Bad Mergentheim

Jugendgemeinderat tagte Reges Interesse / Viele Besucher

2500 Euro an Vereine verteilt

Bad Mergentheim.Die Verteilung von Fördergeldern stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Jugendgemeinderats (JGR). Oberbürgermeister Udo Glatthaar leitete die Beratungen mit den 14 jugendlichen Ratsmitgliedern. Zudem fanden sich weitere 19 Besucher im Saal ein.

Grund für den regen Zulauf war der Tagesordnungspunkt "Städtisches Förderprogramm für Jugendprojekte in Bad Mergentheim". Hierbei stehen dem Jugendgemeinderat 2500 Euro zur Verfügung, die an verschiedene Jugendprojekte im Stadtgebiet verteilt werden sollen. Insgesamt zwölf Vereine mit Vertretern stellten sich und ihre Projekte vor und mussten sich den Fragen stellen. Es wurden Förderungen zwischen 100 und 4945 Euro beantragt.

In einer nicht-öffentlichen Runde besprach der JGR, welche Projekte Gelder erhalten. Am Ende hieß es, dass sich jeder Antragsteller über mindestens 100 bis maximal 300 Euro freuen darf. Zuschüsse erhalten: die Evangelische Jungschar Herbsthausen, die Freiwillige Feuerwehr Löffelstelzen, der Förderverein der Grundschule Edelfingen, die Blaskapelle Löffelstelzen, die Tauberhüpfer der Naturschutzgruppe, die Powergirls Dainbach, die SG-Handballer, der Sportverein Edelfingen, der TSV Markelsheim, die TV-Volleyballer, die TV-Turner und der VfB Bad Mergentheim.

Neben dem Förderprogramm für Jugendprojekte standen natürlich weitere Themen auf der Tagesordnung. Unter dem Punkt "Aktionen und Veranstaltungen des Jugendgemeinderats" planten die Jugendlichen eine Solidaritätsaktion in der Kurstadt. Am 18. November soll in Bad Mergentheim die bundesweite Veranstaltung der Caritas International "Eine Million Sterne" stattfinden. Hierbei soll der Marktplatz in ein Lichtermeer aus Kerzen und Teelichtern verwandelt werden. Ziel des Ganzen ist es, ein Miteinander zwischen Geflüchteten und Einheimischen zu schaffen und so ein Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen. Die Mitglieder des Jugendrats planten dabei die Gestaltung der Aktion und die Materialbeschaffung.

Danach durften die 14 Mitglieder noch Anfragen und Anregungen in Richtung OB Glatthaar äußern. Hier wurde unter anderem die Parkplatzsituation an der Berufsschule in der Seegartenstraße kritisch dargestellt. An den Parkplätzen sei solch ein Gedränge, dass häufig sogar Autos abgeschleppt werden, beschwerten sich einige Jugendräte.

"Was ist denn nun mit dem ehemaligen Kaufland-Parkhaus?" fragte ein Mitglied. Der Oberbürgermeister verwies hierbei auf Kosten in Höhe von einer Viertel Million Euro für ein bis zwei Jahre, damit Schüler dort parken dürfen. In Planung stehe wohl auch erneut der Bau eines Parkhauses, welches aber aus "Kostengründen wahrscheinlich wieder abgelehnt wird", so Glatthaar. Als alternative Parkmöglichkeit verwies das Stadtoberhaupt auf eine Parkfläche am Stadtwerk in der Max-Planck-Straße. So könne man, wenn man ein paar Minuten früher von zu Hause losfährt, dort parken und zur Schule laufen.

Ebenso kritisch wurde die Situation an den Beachvolleyballplätzen des Deutschorden-Gymnasiums (DOG) betrachtet. Bedingt durch die Bauarbeiten am DOG für eine neue Sporthalle sind die Beachvolleyballplätze gesperrt. "Uns wurde versichert, der Sand aus beiden Plätzen werde herausgenommen um eine Verschmutzung dessen zu vermeiden, jedoch ist in einem noch der Sand enthalten", sagte ein JGR-Mitglied in kritischem Ton. Daraufhin versicherte der Oberbürgermeister, dieser Sache wird sich angenommen und es kommt zu einer Lösung des Problems. siko