Assamstadt

Feuerwehrbedarfsplan Gemeinderat stimmt Fortschreibung mit 7:6 Stimmen zu

Zahlreiche Vorgaben inzwischen erfüllt

Assamstadt.Mit 7:6 Stimmen gab der Assamstadter Gemeinderat grünes Licht für die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans. Dieses knappe Ergebnis war darauf zurückzuführen, weil ein Teil des Gremiums es für besser erachtet hätte, wenn dieser Punkt vom neuen Gemeinderat, der nach der Kommunalwahl im Mai zusammenkommt, behandelt und verabschiedet worden wäre.

Ansonsten war sich die Bürgervertretung aber einig, dass der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr gar nicht genug gedankt werden könne für den ehrenamtlichen Einsatz. Es stünde deshalb auch außer Frage, dass man die Rettungsorganisation auch künftig tatkräftig unterstützen werde, damit sie stets „up do date“ sei, um der Bevölkerung im Einsatzfall helfen zu können.

„Keine zwingenden Vorgaben“

„Der Feuerwehrbedarfsplan stellt keine zwingenden Vorgaben für die Zukunft dar, sondern gibt eine Richtung zur Orientierung und Empfehlungen vor, die dem Gemeinderat als künftige Beratungsgrundlage dienen sollen“, führte Bürgermeister Joachim Döffinger in seinem Sachvortrag aus.

Insgesamt, so der Assamstadter Schultes weiter, sei in den vergangenen vier Jahren „sehr viel positiv gelaufen“, denn eine Vielzahl an Defiziten sei zwischenzeitlich behoben worden.

Die bestätigte auch Kommandant Markus Winkler, der die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde explizit betonte, da man hier stets auf offene Ohren treffe. Er wolle seinem Nachfolger in Sachen Bedarfsplan ein bestelltes Feld überlassen, sagte Winkler, der nach zehnjähriger Kommandantentätigkeit diesen Posten im Juni abgeben werde.

Winkler meinte, dass die Feuerwehr Assamstadt insgesamt sehr gut aufgestellt sei, denn viele Wünsche aus dem vergangenen Plan seien erfüllt worden.

So habe sich der Personalstand von 54 auf 79 erhöht. Auch die Zahl der Melder sei deutlich nach oben gegangen.

Darüber hinaus gebe es inzwischen mehr Atemschutzgeräteträger und auch die Anzahl der Inhaber der Führerscheinklasse C sei nach oben geklettert. Hervorzuheben sei weiterhin der Umstand, dass es bei den Leistungsabzeichen einen Sprung nach vorn gegeben habe, führte der Kommandant weiter aus, sowohl Unterbringung als auch technische Ausstattung seien deutlich verbessert worden.

Mehr Alarmierungen

Das Ganze sei auch deswegen erforderlich gewesen, „weil bei der Feuerwehr Assamstadt die Zahl der Alarmierungen deutlich nach oben gegangen ist. In dieser Hinsicht sei man aber gut gewappnet, meinte Markus Winker, da der Erreichungsgrad an Werktagen 91 Prozent betrage.

Bliebe noch das Thema Ersatzbeschaffung für das mittlerweile 35 Jahre alte Löschfahrzeug 8/8. Selbiges entspreche nicht mehr dem Stand der Technik, vor allem was die Beladung und die Sicherheitssysteme angehe. Zudem sei unklar, wie lange es noch einsatzfähig sei. Er sehe zeitnah „dringenden Handlungsbedarf“.

Für größere Einsätze

Des Weiteren plädiere er für die zusätzliche Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens. Dieser wäre besonders bei größeren Einsätzen, für die Fahrten zu Aus- und Fortbildungen sowie für die Nachwuchsarbeit sinnvoll.

Jochen Hügel lobte die örtliche Wehr für ihren Einsatz. „Sie ist jetzt viel besser in Schuss als noch vor vier Jahren.“ Er stehe voll hinter dem Bedarfsplan, für ihn komme er aber zu früh, schließlich gebe es in Kürze ein neues Gremium. Die Feuerwehr mache einen guten Job, meinte Andre Haun. Doch auch er vertrat die Auffassung, dass sich der neue Rat mit der Thematik befassen solle. Und auch Dieter Scherer schloss sich seinen Vorrednern an: „Wir stehen nicht unter Zugzwang!“, damit könnte sich das neue Gremium befassen.

Uwe Freudenberger argumentierte hingegen, dass in dem Bedarfsplan „keine Wünsche stehen“. Auch der neugewählte Gemeinderat werde mit diesen Fakten konfrontiert.

Bald Gedanken machen

Und Schultes Joachim Döffinger meinte zu guter Letzt, dass sich gerade beim Fuhrpark etwas tun sollte: „Hier sollten wir uns irgendwann ernsthaft Gedanken machen. Denn teilweise fahren die Aktiven im privaten Pkw zu den Einsätzen.“