Assamstadt

Adventsfeier des Vereins Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis Besinnliche Andacht in der St. Kilianskirche / Beratungstätigkeit wird ausgebaut

Klares Bekenntnis zur Lebensgemeinschaft

Assamstadt.Mitglieder, Freunde und Förderer der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Main-Tauber-Kreis trafen sich zur Adventsfeier am Samstag im Assamstadter Gemeindezentrum St. Kilian. Der vorweihnachtlichen Zusammenkunft, die von den Frauen des Second-Hand-Basars betreut wurde, ging eine besinnliche Andacht in der St. Kilianskirche voraus, die musikalisch von den „MusikMachern“ der Schule im Taubertal umrahmt wurde.

Zur anschließenden gemütlichen „Kaffeestunde“ in der alten St. Kilianskirche konnte der Vorsitzende des Vereins, Jörg Hasenbusch, auch den Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, Landrat Reinhard Frank, Bürgermeister Joachim Döffinger (Assamstadt) und dessen Kollegen Christian Kremer (Boxberg), Ottmar Dürr (Werbach), den stellvertretenden Bürgermeister aus Weikersheim, Norbert Beck, und den Bad Mergentheimer Oberbürgermeister Udo Glatthaar sowie als Hausherrn Pfarrer Bernhard Metz im Kreis der rund 130 Teilnehmer willkommen heißen.

Bundesteilhabegesetz

In einem kurzen Rückblick streifte der Vorsitzende die Arbeit der Lebenshilfe Main-Tauber, die durch das Bundesteilhabegesetz eine größere Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung erfahre. Durch das neue Gesetz werde das Recht der Eingliederungshilfe aus dem Fürsorgesystem der Sozialhilfe herausgelöst und zu einem modernen Teilhabegesetz weiterentwickelt, das ganz gezielt auf die persönlichen Belange des Betroffenen abhebe.

Um diese Verbesserungen in vollem Umfang zu nutzen, werden die Beratungstätigkeiten der Lebenshilfe ausgebaut. Trotz dieses neuen Aufgabenschwerpunktes werde man aber das bisherige Angebot nicht vernachlässigen, so Hasenbusch, sondern mit „Jule“ (Junge Lebenshilfe) neue Wege beschreiten. Diese erfreuliche Entwicklung gebe dem Verein die Möglichkeit, die Angebote weiter auszubauen, was sich auch im neuen Jahresprogramm niederschlage, das der Vorsitzende im Laufe der Veranstaltung vorstellte und an die anwesenden Bürgermeister verteilte.

Der Dank der Lebenshilfe an dieser Stelle galt dem Bundestagsabgeordneten, der maßgeblich an der neuen Gesetzgebung mitgewirkte habe, und dem Landrat des Main-Tauber-Kreises, Reinhard Frank, sowie den Mitgliedern des Kreistages für die Umsetzung.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar unterstrich die „wunderbare Arbeit der Lebenshilfe“ im gesamten Kreisgebiet und sah darin ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Lebensgemeinschaft.

Alois Gerig hob in seinem Grußwort die große Leistung des Vereins Lebenshilfe und das ehrenamtliche Engagement hervor.

Gerig begrüßte die längst fällige Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes als einen „wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation der Schwächeren in unserer Gesellschaft“. Für die rund 13 Millionen Mitbürger mit Behinderungen der unterschiedlichsten Ausprägung sei ein Jahrhundertgesetz verabschiedet worden.

Dies sah auch Landrat Reinhard Frank so. Für ihn bedeutet das neue Bundesteilhabegesetz ein „Quantensprung in Wahrnehmung und Fürsorge der Schwächsten in der Gesellschaft“. Der Landkreis reagierte, in dem man drei neue Stellen im Eingliederungsamt geschaffen und durch den Kreistag genehmigt habe. Dem Vorsitzenden Hasenbusch versicherter Frank, dass der er auch in Zukunft mit dem Landkreis als „zuverlässigem Partner“ rechnen könne.

Größeres Angebot

Hasenbusch streifte kurz die wesentlichen Punkte des neuen Jahresprogramms, das sich schwerpunktmäßig in der Ausweitung des Beratungsangebotes ausdrücke. Aber auch beim Freizeitangebot gibt es eine erweiterte Palette. So besteht die Möglichkeit, an einer Erholung auf der Ferieninsel Mallorca teilzunehmen. Hasenbusch nutze die Adventsfeier aber auch, um Dank zu sagen. Vor allem dem Vorsitzenden der Sparkasse Tauberfranken, Peter Vogel, und der Künzelsauer Unternehmerfrau Carmen Würth für die namhafte finanzielle Unterstützung. Seine Anerkennung sprach Hasenbusch ebenso den Frauen des Second-Hand-Basars aus, die sich um die Bewirtung der Gäste kümmerten.