Ahorn

Wirtschaft Nachdem der Berolzheimer Ortschaftsrat einmütige Zustimmung signalisiert hatte, stimmt auch der Ahorner Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag in Hohenstadt der Bauvoranfrage zu

Grünes Licht für Autohof im „Gänsäcker“

Bei einer zweieinhalbstündigen Marathon-Sitzzung vor großer Zuschauerkulisse in Hohenstadt befasste sich der Ahorner Gemeinderat mit dem geplanten Autohof.

Ahorn. Breiten Raum in der Sitzung des Ahorner Gemeinderats nahm die Bauvoranfrage für die Errichtung eines Autohofs im Gewerbegebiet „Gänsäcker“ in Berolzheim ein. In direkter Nachbarschaft zur Firma ts-systemfilter soll am Autobahnzubringer dort zunächst in einem ersten Bauabschnitt eine Kfz-Werkstatt mit 17 Lkw-Stellpätzen entstehen. In einem zweiten Schritt sollen dann weitere 33 Stellplätze sowie eine Tankstelle gebaut werden.

Baurechtlich in Ordnung

„Die Bauvoranfrage bezieht sich nur auf den ersten Bauabschnitt“, erklärte Bürgermeister Elmar Haas einleitend. „Das Areal liegt komplett im Gewerbegebiet Gänsäcker, so dass die Festsetzungen des entsprechenden Bebauungsplans ein derartiges Projekt erlauben .“ Es seien keinerlei Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans erforderlich. Und nur dies sei für die Zustimmung und letztlich die Genehmigung ausschlaggebend. „Baurechtlich gibt es keinen Grund, dem Projekt das Einvernehmen nicht zu erteilen“, stellte Elmar Haas fest.

Gleichzeitig verhehlte der Rathauschef nicht, dass es Einwände von Bürgern gegen das Projekt gebe. „Diese werden im weiteren Verfahren, wenn der Bauantrag vorliegt, durch die Genehmigungsbehörde, das Bauamt am Landratsamt Main-Tauber-Kreis geprüft.“ Im weiteren Verfahrensverlauf gebe es auch eine Untersuchung hinsichtlich der Lärmbelästigung mit einer Schallschutzprognose für das benachbarte Wohngebiet, führte der Bürgermeister weiter aus.

Das Problem für einige Berolzheimer Bürger ist, dass die Zufahrt zum geplanten Autohof über die bereits vorhandene, zwischen ts-systemfilter und dem Wohngebiet gelegene Straße zum Gewerbegebiet erfolgen soll.

„Der Ortschaftsrat Berolzheim sprach sich einstimmig für die Genehmigung des ersten Bauabschnitts aus“, sagte Ortsvorsteher Klaus Häffner. „Für den zweiten Bauabschnitt, wenn die Tankstelle kommt, müsste man sich jedoch über eine weitere Zufahrt außerhalb der Ortsbebauung Gedanken machen.“ Auch Bürgermeister Elmar Haas erachtete im Fall des Neubaus einer Tankstelle eine weitere Zufahrt Richtung Autobahn als erforderlich. „Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass dies ohne Abbiegespur auf der Landesstraße nicht gehen wird“, stellte er fest.

Sondergebiet keine Alternative

Bernhard Heim brachte das Sondergebiet „Autohof“ direkt an der A 81 an der Auffahrt Boxberg ins Spiel: „Wir haben doch im Flächennutzungsplan ein Areal für ein solches Projekt ausgewiesen. Kkönnte man dem Investor nicht diese Fläche schmackhaft machen?“ Dies würde seiner Meinung nach die Konfliktsituation entschärfen.

„Das habe ich versucht und habe eine klare Absage erhalten mit der Begründung, das Areal sei zu steil“, erläuterte der Bürgermeister. „Im übrigen hatte ich schon Gespräche mit mehreren Investoren für einen Autohof dort und alle haben mit der selben Begründung, nämlich zu steil, abgesagt.“

Abschließend machte Elmar Haas auch deutlich, dass im Falle einer ablehnenden Haltung der Kommune sowie einer Ablehnung durch das Bauamt der Investor immer noch den Rechtsweg beschreiten könne. Aufgrund der baurechtlichen Vorgaben habe er gute Chancen auf Erfolg.

Der Ahorner Gemeinderat schloss sich schließlich dem Votum des Berolzheimer Ortschaftsrats an und stellte bei einer Enthaltung das Einvernehmen her.