Assamstadt

Mitgliederversammlung der „Schlackohren“ Erfolgreich Bilanz gezogen / Einen Rosenmontag der Superlative durchgeführt

Mit neuem Prunksitzungskonzept einen Volltreffer gelandet

Archivartikel

Assamstadt.Mit der Mitgliederversammlung zogen die „Schlackohren“ unter ihrem Vorsitzenden Carsten Diehm Bilanz über eine erfolgreiche Kampagne.

Mit einem Zuwachs von drei „Schlackohren“ sei die FG derzeit 348 Mitglieder stark, 266 seien Aktive, so Diehm. Zum fünften Mal nahm ein laufstarkes FG-Team beim Ansmann-Cup in fasnachtlichem Outfit teil.

Man beteiligte sich außerdem Mal am Kinderferienprogramm und organisierte das Cowboy- und Indianerfest mit mehr als 60 Kindern. Er erinnerte an die Saisoneröffnung im November und an die wichtigen Abstimmungsgespräche zum Rosenmontag.

Lobend erwähnt

Lobend erwähnte Diehm die Einsatzplanung im Januar. Wieder erfolgreich verliefen der Kartenvorverkauf im Januar , auch das Online-Ticketing werde von immer mehr Interessierten genutzt. Er sei stolz, „weil wir in dieser Sache modern und fortschrittlich unterwegs sind“. Beim VIP-Empfang am Rosenmontag wurden die Gäste auf den Umzug eingestimmt. Er lobte das neue und junge Präsidentenduo der Kinderprunksitzung, Florine Naber und Jonah Zeitler, „die sehr locker und gekonnt durch das Programm“ geführt haben.

Ein aufwendiges Projekt der Saison war die Neugestaltung der Bühne in der Asmundhalle. Diese wurde gestalterisch überarbeitet, nicht nur farblich, sondern auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. Viele Besucher waren beim Prunksitzungsstart überwältigt von der effektvollen Lichtershow. Diehm sei sich sicher, „dass im Umkreis so eine Bühne nirgends zu finden ist“.

In der neuen Saison sollen die „Schlackohrnsau“ und die Trennwände restauriert und der kleine Prinzenwagen überarbeitet werden. Abschließend bedankte er sich bei allen Mitglieder, Sammlern und Gönnern, die mit ihrem Einsatz oder durch Sponsoring dazu beigetragen hätten, das „Schlackohrhäuser“ Fasnachtsbrauchtum weiter zu pflegen. Er schloss mit den Worten: „Wir sind dem Ruf als Fasnachtshochburg in unserer Region mehr als gerecht geworden, ich bin sehr stolz auf Euch.“

Oliver Hammel, Schatzmeister, verlas die Zahlen des Geschäftsjahres. Der Verein schloss demnach mit einem Guthaben im Geschäftsjahr ab. Die Kassenprüfer Werner Stumpf und Robert Stumpf bestätigten Hammel eine „ordentlich und saubere Kassenführung“.

Die Präsidenten Heiko Wachter und Wolfram Zeitler freuten sich über „ein rund um positives Feedback zu den drei Prunksitzungen“, bei der knackige Programmpunkte dafür sorgten, „dass die diesjährige Sitzung einer der besten der vergangenen Jahre war.“ Das neue Prunksitzungskonzept sein ein Volltreffer mit viel Zuspruch gewesen.

Das Programm sei nicht nur kreativer und abwechslungsreicher, sondern durch konkretere Zeitvorgaben kurzweiliger gewesen. Dies wolle man auch künftig beibehalten. Gut finden die beiden, dass sich diese Saison die Besucherzahlen gleichmäßiger auf alle drei Sitzungen verteilt hätten. Das Prinzenpaar Theresa und Marcel wurden in einem Voting zum schönsten Prinzenpaar der Region gewählt. Mit beiden sei man, so die Präsidenten, nicht nur optisch zufrieden, sondern „sie haben ihr Amt mehr als gut ausgeübt“.

Vollgas gegeben

Auch das Kinderprinzenpaar Tia und Fynn hat Wachter und Zeitler begeistert. „Die beiden gaben Vollgas“ und erlebten Fasnacht auf eine ganz andere Art.

Horst Wachter, Ehrenpräsident und Umzugskoordinator, fasste das Wesentliche zum Umzug, der mit 39 Umzugsgruppen und rund 1500 Teilnehmern eine optimale Größe hatte, so zusammen: „Der Umzug war wieder ganz toll und ließ an Kreativität und Fantasie nichts zu wünschen übrig. Er ging unfallfrei über die Bühne. Das Wetter war besser als erwartet und der Umzug war noch ein Stück besser als das Wetter.“

Seinen Ausführungen zufolge stehe hinter so einer Veranstaltung ein enormer Aufwand an Organisation und Kommunikation mit den Verantwortlichen, allen voran Bürgermeister Joachim Döffinger. Oberste Aufgabe sei, die Sicherheit aller zu gewährleisten. Hier greife ein bewährtes Konzept zwischen drei sehr gut funktionierenden „Säulen“: Sanitätsdienst, Ordnungsdienst und Feuerwehr, die als Bindeglied zwischen DRK, Polizei und Umzugsleitung fungiere. Und schließlich „wird zur Schlackohrenfasnacht auch viel Geld gebraucht“, um alle Kosten zu decken, was Dank der Sammler und allen Sponsoren möglich sei. Wachter bedankte sich bei allen Verantwortlichen für deren vorbildlichen Einsatz an der 1,7 Kilometer langen Umzugsstecke und rief schon zum nächsten Rosenmontag am 4. März 2019 auf.

Walter Frank, TÜV-Koordinator, sprach über die verwaltungsintensive Aufgabe der TÜV-Abnahme und hob die „sehr genaue, aber kooperative und reibungslose Zusammenarbeit“ mit Peter Schmitt vom TÜV Bad Mergentheim, der diese Aufgabe bereits das 13. Jahr begleitet, hervor. Auch der Bürgermeister sei inzwischen bei der zweiten Abnahme immer mit dabei und sehr beindruckt vom Idealismus der Wagenbaugruppen. Insgesamt wurden 15 Ausnahmegenehmigungen vom Regierungspräsidium erteilt. Allerdings sei die Versendung der Unterlagen über den Postweg wieder zäh gewesen. Dafür seien die Versicherungsbescheinigungen aller Wagenbaugruppen pünktlich eingegangen.

Hohes Niveau

Robert Stumpf, Koordinator von Ordnern und Preisrichtern, sprach begeistert über das hohe Qualitätsniveau des Umzuges. „Es war wieder ein Umzug der Superlative.“ Dies zeigte sich auch bei den Platzierungen. Der Punkteabstand zwischen den einzelnen Wagenbaugruppen war sehr gering, was auch zu regen Diskussionen führte. Er hob die insgesamt schwierige Aufgabe der Bewertung für die 25 Preisrichter hervor. In einer eigenen Projektgruppe wurde der Bewertungsbogen vereinfacht, was sich nun bewährt habe und beibehalten werden solle. Aufgrund des ruhigen Verlaufes des Umzuges und der guten Verteilung der 41 Ordner über die Umzugsstrecke, war deren Anzahl ausreichend. Er freute sich abschließend über zwei neue Ordner und zwei neue Preisrichter im Team.

Die beiden jungen Moderationstalente der Kinderprunksitzung, Florine und Jonah, berichteten über ihr Debüt auf der Bühne, das ihnen mit weiteren 152 Akteuren viel Spaß gemacht habe. Die Aufgaben, die es im Vorfeld und auch während der Veranstaltung zu bewältigen gab, hätten sie auf verschiedene Schultern verteilt.

Schriftführer Sascha Heinz fasste seinen Bericht kurz. Er sprach von neun Vorstandssitzungen in der vergangenen Saison, in denen es wesentlich um die Optimierung und Verbesserung von organisatorischen Maßnahmen aller Veranstaltungen gegangen sei.

Karsten Stumpf, scheidender Zeugmeister, berichtete im Anschluss dann über die aktuellen Anschaffungen besonders im Bereich Technik.

Bevor Bürgermeister Joachim Döffinger die Entlastung des Vorstandes einstimmig herbeiführte, bedankte er sich bei der FG. Er hob die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden hervor und dankte allen für ihre Aktivitäten und die gelungenen Veranstaltungen mit „hohem Niveau“, die die Gemeinde Assamstadt nach außen repräsentierten.

Bei den Neuwahlen wurden bis auf den scheidenden ersten Zeugmeister Carsten Stumpf alle Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Neu gewählt wurde ein noch junges FG-Mitglied Lars Hügel, der die Position des ersten Zeugwarts einnimmt. anru