Assamstadt

Jahreshauptversammlung TSV Assamstadt ist mit seinen 1184 Mitgliedern gut aufgestellt / Umstrukturierung im Vorstand wird derzeit diskutiert / Wahlen

Jochen Hügel tritt als Vereinsvorsitzender ab

Archivartikel

Jochen Hügel gibt nach zehn Jahren sein Amt als Vorsitzender des TSV Assamstadt ab. Mit einer Umstrukturierung soll der insgesamt gut aufgestellte Verein für die Zukunft weiter fit gemacht werden.

Assamstadt. Die Leichtathleten würden sagen: „Beim TSV läuft’s.“ Und in Fußballkreisen dürfte es heißen: „Der Verein trifft mit Veranstaltungen und Angeboten ins Schwarze.“ In der Tat, der TSV kann zuversichtlich nach vorn blicken. Jochen Hügel zog deshalb auch im Sportheim eine zufriedene Bilanz der letzten zwölf Monate, wobei er immer wieder einfließen ließ, dass der Teamgedanke im Vordergrund stehe und solch ein großes, aktives Gebilde nur funktionieren könne, wenn ein Rädchen ins andere greife. Er sprach deshalb all jenen, die sich in irgendeiner Form ehrenamtlich eingebracht hätten, seine Anerkennung aus, verbunden mit dem Appell, dass sie in Sachen Einsatz und Engagement auch künftig nicht nachließen.

Eindrucksvolle Zahlen

Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden wartete mit eindrucksvollen Zahlen auf. Unter den 1184 Mitgliedern befänden sich 342 Kinder und Jugendliche, die von 50 Übungsleitern betreut würden, ganz zu schweigen von den vielfältigen sportlichen Angeboten für die Erwachsenen. Insgesamt seien dafür letztes Jahr 3200 ehrenamtliche Stunden aufgebracht worden, 14 200 Kilometer sei man unterwegs gewesen. „Beeindruckende Zahlen. Doch der Umgang mit den Übungsleitern wird in den kommenden Jahren noch arbeitsintensiver, da wir uns nach einer Risikoanalyse über die Einsichtnahme in die Führungszeugnisse der Übungsleiter davon überzeugen müssen, dass die jeweilige Person geeignet ist, Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu haben“, so Hügel.

Die finanzielle Ausstattung im Gesamtverein sei, so der bisherige Frontmann „als gut zu bezeichnen“. So sei ein insgesamt geregelter Übungs-, Spiel- und Wettkampfbetrieb möglich. Und voller Stolz meinte er: „Der TSV Assamstadt ist schuldenfrei.“ Als zwei von zahlreichen Highlights nannte Hügel den „Tag der Jugend“ sowie den Volkslauf um den „Ansmann-Cup“.

Leichte Zunahme

Was die Mitgliederzahl angehe, habe es 2017 im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um neun auf 1184 gegeben. Ohnehin sei es nicht alltäglich, dass es in einer Kommune von der Größe Assamstadts einen Club mit einer vierstelligen Mitgliederzahl gebe.

Er nannte es zwar nicht beim Wort, aber wenn es so weitergehe, sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die 1200er-Grenze übersprungen werde.

Explizit hob Hügel die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hervor und lobte den hervorragenden Zustand der Sportstätten. Zudem wisse man es sehr zu schätzen, dass deren Benutzung komplett kostenfrei sei.

In einer persönlichen Erklärung betonte Jochen Hügel, dass es nach 18 Jahren in Führungspositionen, zehn Jahre als Vorsitzender, davor acht Jahre als Chef der Jugendabteilung, Zeit sei, „den Hut zu nehmen“. In dieser Phase sei viel Positives passiert, etwa die Einweihung des Waldstadions, die Erweiterung des Sportheims oder die Sanierung des Sportplatzes.

Abschließend zitierte er den viel zu früh verstorbenen Ehrenpräsidenten Edgar Ansmann: „Natürlich kostet so ein Amt viel Zeit und Kraft, aber es gibt einem auch viel zurück.“ So habe er es auch immer gesehen. Doch auch wenn er sich aus der ersten Reihe zurückziehe, werde er auch weiterhin im Verein mitwirken und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Nachfolge geregelt sei, kommissarisch weitermachen.

Einwandfreie Arbeit

Für die Kassenprüfer bescheinigte Rolf Rupp dem Finanzverwalter Steffen Geißler eine einwandfreie und strukturierte Arbeit. Es folgten die Vorträge aus den Abteilungen (siehe Extrabericht), bevor Bürgermeister Joachim Döffinger in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Einsatz vieler Mitglieder als „unbezahlbar“ für das Gemeinwohl bezeichnete. Darauf könne man stolz sein, ebenso darauf, „dass die Kinder und Jugendlichen bei euch sehr gut aufgehoben sind“.

Döffinger sprach Jochen Hügel ein großes Lob für dessen Einsatz aus und hob extra „die große Kontinuität“ innerhalb des TSV hervor. Wenn dies der Fall sei, als Vorbild diene auch hier der FC Bayern München, dann funktioniere solch ein Club eben und sei sehr gut aufgestellt.

Einstimmige Entlastung

Der Schultes beantragte die Entlastung des kompletten Vorstands, die einstimmig erfolgte, und fungierte als Wahlleiter. Ohne Gegenstimme wurden gewählt: zweiter Vorsitzender: Jochen Rupp, Kassierer: Steffen Geißler, Schriftführer Fabian Deißler, Beisitzer: Andreas Stumpf, Patrick Leuser, Felix Rupp, Mitgliederverwaltung: Marco Hügel, Kassenprüfer Rolf Rupp und Vanessa Throm.

Und in ihren Ämtern wurden folgende Abteilungsleiter bestätigt: Fußball: Christian Hügel, Turnen: Doris Fluhrer, Tischtennis: Hubert Hügel, Tennis: Achim Langer, Volleyball: Carmen Düll, Leichtathletik, Jürgen Wachter, Gesamt-Jugendleiter: Daniel Rupp.

Schließlich wurden noch zahlreiche verdiente Mitglieder ausgezeichnet (Extrakasten), bevor Jochen Hügel in seinem Schlusswort nochmals das bereits angedeutete Umstrukturierungsthema aufgriff. „Es handelt sich dabei um ein Konzept, in dem drei gleichberechtigte Vorsitzende eingesetzt werden sollen, denen klar abgegrenzte Aufgabenbereiche zugeordnet werden“, führte er aus.

Die Aufgabe bestehe nun darin, dieses Konzept auszuarbeiten und „in eine Satzung zu gießen“. Dies solle von einer Arbeitsgruppe verfeinert werden, der nicht nur Mitglieder des Vorstands angehören sollen, so Hügel. Dies solle in den kommenden drei Monaten erfolgen, so dass im Juli von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung „die Satzung verabschiedet und der Vorstand gewählt werden kann“. vmg