.

In Buch seien ein Abriss des Gebäudes und die Anlage eines Parkplatzes möglich. Eine weitere Variante wäre die Nutzung durch die Öffentlichkeit. Alternativ sei ein Umbau zu einer Mietwohnung möglich. Die grob geschätzten Kosten lägen bei rund 50 000 Euro.

In Berolzheim könnten zwei Ebenen getrennt genutzt werden: Das Obergeschoss als Wohnung – die Sanierung würde etwa 150 000 Euro kosten – das Untergeschoss biete sich für eine öffentliche Nutzung an. Bei solch einer öffentlichen Nutzung könne man mit einem ELR-Zuschuss von 50 Prozent, bei einer privaten mit zehn bis 15 Prozent rechnen.

„Durchaus vernünftige Lösung“

„Als eine durchaus vernünftige Lösung“ bezeichnete Elmar Haas den Vorschlag des Ortschaftsrats von Buch, das Bücher Gebäude zu erwerben, einen Zuschussantrag zu stellen und es der Feuerwehr zur Nachnutzung zur Verfügung zu stellen. Das sah auch der Gemeinderat von Ahorn so und beschloss dies einstimmig.

In Berolzheim dagegen kommt ein Abbruch des Gebäudes erst gar nicht in Frage. Verbunden mit einem behindertengerechten Zugang ist hier ein multifunktionaler Raum denkbar. Berolzheims Ortsvorsteher Klaus Häffner erklärte die Gegebenheiten des Gebäudes und meinte, dass sich eine öffentliche Nutzung des unteren Bereichs „kostenmäßig völlig unproblematisch“ erweisen würde. Der Zustand der Elektroheizung müsse zwar geklärt werden, das Dach und die Fenster seien jedoch in Ordnung.

„Eine Chance für Berolzheim“

Die Vereine im Ort hätten bis jetzt noch keinen eigenen Raum zur Verfügung. Er sprach von einer Chance für Berolzheim. Bürgermeister Haas machte klar, dass die Gemeinde das Gebäude nicht erwerben werde, um es dann leer stehen zu lassen: „Für den Erwerb allein bekommt man keinen Zuschuss. Die Volksbank will es loswerden. Wenn sie es auf dem Markt anbietet, wird es jemand geben, der es kaufen will.“

Bernhard Heim stellte die Frage in den Raum, ob man nicht auch das Nebengebäude in die Umnutzungsüberlegungen miteinbeziehen sollte. Nun gilt es für die Verwaltung, die genauen Kosten abzuklären, also auch zu prüfen, welche Zuschüsse möglich sind.

Abgabeschluss für den ELR-Zuschussantrag ist bereits der 1. September.

Bei einer Enthaltung stimmten die Räte dieser Vorgehensweise – Gebäude erwerben, die optimale Finanzierung prüfen – zu.

An beiden Gebäuden hält der Bürgermeister übrigens auch eine Stromtankstelle für E-Bikes denkbar.