Ahorn

Gemeinderat Aufstellung von Bebauungsplänen

„Kleine Grundstücke finden keine Käufer“

Archivartikel

Ahorn.Der Gemeinderat von Ahorn beschäftigte sich in seiner Sitzung im Eubigheimer Rathaus auch mit der Aufstellung von Bebauungsplänen. Edgar Kraft vom Ingenieurbüro Walter + Partner stellte jeweils die Entwurfspläne vor.

Die Räte stimmten dem Entwurf und dem Beschluss über die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange in Sachen Wohngebiet „Zum Paradies – Wohnen mit Gemeinschaft“ sowie der Teiländerung des rechtskräftigen Bebauungsplans „Mühläcker/Judenrain/Vierzehnmorgen“ in Eubigheim ohne die Durchführung einer Umweltprüfung einstimmig zu. Der Aufsichtsrat des Schwesternverbandes habe der Maßnahme bereits auch zugestimmt, informierte Bürgermeister Elmar Haas.

Regen Gebrauch machen die Gemeinden von der Möglichkeit, Bebauungspläne im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Dies ist nur noch bis 31. Dezember 2019 möglich.

Dieses Verfahren macht sich auch die Gemeinde Ahorn zunutze: Es wird im Wohngebiet „Rübenäcker – Abschnitt II“ in Berolzheim angewandt. Bernhard Heim war jedoch die Größe der Bauplätze ein Dorn im Auge. Er bat darum, „den Flächenverbrauch im Auge zu behalten.“ Bürgermeister Haas nahm dies zur Kenntnis, gab aber zu bedenken: „Die Erfahrung der letzten 20 Jahre hat gezeigt, dass kleine Grundstücke liegen bleiben und keine Käufer finden“. Edgar Kraft gab Bernhard Heim „grundsätzlich“ recht, sprach jedoch auch die Wirtschaftlichkeit einer Erschließung an, die man ebenfalls beachten müsse.

Christian Heckmann bat daran zu denken, dass „wir alle Bauplatz-Größen und auch bezahlbare große Grundstücke bei uns im ländlichen Raum anbieten, um gerade für junge Leute attraktiv zu bleiben.“

Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf und dem Beschluss über die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange/Abstimmung mit den Nachbargemeinden einstimmig zu.

Genauso verhielt es sich in Sachen Gewerbegebiet „Frühmesser“ auf Gemarkung Buch. Hier erkundigte sich Klaus Häffner vor der Abstimmung noch nach der Oberflächenentwässerung. „Dieses Thema wird uns definitiv noch tangieren und muss bei der Erschließungsplanung beachtet werden“, sagte Bürgermeister Haas. sk