Bad Mergentheim

Repräsentative Leserumfrage der Fränkischen Nachrichten und der Tauber-Zeitung Auswertung liegt vor / Renommiertes Institut beauftragt / Interessante Antworten auf viele Fragen

75 Prozent sehen ihre Tageszeitung als „Informationsquelle Nummer 1“

Was tun Lokaljournalisten jeden Tag? Genau, Fragen stellen – an Politiker, Wirtschaftsvertreter, Kulturschaffende, Schulleiter, Vereine, Organisationen, Behörden, etc. – und berichten. Und welche Frage beschäftigt sie am meisten? Was eigentlich Ihre Leser denken. . .

So geht es auch täglich dem Team der Lokalredaktion Bad Mergentheim. Gut, dass eine repräsentative Umfrage unter den Lesern der Tauber-Zeitung und der Fränkischen Nachrichten, die seit zweieinhalb Jahren jeden Morgen eine zu 99 Prozent identische Tageszeitung in ihrem Briefkasten finden, nun Antworten liefert, wie die Leser denken.

Überaus erfreulich ist dabei die Tatsache, dass durchweg gute, teilweise sogar sehr gute Werte für die Arbeit der Redaktion, aber genauso auch der Anzeigenabteilung, des Kundenforums und des Reisebüros ermittelt wurden. Kritik gibt es auch und soll nach Mitteilung der Geschäftsführung und Chefredaktion des Medienhauses Ansporn sein, noch besser zu werden.

Unabhängige Experten am Werk

Mit der Befragung der Leser wurde ein unabhängiges und renommiertes Unternehmen, die GfK Media GmbH in Nürnberg, beauftragt. Hierzu wurde aus der Summe aller Abonnenten im südlichen Teil des Main-Tauber-Kreises und dessen Nachbarschaft – und das sind immerhin über 8200 Vollabonnenten-Stand August 2017 – eine repräsentative Haushaltsstichprobe gezogen und in den Abonnentenhaushalten die Hauptnutzer der FN beziehungsweise TZ befragt. In der Zeit vom 14. bis 24. August 2017 wurden insgesamt 250 Interviews – jeweils 125 mit Lesern der FN und der TZ – geführt. Die Befragungen wurden von Interviewern des GfK-Telefonstudios in Frankfurt am Main vorgenommen und dauerten im Durchschnitt elf Minuten und 40 Sekunden.

Ergänzt wurden die Telefoninterviews durch eine schriftliche Umfrage, die im September in der Tageszeitung allen Lesern zur Teilnahme angeboten wurde. Hier meldeten sich noch einmal 95 FN-Leser und 50 TZ-Leser zu Wort und teilten ihre Meinung mit.

Rund 40 Prozent der befragten FN/TZ-Leser gaben gegenüber der GfK als ihren Wohnort Bad Mergentheim an. Jeder zweite Abonnent lebt laut Studie in den Städten und Gemeinden Igersheim, Weikersheim, Niederstetten und Creglingen. Weitere Leser nennen die Kommunen drumherum ihr Zuhause: Lauda-Königshofen, Boxberg, Assamstadt, Dörzbach, Mulfingen, Röttingen, Bieberehren sowie weitere Orte des Umlandes.

Große Treue

Von einer großen Treue der Leserschaft kann sowohl bei der Tauber-Zeitung als auch bei den Fränkischen Nachrichten gesprochen werden. Die Dauer des Abos beträgt im Mittel bei den FN 25,37 Jahre, bei der TZ gar 28,65 Jahre!

Etwa jeder zweite Leser gibt an, in einem Zwei-Personen-Haushalt zu leben, jeder Fünfte nennt gar vier Personen als Haushaltsgröße, 16 Prozent sind Ein-Personen-Haushalte. Familien und Paare interessieren sich also besonders stark für die Tageszeitung. So erklärt sich auch die tägliche Reichweite der Fränkischen Nachrichten und der Tauber-Zeitung: Im Schnitt wird die FN von 2,86 Lesern gelesen, die TZ von 2,72 Lesern. Mindestens 23 000 Menschen im Verbreitungsgebiet von FN/TZ Bad Mergentheim sind also jeden Tag über die Ereignisse und Entwicklungen, Neues und Interessantes informiert. Und über 76 000 Leser sind es im gesamten Verbreitungsgebiet.

Erfreulich hoch, so die Verantwortlichen des Medienhauses, wird auch die Lesedauer pro Ausgabe angegeben und damit eine starke Nutzungsfrequenz der Zeitung belegt. Die Lesedauer liegt im Mittel bei den FN bei 37,3 Minuten, bei der TZ bei 35,87 Minuten. Angemerkt sei hierzu, dass die Lesedauer mit einem zunehmenden Alter steigt. Auch die Bindungsstärke zur Tageszeitung wächst mit dem Lebensalter der Leser ergab die repräsentative Umfrage.

57 Prozent der FN-Abonnenten sind mit ihrer Tageszeitung insgesamt „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“. Wesentlich kritischer äußern sich 18 Prozent, die „unzufrieden“ bis „sehr unzufrieden“ angeben. 52 Prozent der TZ-Abonnenten sind alles zusammen genommen „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“; 17 Prozent „unzufrieden“ bis „sehr unzufrieden“. Dabei gibt es klare Unterschiede, wenn man beispielsweise in die Ressorts der Redaktion hineinschaut. Differenziert betrachtet werden ebenso die anderen Arbeitsbereiche und Abteilungen der Tageszeitung.

Die Redaktion

Schauen wir zunächst in den Zuständigkeitsbereich der Redaktion: „Bad Mergentheim steht im Mittelpunkt der Berichterstattung in FN/TZ?“ lautete die Frage. Darauf antworteten 70 Prozent der FN-Leser „trifft voll und ganz zu“ und „trifft überwiegend zu“. Stimmt gar nicht, sagten drei Prozent. „Trifft weniger zu“ meinten 26 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den TZ-Lesern. 68 Prozent stimmen überwiegend oder voll und ganz zu, 26 Prozent weniger und fünf Prozent gar nicht.

Dass die Fränkischen Nachrichten und die Tauber-Zeitung als Heimatzeitung erkannt und geschätzt werden, belegen weitere Zahlen. Weitet man die Fragestellung auf den Main-Tauber-Kreis insgesamt und die Nachbarregionen aus und möchte man wissen, wie gut sich die Leser über dieses Gebiet informiert fühlen, dann geben sogar 79 Prozent der FN- und 78 Prozent der TZ-Leser „gut“ bis „sehr gut“ an. Nur jeweils zwei Prozent erklären: Das „trifft gar nicht zu“.

Qualität im Fokus

Rücken wir die Qualität der Berichterstattung in den Fokus. Im Bereich Politik sind sich TZ- und FN-Leser absolut einig: 81 Prozent sagen, dass die Qualität der Berichterstattung überwiegend oder gar „voll und ganz“ den eigenen Vorstellungen entspricht. Nur ganz knapp darunter liegen die Werte für Berichte aus der Region und der jeweiligen Stadt der befragten Leser. Zwei Drittel sind mit der Berichterstattung aus Hohenlohe-Franken zufrieden und 66 Prozent der FN-Leser auch mit dem Lokalsport. Bei den TZ-Abonnenten geben lediglich 55 Prozent in letzterem Bereich an „überwiegend“ oder „voll und ganz“ zufrieden zu sein. Kritik wird hier am stärksten geübt.

Der Wunsch nach umfangreicher Lokalberichterstattung wird durch die Umfrage mehr als deutlich.

Den Umfang der Berichte beurteilen die Befragten mit großer Mehrheit als „genau richtig“ oder wünschen sich gar im Bereich der jeweiligen Kommunen noch mehr. Einzig beim Lokalsport sagt ein Viertel der Leser, dass dieser „knapper“ berichtet werden sollte.

Die Anzeigen und der Vertrieb

Schauen wir in den Bereich der bezahlten Anzeigen. Sonderveröffentlichungen, die in der Zeitungssprache auch Kollektive genannt werden, über lokale Firmen (zum Beispiel Jubiläum, Neueröffnung, Umbau, etc.) „liefern interessante Informationen“, sagen 68 Prozent der FN- und 74 Prozent der TZ-Leser.

91 Prozent der FN-Leser empfinden Werbung in der Tageszeitung als „nicht störend“, 90 Prozent sind bei der TZ dieser Ansicht.

Drei Viertel der Befragten stören sich zudem überhaupt nicht an Prospektbeilagen in ihrer Tageszeitung und empfinden diese eher als nützlich.

Mit der Zeitung gut informiert fühlen sich 90 Prozent der FN-Leser und 89 Prozent bei der TZ. Über 75 Prozent sprechen sogar bei FN und TZ von „ihrer Informationsquelle Nummer 1“.

Dass die gedruckte Tageszeitung bis 6.30 Uhr zugestellt werde, bestätigen bei der FN 84 Prozent, bei der TZ 92 Prozent. Schnee und Eis, Unfälle, kurzfristige Krankheitsausfälle und viel mehr können Auswirkungen auf den Vertrieb haben, sollen es aber nicht. Hunderte Zeitungsausträger sowie das Team aus Vertriebsinspektoren, Transporteuren, Service- und Organisationskräften sind jeden Tag im Einsatz, damit die Zeitung pünktlich im Briefkasten landet.

Die telefonische Erreichbarkeit des „Abo-Service“ beurteilen acht Prozent bei den FN-Lesern als „ausreichend“ oder „mangelhaft“; nur vier Prozent auf TZ-Seite.

Das Kundenforum in der Kapuzinerstraße 4 in Bad Mergentheim ist jeden Tag ab 9 Uhr geöffnet (Telefon 07931 / 547-0). 62 Prozent der Leser haben hier schon (Klein-)Anzeigen aufgegeben, 45 Prozent schon Tickets für Veranstaltungen gekauft, 39 Prozent die Unterbrechung des Abos aufgrund von Urlaub beantragt und 32 Prozent etwas reklamiert. Jeder Zweite stuft die Erreichbarkeit des Kundenforums als „gut“ bis „sehr gut“ ein. Sechs (auf TZ-Seite) beziehungsweise vier Prozent (FN) sprechen dagegen von „ausreichend“ oder „mangelhaft“.

Mehr als jeder Fünfte der Umfrageteilnehmer besitzt eine „FN-Card Premium“. 83 Prozent der FN-Leser sind damit „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“, so der Marketingleiter des Medienhauses Michael Wünsch, jedoch nur 62 Prozent geben dies bei der TZ an. Ein Grund dafür könnte sein, dass die frühere TZ-Abo-Card kostenfrei war.

Das Reisebüro

Urlaub buchen über das FN-Reisebüro – das können 97 Prozent der TZ-Leser, die es bereits gemacht haben, „vielleicht“ bis „bestimmt“ weiterempfehlen. 88 Prozent der FN-Kunden äußern sich genauso. Jeder dritte FN-Leser hat auch schon das Reisebüro für sich entdeckt, ebenso jeder vierte TZ-Leser.

Die hohe Weiterempfehlungsquote freut das FN-Reisen-Team Bad Mergentheim und den Leiter der Reisebüros, Michael Wünsch, besonders. Wünsch beschäftigt sich unter anderem auch mit den digitalen Angeboten der Zeitung. Die Zahl der Digitalabos steigt. Mit verschiedenen Plattformen (www.fnweb.de) und (Video-)Kanälen sind auch die Fränkischen Nachrichten und damit die Tauber-Zeitung im Netz vertreten. Deren Bekanntheitsgrad soll weiter ausgebaut werden.

Der Zusammenschluss

Wirtschaftliche Gründe führten im Mai 2015 zum Zusammenschluss von Tauber-Zeitung und Fränkischen Nachrichten. In ganz Deutschland befindet sich die Medienlandschaft im Umbruch. Zeitungen mit kleinen Auflagen fusionieren mit größeren Verlagen oder verschwinden gänzlich von der Bildfläche.

In der Lokalredaktion Bad Mergentheim tun nun Redakteure von FN und früherer TZ gemeinsam Dienst, um die Leser über die Ereignisse im Altkreis Mergentheim und darüber hinaus, zwischen Edelfingen und Rothenburg, zwischen Simmringen und Mulfingen, Aub und Dörzbach auf dem Laufenden zu halten, unterstützt von den Redaktionskollegen in Tauberbischofsheim, Wertheim, Buchen und der Mantelredaktion in Mannheim.

Ein neues Gesicht

Ein neues Gesicht erhält nun ab dem 2. Januar 2018 die fortan zu 100 Prozent identische Lokalausgabe von Fränkischen Nachrichten und Tauber-Zeitung im Bereich Bad Mergentheim.

Aber nicht nur hier, sondern auch in der Kreisstadt Tauberbischofsheim, am Zusammenfluss von Main und Tauber in Wertheim sowie in der Fastnachtshochburg Buchen werden sich die Titelseiten ändern, während sich um den kritischen Inhalt und die Antworten auf viele Fragen nach wie vor die selben Redakteure kümmern.

Die Überarbeitung des Zeitungstitels hat zur Folge, dass die FN/TZ Bad Mergentheim künftig in einem Druckdurchgang in Mannheim gemeinsam hergestellt werden. Laut Umfrage stört die geplante Titelschriftzugänderung 90 Prozent der FN-Leser und 84 Prozent der TZ-Leser nicht. Zehn Prozent (FN) und 16 Prozent (TZ) finden es „weniger“ bis „gar nicht“ gut.

Deutschland – Zeitungsland

Deutschland war immer schon ein Zeitungsland: Wussten Sie, dass die älteste Tageszeitung der Welt in Leipzig auf den Markt kam. 1650 brachte der Drucker und Verleger Timotheus Ritzsch erstmals sein „Einkommende Zeitungen“ genanntes Blatt heraus, das an sechs Tagen, zeitweilig sogar sieben Mal in der Woche erschien.

Viel hat sich seither verändert und die Entwicklung schreitet bedingt auch durch das Internet weiter voran.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) stellt jedoch bundesweit auch für 2017/18 fest: „Leser mögen ihre Zeitung. Fragt man sie nach den wichtigsten Eigenschaften ihres lokalen oder regionalen Blattes, erzielen Begriffe wie Glaubwürdigkeit und Objektivität Traumquoten von über 90 Prozent.“ Sogar 96 Prozent der Leser würden die Zeitung in ihrer Region als „eine feste Größe“ bezeichnen.

„Auch Jugendliche – selbst wenn sie keine Zeitung lesen – sprechen der Tageszeitung im Vergleich unterschiedlicher Medien die größte Glaubwürdigkeit zu“, schreibt der Verband auf seiner Internetseite.

In der aktuellen BDZV-Broschüre „Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten“ heißt es: „Die Deutschen können auswählen zwischen 327 verschiedenen Titeln mit einer verkauften Auflage von gut 15 Millionen Exemplaren, mehr als 690 Zeitungswebsites und gut 600 Zeitungs-Apps. Deutschland ist der größte Zeitungsmarkt Europas und der fünftgrößte der Welt.“

Grafiken: Active Art one