Ahorn

Freiwillige Feuerwehr Ahorn Emotionale Generalversammlung mit Ehrungen und Verabschiedungen / Verdienste des Abteilungskommandanten gewürdigt

Großer Applaus für Klaus Hefner

„Eine Ära ist zu Ende gegangen“, so Bürgermeister Elmar Haas nach den Neuwahlen bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ahorn Abteilung Eubigheim.

Eubigheim. Im Rahmen der Regularien wie dem Totengedenken und dem Tätigkeitsbericht ging Schriftführerin Rebekka Hefner detailliert auf die Einsätze und gesellschaftlichen Aktivitäten des vergangenen Jahres ein.

Breiten Raum beanspruchten hierbei Prüfungen und Lehrgänge – ein Indiz für das hohe Bildungsniveau der Kameraden.

Jugendleiter Alexander Berger berichtete über insgesamt 15 Übungen mit der Jugendwehr sowie die 24-Stunden-Übung mit Übungen zu Flächenbrand, Verkehrssicherung oder dem Auffinden eines Vermissten. Kassenwart Matthias Langer wurde von den Kassenprüfern Jürgen Haueisen und Gerhard Offner eine sehr gute und einwandfreie Kassenführung bestätigt.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands, beantragt von Ortsvorsteher Roland Englert, dankte dieser umgehend den Feuerwehrmännern und -frauen für „die viele Zeit, die Ihr in die Hilfe für jedermann investiert“. Er hoffte, dass der Wehr auch zukünftig ihre Einsatzbereitschaft erhalten bleibe.

Hauptkommandant Bertold Karl betonte die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung, bevor Bürgermeister Elmar Haas zu den Neuwahlen überleitete.

Michael Berberich Nachfolger

Abteilungskommandant Klaus Hefner, der 20 Jahre lang dieses verantwortungsvolle Amt ausfüllte, stand nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger wurde mit Michael Berberich ein erfahrener Feuerwehrmann einstimmig gewählt. Auch der stellvertretende Kommandant Torsten Stein stand nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung. Ihn übernimmt der 21-jährige Nicolai Berger, der nun im Führungskreis Erfahrungen sammeln und die erforderlichen Lehrgänge absolvieren kann.

Schriftführerinnen waren Linda Dünzl und Rebekka Hefner, wobei letztere dieses Amt künftighin alleine bekleidet. Kassenwart Matthias Langer wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso die beiden Kassenprüfer Jürgen Haueisen und Gerhard Offner. Als Beisitzer im Ausschuss fungieren Winfried Hafner, Carmen Ihle, Heinz Wagner, Tim Wagner sowie Simone Weber. Erfreulicherweise verstärken die beiden ehemaligen Kommandanten Hefner und Stein mit ihren Erfahrungswerten den Ausschuss und bleiben weiterhin in verantwortungsvoller Position der Wehr erhalten.

Aus dem Ausschuss ausgeschieden sind Jürgen Haueisen und Gerhard Offner, deren Aufgabe sich auf die Kassenprüfung beschränkt, sowie Marvin Kurzer und Gerd Rückert. Letzterer gehörte diesem 20 Jahre lang an, nachdem er zuvor über 30 Jahre als Stellvertretender Kommandant fungierte und somit auf über fünf Jahrzehnte in verantwortungsvoller Funktion zurückblicken kann.

Bürgermeister Haas ging am Ende dieses Wahlmarathons auf Hefners Kommandantenzeit ein und lobte besonders dessen überaus zeitaufwändige Vorbereitungen zur Ausschreibung des neuen Feuerwehrautos mit Löschwassertank. „Das war eine Meisterleistung!“, so Haas anerkennend. Zwangsläufig folgte auf das neue Auto der Bau der neuen, größeren Feuerwehrhalle, deren Kostenberechnung von Hefner punktgenau kalkuliert wurde. „Gut, dass er als Beisitzer dabei bleibt und den Vorstand unterstützt“, freute sich Haas, der mit dem Wunsch der guten Zusammenarbeit mit dem neuen Team seine Ausführungen abschloss. Ortsvorsteher Englert erinnerte in persönlichen Worten an die stets harmonische, konstruktive Zusammenarbeit mit Hefner auf einer Wellenlänge, beispielsweise an den Weihnachtsmärkten, beim Dorfwettbewerb oder der Defibrillatoranschaffung und brachte es mit „Es hat gepasst!“ auf den Punkt.

„Es war eine tolle Zeit“

Im Namen der Kameraden fasste Heinz Wagner die Verdienste Hefners zusammen: „Alles, was du für die Feuerwehr und für Ahorn getan hast, würde ein paar Seiten füllen.“ Ob Bauvorhaben, Übungen oder Ausflüge, „es war eine tolle Zeit für die Kameradschaft. Das Wichtigste aber, du hast uns von unseren Einsätzen immer heil nach Hause gebracht“, so Wagner emotional. Auch Stein gebührte der Dank der Abteilung. Seine Teilnahme am Maschinisten- und Atemschutzlehrgang, am Leistungsabzeichen oder auch das Ablegen des Lkw-Führerscheins offenbaren seine außerordentliche Qualifikation. Im „erfahrenen“ Berberich, gemeinsam mit dem „jungen Wilden“ Berger habe die Wehr den Generationswechsel vollzogen und sei gut aufgestellt für die kommenden Jahre.

Des Weiteren freute sich Wagner, dass Stein, die beiden neuen Führungsmänner sowie er selbst den Gruppenführerlehrgang absolvieren werden, – ein Zeichen für ihr hohes Engagement und ihre Leistungsbereitschaft. Sichtlich gerührt lobte Hefner in aller Bescheidenheit seine Kameraden, die ihn stets „stützten und unterstützten“, was auch in den nachfolgenden Ehrungen zum Ausdruck kam.

Für 50-jährige Zugehörigkeit wurden Gerhard Offner und Friedhelm Dötter geehrt. Offner übte 35 Jahre lang das Amt des Schriftführers aus und besetzte als Ratschreiber die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Wehr. Dötter, als Jugendlicher in den Fanfarenzug eingetreten, war bei Einsätzen immer zugegen und unterstützte die Abteilung vorbildlich mit seinem Maschinenpark. Bereits 65 Jahre halten Josef Bechtold und Alois Merkert der Feuerwehr die Treue und sind auch heute noch bei Arbeitseinsätzen dabei.

Der Schnuppertag der Jugendwehr trug Früchte, und so konnten per Handschlag Raphaela Berberich, Linus Elleser und Marcel Wiegand aufgenommen werden. Michael Haas wechselte altersbedingt von der Jugend in die Aktive Wehr. Vom Ober- zum Hauptfeuerwehrmann wurden Guido Ruppert und Torsten Stein befördert. Abschließend dankten die beiden neu gewählten Kommandanten für das in sie gesetzte Vertrauen. Stehend ehrte die Versammlung den sichtlich bewegten scheidenden Kommandanten Hefner für seine großen Verdienste.

Der Jahresrückblick von Günter Dünzl führte der Versammlung die vielen Aktivitäten und Einsätze noch einmal gelungen vor Augen, so dass man mit dem guten Gefühl, Etliches geleistet zu haben, zum gemütlichen Teil übergehen konnte.