Ahorn

Jahresrückblick Ahorn Bürgermeister Elmar Haas zieht eine positive Bilanz für seine Gemeinde / Etliche Baumaßnahmen starten in Kürze

„Wir müssen die Chancen nutzen“

Archivartikel

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter Bürgermeister Elmar Haas und seinem Team. In seinen Worten ausgedrückt: „In der Gemeinde Ahorn war sehr viel los.“

Ahorn. Eubigheim und Schilling-stadt wachsen, die Nachfrage nach Bauplätzen dort ist groß. „Das Baugebiet in Eubigheim ist bereits komplett reserviert, ein Haus entsteht bereits“, freut sich das Gemeindeoberhaupt. „Gott sei Dank“, sagt er, „hat der ländliche Raum wieder Aufwind bekommen. Jetzt heißt es, das Entsprechende zu tun, damit sich die Leute nicht wieder abwenden.“

Und damit meint er nicht nur seine „eigene“ Gemeinde, sondern alle Orte in dieser Region. „Wir müssen auf der Hut sein und diese Chance nutzen – zum Beispiel auch, indem wir die Flüchtlinge, die sich hier gut integriert haben, bei uns halten.“

Freude auf Neues

In Schillingstadt entsteht nicht nur ein neues Baugebiet – auch der Ortskern wird sich völlig verändern. Die Abrissbagger sind angerückt. „Endlich können wir das realisieren, was immer gewünscht wird: Leerstehende Gebäude abzureißen und eine neue Bebauung zuzulassen.“ Für die dort entstehende Wohnbebauung gebe es bereits Interessenten. Elmar Haas freut sich, hat er doch mit Berolzheim das beste Beispiel für ein gutes Gelingen: „Da haben wir so was auch schon gemacht. Jetzt stehen da zwei wunderschöne neue Häuser.“

Ende Februar neuer DSL-Termin

Allerdings dauerte es, bis man die Abrissgenehmigung für die alten Häuser in Schillingstadt in Händen hielt. Das hat den Bürgermeister „sehr viele Nerven gekostet“, wie er offen zugibt.

Auch der schleppende Fortschritt beim DSL-Ausbau nervte (nicht nur) ihn – und war immer auch Thema in den Gemeinderatssitzungen im vergangenen Jahr. Ende Dezember 2018 sollten die Arbeiten fertig sein. Neuer Termin für das flächendeckende schnelle DSL auf Kupferbasis ist nun Ende Februar, so Bürgermeister Haas.

Einige Gebäude – wie zum Beispiel das Lernhaus – bekommen einen direkten Glasfaseranschluss. Das soll Ende März der Fall sein. Der Rathauschef versucht sich vorsichtig auszudrücken, wenn er sagt: „Es geht nicht so schnell und nicht so unproblematisch, wie man es sich wünscht.“

Teilweise liege das an den „Ausführenden vor Ort, die leider oft der deutschen Sprache nicht mächtig sind“, und hänge andererseits aber auch an der Koordination. „Das Landratsamt“, betont er, „macht einen guten Job – das Problem liegt woanders“.

Erfreuliches kann der Bürgermeister auch aus Buch vermelden. Das Dorfgemeinschaftshaus soll spätestens im Frühjahr fertiggestellt sein. „Wir bleiben im geplanten Kostenrahmen von 600 000 Euro“, so Elmar Haas. Im Frühjahr seien im Außenbereich noch Eigenleistungen des Ortschaftsrats geplant. Rampe und Aufzug sorgen für einen barrierefreien Zugang. „Das Gebäude wird toll“, freut sich der Bürgermeister und meint: „Man kann erahnen, dass es ein richtiges Schmuckstück wird.“

Im Frühjahr rollen die Bagger an

Lange ersehnt ist auch der Neuanschluss der Kreisstraße 2840 an die Landesstraße 514 zwischen Eubigheim und Hohenstadt – ein größeres Projekt des Kreises mit einem Zuschuss vom Land.

In der ersten Kreistagssitzung dieses Jahres sollen die Arbeiten vergeben werden. „Ich hoffe, dass im Frühjahr die Bagger anrollen können. Wenn diese ,Baustelle‘ dann auch noch erledigt ist, bin ich mit fast allen Straßen im Gemeindegebiet zufrieden“, sagt Elmar Haas. Denn zudem wird auch die Gemeindeverbindungsstraße von Hohenstadt nach Helmstheim für etwa 200 000 Euro von der Gemeinde saniert.

Stolz ist er nach wie vor auf das Lernhaus, auch wenn das erhoffte Weihnachtsgeschenk – der Zuschussbescheid für den Erweiterungsbau – ausgeblieben ist. Eigentlich war der Bescheid schon für Oktober angekündigt. „Es ist mündlich zugesagt, dass wir ihn mit ganz, ganz hoher Wahrscheinlichkeit bekommen. Wir haben auch schon die planungstechnischen Vorbereitungen getroffen. Wenn der Bescheid dann da ist, können wir schnell reagieren.“

Solch eine Schule, meint er, sei für eine Gemeinde wie Ahorn überhaupt nicht selbstverständlich. Ihr guter Ruf sei jedoch ausschließlich dem engagierten Lehrerkollegium zu verdanken.

Nach wie vor kämpft Elmar Haas für eine „vernünftige“ Zuganbindung der Region. Die „Frankenbahn für alle“ ist auch sein großer Wunsch. „Es gibt positive Signale vom Land, und ich hoffe, dass sie auch umgesetzt werden“, sagt er, betont aber, dass die Menschen das Angebot dann auch nutzen müssten. Einen dreijährigen Probebetrieb findet er jedoch zu knapp: „Wenn die Bürger 40 Jahre vom ÖPNV entwöhnt wurden, dann springen sie nicht gleich in den nächsten Zug ‘rein. Sie haben sich anders eingestellt und organisiert – ihnen blieb ja gar nichts anderes übrig.“

Neujahrsempfang am 13. Januar

Elmar Haas freut sich nun auf einen spannenden Kommunalwahlkampf und kündigt gegenüber den FN an, wieder für den Kreistag kandidieren zu wollen. Zuerst einmal aber möchte er den Bürgern Ahorns ein gutes neues Jahr wünschen – sein Empfang dazu findet am Sonntag, 13. Januar, um 14 Uhr im Lernhaus Ahorn in Eubigheim statt.