Aschaffenburg

Trickdiebinnen aktiv

Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt

Aschaffenburg.In insgesamt fünf der Polizei gemeldeten Trickdiebstählen ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. In allen Fällen nutzten die Täterinnen die Hilfs- und Spendenbereitschaft ihrer Opfer aus. Sie griffen entweder in deren Geldbörsen oder küssten und umarmten sie als Ablenkungsmanöver, so dass danach Geld oder Armbanduhr fehlten.

Gerade in der Vorweihnachtszeit sehen sich Bürger vermehrt auch auf Straßen und in Fußgängerzonen mit Appellen an ihre Spendenbereitschaft konfrontiert. Selbstverständlich obliegt die Reaktion darauf jedem selbst, allerdings stellt die Polizei auch immer wieder fest, dass dreiste Trickdiebe die Hilfsbereitschaft – gerade von Seniorinnen und Senioren – schamlos ausnutzen. Bei den vorliegenden Fällen seit Ende November waren es ausschließlich Frauen, die ihre Opfer in der Fußgängerzone zunächst ansprachen.

Geldbörsen entwendet

In der Folge hielten sie den Seniorinnen und Senioren Zettel mit einem Spendenaufruf für behinderte beziehungsweise kranke Kinder und eine Schreibkladde vor. So verdeckten sie dem Opfer die Sicht und machten sich an deren Geldbörsen zu schaffen.

Danach wurden die Angesprochenen noch überschwänglich von den Täterinnen umarmt und versucht zu küssen oder tatsächlich geküsst. Am Ende handelte es sich in jedem Fall um Ablenkungsmanöver, die dazu führten, dass die Geschädigten danach Bargeldbeträge bis zu 450 Euro oder ihre Armbanduhr vermissten.

Die Polizei appelliert zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit, wenn man auf offener Straße von Spendensammlern aufdringlich angesprochen wird.