Assamstadt

„Schlackohren“ Im Rahmen der Jahreshauptversammlung auf das vergangene Jahr zurückgeblickt / Digitalisierungsprojekte auf dem Vormarsch

Narren erlebten einen Rosenmontag der Superlative

Archivartikel

Assamstadt.Mit der Mitgliederversammlung zogen die Organisatoren der Fasnachtsgesellschaft (FG) „Schlackohren“ Bilanz über eine erfolgreiche Kampagne. Moderator Carsten Diehm als Vereinsvorsitzender lieferte den ersten Bericht ab.

Mit einem Zuwachs von vier „Schlackohren“ sei die FG derzeit 352 Mitglieder stark, wobei 257 als Aktive gezählt werden. Zum sechsten Mal nahm ein Team beim 2000 m-Lauf des Ansmann-Cups teil und sicherte sich den ersten Platz. Man beteiligte sich außerdem am Kinderferienprogramm organisierte das Cowboy- und Indianerfest, an dem mehr als 60 Jungen und Mädchen teilnahmen.

Saisoneröffnung im November

Diehm erinnerte an die Saisoneröffnung im November. Des Weiteren betonte er die wichtigen Gespräche im Vorfeld der Saison wie dem Bewirtschaftertreffen und die Abstimmungsrunden zum Rosenmontag „Alle Beteiligten arbeiten sehr gut zusammen“, so sein Tenor. Lobend erwähnte er die Einsatzplanung im Januar.

Erneut erfolgreich verliefen der Kartenvorverkauf und auch das Online-Ticketing über die Homepage. Beim VIP-Empfang am Rosenmontag wurden die Gäste auf Fasching und Umzug eingestimmt. Der Vorsitzende sprach allen Helfern großen Dank aus. Er lobte das junge Präsidentenduo der Kinderprunksitzung, Florine Naber und Jonah Zeitler. Und er berichtete über Projekte der vergangenen Saison wie Restaurierung des Kinderprinzenwagens und Überarbeitung der „Schlackohrnsau“.

Auch dem Thema Digitalisierung stellt sich die FG: So durften in einem Pilotprojekt am Rosenmontagsumzug Zuschauer an einem technischen Test via Smartphone mitmachen, um ihren „Publikumsliebling“ zu wählen. Der Vorsitzende schloss seinen Bericht mit den Worten: „Wir sind dem Ruf als Fasnachtshochburg in unserer Region mehr als gerecht geworden, ich bin sehr stolz auf Euch.“

Die Präsidenten Heiko Wachter und Wolfram Zeitler freuten sich über ein rund um positives Feedback zu den drei Prunksitzungen. Alle Akteure hätten mit ihren knackigen Programmpunkten dafür gesorgt, dass die „Bikinistrategie“ wieder erfolgreich umgesetzt worden sei. Das Programm war kurzweilig, abwechslungsreich und kreativ, die Beiträge waren auf einem hohen Niveau. Die „ultimativen Aftershowpartys“ haben die einzelnen Prunksitzungsabende jeweils stimmungsvoll abgerundet. Stolz sind die beiden auch über zehn Gastabordnungen aus sämtlichen umliegenden Gemeinden: „So viel wie nie.

Was beide Präsidenten „saumäßig“ gefreut hat, ist der Anstieg der Prunksitzungsbesucher auf ein Rekordergebnis von 1581.

Das Konzept gehe auf, die organisatorischen Maßnahmen tragen ihre Früchte.

Großes Lob sprachen sie dem Prinzenpaar Bianca und Benedikt und dem Kinderprinzenpaar Mila und Simon aus: „Ihr habt uns Schlackohren bestens regiert und euer Amt mehr als gut ausgeübt.“

Jonah Zeitler, einer der beiden jungen Moderationstalente der Kinderprunksitzung, berichtete von elf Gruppen mit mehr als 150 Akteuren auf der Bühne.

Rund 1500 Teilnehmer

Horst Wachter, Ehrenpräsident und Umzugskoordinator, fasste das Wesentliche zum Rosenmontagsumzug, der mit 42 Umzugsgruppen und rund 1500 Teilnehmern eine optimale Größe hatte, in folgenden Sätzen zusammen: „Der Umzug war wieder toll und ließ an Kreativität und Fantasie nichts zu wünschen übrig. Allen Unkenrufen zum Trotz war das Wetter besser als erwartet und der Umzug war wesentlich besser als das Wetter. Besondere Probleme und Zwischenfälle gab es nicht.“ Seinen Ausführungen zufolge stehe hinter so einer Veranstaltung ein enormer Aufwand. Oberste Aufgabe sei die Sicherheit aller zu gewährleisten. Und schließlich werde zur „Schlackohrenfasnacht“ auch viel Geld gebraucht, um alle entstehenden Kosten zu decken, was Dank der Sammler und Sponsoren möglich sei.

Walter Frank, TÜV-Koordinator, sprach über die verwaltungsintensive Aufgabe der TÜV-Abnahme und hob die „sehr genaue, aber kooperative und reibungslose Zusammenarbeit“ mit Peter Schmitt vom TÜV Bad Mergentheim hervor. Auch der Bürgermeister sei inzwischen bei der zweiten Abnahme dabei und beeindruckt vom Idealismus der Wagenbaugruppen. Insgesamt wurden 16 Fahrzeugkombinationen geprüft und abgenommen, 23 Gutachten erstellt und 14 Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Robert Stumpf, Koordinator der Ordner und Preisrichter, sprach begeistert über das hohe Qualitätsniveau des Umzuges. „Es war wieder ein super Umzug, man denkt immer, er ist nicht zu toppen“. Der neue Bewertungsbogen aus dem Vorjahr hatte sich bewährt und wurde übernommen. 37 Ordner und Preisrichter waren im Einsatz. Er hob die insgesamt schwierige Aufgabe der Bewertung hervor.

Aufgrund des hohen Niveaus des Umzugs war es schwierig, gerecht zu bewerten. Aufgrund des ruhigen Verlaufes des Umzugs und der guten Verteilung der Ordner über die Umzugsstrecke verlief alles reibungslos, „doch waren wir viel zu wenig Personen“.

Schriftführer Sascha Heinz fasste seinen Bericht kurz. Er sprach von neun Vorstandssitzungen, in denen es wesentlich um Optimierung und Verbesserung von organisatorischen Maßnahmen aller Veranstaltungen ging. Seiner Meinung nach werden es stets weniger Leute, die sich beim Einsatzplan einteilen lassen.

Guthaben erwirtschaftet

Thomas Rupp, zweiter Vorsitzender der FG, verlas als Vertreter für Schatzmeister Oliver Hammel die Zahlen des Geschäftsjahres. Der Verein schloss demnach mit einem Guthaben das Geschäftsjahr ab. Die Kassenprüfer Robert Stumpf und Werner Stumpf bestätigten eine korrekte und lückenlose Kassenführung.“

Lars Hügel, neuer Zeugmeister, berichtete über aktuelle Anschaffungen, besonders der neuen Traversen für die Scheinwerfer auf der Bühne und einer neuen Leinwand. Er freute sich über und ein neues Mitglied, das das Technikteam unterstützen werde.

Bevor Bürgermeister Joachim Döffinger die Entlastung des Vorstandes einstimmig herbeiführte, bedankte er sich bei der FG: „Ihr seid mir an das Herz gewachsen, ich freue mich über die sehr gute Zusammenarbeit.“ Dies sei im Hinblick auf die Aufgaben und Auflagen, die immer mehr und umfangreicher würden, eine wichtige Voraussetzung.

Stolz sei er darauf, dass der Verein sich schon jahrelang auch außerhalb von Fasching am Ferienprogramm der Gemeinde beteilige. Begeistert äußerte er sich über das große Engagement der Wagenbauer, der Teammitglieder der Umzugsorganisation, allen Organisatoren und Aktiven der Prunksitzungen und allen sonstigen Helfern, die dazu beitragen, dass die Gemeinde Assamstadt durch Fasching über die Grenzen der Region hinaus „für ihre sehr gute Vereinsarbeit“ bekannt geworden ist.

Verbesserungswünsche den Einsatzplan betreffend wurden am Ende vorgetragen und der Vorsitzende versprach, diese in einer der nächsten Vorstandssitzungen zu besprechen. anru