Assamstadt

Angelika Haag unter die Autoren gegangen „Die Alchemie des Beckenbodens“ lautet der Titel des Erstlingswerks der Heilpraktikerin, das seit Mitte März auf dem Markt ist

Den eigenen Körper besser kennenlernen

Den Einfluss seines Beckenbodens auf den Körper spüren und dessen Rolle für die Wohlgestimmtheit von Körper und Seele entdecken – Angelika Haags Buch unterstützt dieses Vorhaben.

Assamstadt. Angelika Haag ist gelernte Hebamme, seit einigen Jahren jedoch als Heilpraktikerin beruflich engagiert. In dieser Funktion will sie Gutes tun – und ihre Mitmenschen dazu animieren, mit einem geringen eigenen Aufwand dem täglichen Stress, zumindest für einige Zeit, zu entfliehen, um so zu sich selbst, sozusagen zum eigenen Ich, zu finden. „Ich sehe meine Arbeit nicht als Konkurrenz zu den Ärzten, sondern vielmehr als eine Art Ergänzung“, so die gebürtige Assamstadterin im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Vorbeugen sei eben besser als heilen. So sei ihr Buch unter dem Titel „Die Alchemie des Beckenbodens“ zu deuten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Verständlich geschrieben

Dem Leser werden in dem verständlich geschriebenen Werk recht einfache Übungen vermittelt, „die man überall und ohne große Hilfsmittel absolvieren kann“, wie die Heilpraktikerin kundtut. Er werde gewissermaßen dazu angeleitet, auf eine Reise durch den eigenen Körper zu gehen, um diesen dadurch (noch) besser kennenzulernen. Für sie habe es nämlich den Anschein, dass der eine oder andere hier gewisse Lücken offenbare.

Beginnend bei traditionellen Konzepten des Beckenbodentrainings, erlerne der Auszuführende, so die Autorin („mir ist das Schreiben nicht schwergefallen“), in kleinen Schritten die Verbindungen dieses Bereichs zu anderen Körperregionen zu erspüren und so kennenzulernen. Die farbig unterlegten Übungen in dem Buch fördern Wahrnehmung und Feingefühl für einen geschmeidigen Beckenboden. Ist Selbiger gut gestimmt, sei dies eine Quelle der menschlichen Gesundheit. „Der Beckenboden bringt Körper und Seele ins Gleichgewicht“, teilt Angelika Haag mit.

Echtes Kraftzentrum

Der Beckenboden sei das Kraftzentrum im körperlichen und im psychischen Erleben. Und er sei mitverantwortlich für Haltung und Figur, halte die inneren Organe am Platz, sei der Haltegurt für die Bauch- und die Rückenmuskeln – und habe durchaus weitere Qualitäten. Wer die Übungen praktiziere, schaffe es leichter, den Beckenboden vor Belastungen zu schützen – aktive Prophylaxe eben.

Als „Ideengeber für innere Bewegung“ bezeichnet Angelika Haag ihr Erstlingswerk – weitere will sie zumindest nicht gänzlich ausschließen. Sie nennt ihr Buch das Ergebnis „eines Reifeprozesses von über 20 Jahren Kurs- und tiefgreifenden prägenden Lebenserfahrungen“. Zuvorderst solle es, so die diplomierte Beckenbodentrainerin, natürlich Frauen ansprechen, doch es sei selbstverständlich auch nützlich für die „Herren der Schöpfung“, schmunzelt sie. Das Werk sei eine individuelle und kreative Körpertherapie, dem Ausführenden werde so ein Leitfaden an die Hand gegeben, anzukommen bei sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zur Entfaltung zu verhelfen.

Weitere Beteiligte

Wesentlich beteiligt an der Umsetzung dieses ehrgeizigen Buchprojekts waren im Übrigen Sarah Fischer, was Layout Satz und grafische Gestaltung angeht, sowie Harald Xander, der für das Lektorat verantwortlich zeichnete und in dessen „intendons“-Verlag das Werk herausgegeben wurde.