Ahorn

Katholischer Kirchenchor Renate Schmitt, Birgit Hafner und Andrea Offner bei Generalversammlung geehrt

„Wir müssen zusammenhalten, wir sind Chor“

Eubigheim.„Ein wirklich schöner Dienst“, so Pfarrer Steffen Kolb, und dies könnte nicht besser die verschiedenen Ehrungen in der Generalversammlung des katholischen Kirchenchors beschreiben. Doch der Reihe nach – im Rahmen der üblichen Regularien ging Schriftführerin Elisabeth Englert detailliert auf die vielen Auftritte im vergangenen Vereinsjahr ein.

Zwölf Auftritte mit über 30 Liedern, wobei nur fünf zweimal gesungen wurden, zeugen von einem hohen Arbeitspensum sowie einem breiten Repertoire. Von Haus aus zwar Kirchenchor, tritt dieser doch regelmäßig bei den verschiedensten weltlichen Anlässen auf.

Kassenprüfer Benno Berberich bescheinigte Schatzmeisterin Annemarie Schmid eine einwandfreie „100-prozentige“ Kassenführung und lobte darüber hinaus ihr Engagement als Getränkewartin.

Bei den Ehrungen wurde Renate Schmitt für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Pfarrer Steffen Kolb übermittelte die Wertschätzung der Erzdiözese durch die Überreichung der Urkunde und freute sich über die Bereicherung des kirchlichen und weltlichen Lebens. Vorsitzende Birgit Hafner beschrieb in ihrer Laudatio in launigen Versen die Sopransängerin als „kluge, vielseitig interessierte Frau“, deren Anfänge in der Musica sacra vor vielen Jahren im Mosbacher Chor lagen, in dem sie bereits acht lange Jahre gesungen habe. Dass sie trotz ihrer vielen Arbeit das Silberjubiläum erreicht habe, suche seinesgleichen, so Hafner bewundernd.

Des Weiteren wurde Birgit Hafner für ihre 20-jährige Tätigkeit als Vorsitzende geehrt. In einem Ausflug in die Historie des Vereins zeigte Offner auf, wie sich die Arbeit eines Vorstands im Laufe der 115-jährigen Geschichte verändert hatte. Wurde in den Anfangsjahren die Vorstandstätigkeit von den Dirigenten bzw. den Ortspfarrern übernommen, so ist die Aufgabe heute, nicht zuletzt durch den gesellschaftlichen Wandel, immer wieder geprägt von der Dirigenten- und Sängersuche, unabhängig von den vielen kleinen Alltagsaufgaben, die das Amt so mit sich bringt. „Doch gleichzeitig ist es schön, wenn man nach einem gelungenen Auftritt Lob erfährt oder wenn an kirchlichen Festtagen spontan nach dem Gottesdienst applaudiert wird“, so Offner nicht ohne Stolz.

Auch erinnerte er an die besonderen Veranstaltungen, die unter Hafners Regie liefen, wie den Festakt anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Chors, die Mitwirkung an der 1150-Jahrfeier Eubigheims, die verschiedenen Projektchöre oder erst im vergangenen Jahr die Matinee „Chor meets Jazz“ in Zusammenarbeit mit dem Anton-Mangold-Quartett.

In seiner Laudatio durfte auch Hafners Gabe nicht fehlen, bei Ansprachen stets persönliche, espritreiche, humorvolle Worte zu finden und er freute sich auf die weitere gute Zusammenarbeit im Vorstand zum Wohle des Chors, zur Wahrung der Musica sacra und des kulturellen Lebens vor Ort. Birgit Hafner freute sich sehr über die persönlichen emotionalen Worte. „Ich bin gerne Vorständin in diesem Verein“, einem Verein, der als Kirchenchor dank des Dirigenten außergewöhnlich gut wahrgenommen werde. Dies gelinge aber nur, wenn alle an einem Strang zögen, „wir müssen zusammenhalten, wir sind Chor“ so Hafner motivierend.

Aller guten Dinge sind drei, zu guter Letzt wurde Andrea Offner, der vor 20 Jahren die Aufgabe der Notenwartin von Hafner vererbt wurde, für diese Tätigkeit geehrt. „Das macht sie sehr gut und ist auch sehr tüchtig, somit war die damalige Entscheidung goldrichtig“, reimte die Vorsitzende anerkennend.

Bürgermeister Elmar Haas freute sich über den gut aufgestellten Verein, insbesondere die Umrahmung weltlicher Anlässe, wie jüngst des Volkstrauertags auf hohem Niveau. Darüber hinaus dankte er Hafner für ihren Einsatz: „Davon lebt Ehrenamt im ländlichen Raum.“ Auch Ortsvorsteher Englert betonte die kulturelle Bedeutung des Chors im örtlichen Leben und gratulierte der Vorsitzenden im Namen des Ortschaftsrats für ihr „20-jähriges couragiertes, engagiertes und zielführendes Wirken“ in verantwortlicher Position. „Du hast immer den Fortbestand des Chors im Auge gehabt und neue Mitglieder geworben“, so Englert anerkennend.

Dirigent Theodor Spannagel freute sich über den gut funktionierende Vorstand und brachte zum Ausdruck, dass er gerne in Eubigheim ist. „Ich hoffe, dass ihr das wisst“, so Spannagel schelmisch. Die Präsenz des Chors im dörflichen Leben wurde in den „Bildern des Jahres“ von Günter Dünzl unterhaltsam veranschaulicht.

Ob Gesangsauftritte, Fasching, Sportfeste, stets sind Chormitglieder aktiv und in vielfaltiger Weise eingebunden, so auch wieder durch das anvisierte Chorprojekt anlässlich des 100. Jubiläums des FC Eubigheim im nächsten Jahr.