Aschaffenburg

Überfall auf Aschaffenburger Juwelier Zwei Männer festgenommen

Tatverdächtige in U-Haft

Archivartikel

Aschaffenburg.Zwei 29 und 42 Jahre alte Männer, die im Verdacht stehen, an dem Raubüberfall am 12. März 2018 auf ein Juweliergeschäft in der Aschaffenburger Fußgängerzone beteiligt gewesen zu sein, befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Wie bereits berichtet, hatten mehrere Männer an dem besagten Montagvormittag ein Juweliergeschäft in der Herstallstraße betreten. Die Täter bedrohten die Angestellten, versprühten Reizgas und raubten Schmuck im Wert von einigen hunderttausend Euro aus den Auslagen. Die Unbekannten flüchteten zunächst zu Fuß, stiegen dann auf Fahrräder und dann offenbar auf einen Fluchtwagen um.

Ihnen gelang es, mit ihrer Beute zu entkommen.

Im Zuge der Ermittlungen sicherten die Beamten der Kriminalpolizei Aschaffenburg umfangreiches Bildmaterial, das von Überwachungskameras und von unbeteiligten Zeugen aufgezeichnet worden war. Die Täterbilder wurden zu Fahndungszwecken veröffentlicht. Auch in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ wurde am 28. März 2018 ein Beitrag über den Raubüberfall ausgestrahlt.

Die Festnahme eines Tatverdächtigen erfolgte am 6. April in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen).

Der 29-jährige Litauer hatte sich bei einem dortigen Juwelier nach hochwertigen Uhren erkundigt und wurde dabei von dem Inhaber und dem Verkaufspersonal wiedererkannt, die im Vorfeld den Sendebeitrag bei „Aktenzeichen XY“ verfolgt hatten.

Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei dem 29-Jährigen um einen der Haupttäter aus Aschaffenburg handelt, der das Geschäft zuerst betreten und bei der Flucht einen Schuss mit einer Schreckschusswaffe abgegeben hatte.

Am 10. April ereignete sich dann ein Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Bad Homburg, bei dem die Täter ähnlich vorgingen wie in Aschaffenburg. Im Zuge der Fahndung nahmen die Beamten vier Tatverdächtige fest. Zumindest einer der Festgenommenen steht im dringenden Verdacht, an dem Überfall in der Herstallstraße beteiligt gewesen zu sein. Der 42-jährige litauische Staatsangehörige soll die Angestellten im Geschäft mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht haben.

Beiden Tatverdächtigen wurden in Aschaffenburg die Untersuchungshaftbefehle eröffnet, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wegen des Verdachts des schweren Raubes erlassen worden waren.

Die 29 und 42 Jahre alten Männer sitzen in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein.

Bei den anderen in Bad Homburg festgenommenen Männern wird eine Beteiligung an dem Raubüberfall am 12. März derzeit noch geprüft. Die Ermittlungen werden von der Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Festgenommenen um Mitglieder einer Bande handelt, die noch für weitere Raubüberfälle in Europa in Frage kommt.