Bad Mergentheim

Caritas-Krankenhaus Hilfen für Patienten im Mittelpunkt eines Infotages am Samstag, 13. Juli

Alltag mit Parkinson besser bewältigen

Bad Mergentheim.Blasenstörungen, Fahrtauglichkeit und medikamentöse Therapie sind Schwerpunkte am Samstag, 13. Juli, bei einem Patiententag im Caritas-Krankenhaus. Ärzte und Therapeuten beantworten Fragen der Besucher.

Rund 400 000 Menschen in Deutschland leiden an Parkinson. Diese chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems zeigt sich vor allem durch die typischen Symptome wie Zittern, verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln und verminderte Mimik. Sie kann aber auch weitere Körperfunktionen beeinflussen. Nach der großen Resonanz im vergangenen Jahr bietet das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim am Samstag, 13. Juli, von 10 bis 14.30 Uhr zum zweiten Mal einen Patiententag zum Thema „Parkinson“ an.

Erfahrene Fachärzte informieren unter anderem über die Themen Blasenstörungen und Fahrtauglichkeit bei Parkinson. Außerdem steht das Thema medikamentöse Parkinson-Therapie auf dem Programm. Therapeuten geben daneben viele praktische Tipps, um den Alltag mit Parkinson besser bewältigen zu können.

„Viele Betroffene leiden als Folge ihrer Parkinson-Erkrankung an Blasenfunktionsstörungen, wie zum Beispiel häufiger und starker Harndrang, Probleme beim Entleeren der Blase und gelegentlich auch ungewollter Urinabgang. Für viele ist das noch immer ein Tabuthema“, erläutert Privatdozent Dr. Mathias Buttmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Caritas-Krankenhaus. „Beim Parkinson-Tag wird das einer der Schwerpunkte sein, über die wir informieren.“ Der Facharzt für Urologie Dr. David Brix wird in seinem Vortrag über „Blasenstörungen bei Parkinson“ die verschiedenen Therapiemöglichkeiten ausführlich vorstellen.

Kann ich mit Parkinson noch uneingeschränkt Auto fahren oder muss ich meinen Führerschein abgeben? Diese Frage beschäftigt ebenfalls viele Betroffene. Welche Kriterien es bei der Beurteilung der Fahrtauglichkeit gibt, erläutert der Neurologe Dr. Herbert Hock in seinem Vortrag. Außerdem informiert die Oberärztin der Neurologie im Caritas-Krankenhaus Barbara Schweigert über Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung von Parkinson. „Hier gibt verschiedene wirksame Therapien, die Symptome der Parkinson-Erkrankung zu lindern“, betont die erfahrene Fachärztin für Neurologie. Eine wichtige Rolle bei der Behandlung spielt die Unterstützung durch Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logotherapeuten.

Beim Patiententag demonstrieren in der Parkinson-Behandlung erfahrene Therapeuten aus der Logopädie, Physio- und Ergotherapie des Caritas-Krankenhauses praktische Übungen, um den Alltag mit Parkinson besser bewältigen zu können. Pflegekräfte geben alltagsnahe Tipps und Hilfen für Betroffene und deren Angehörige.

Der Pflegestützpunkt Main-Tauber-Kreis informiert außerdem über weitere Ansprechpartner und Adressen, die Unterstützung für Betroffene anbieten. Sanitätshäuser präsentieren den Besuchern Hilfen für den Alltag. Tamara Roth und Barbara Dezini-Kehl stehen als Ansprechpartnerinnen der Selbsthilfegruppen bereit und berichten über ihre Arbeit.

Viel Zeit ist für die Fragen der Besucher eingeplant: Alle Referenten, Therapeuten und Pflegekräfte stehen in der Pause und noch einmal nach Abschluss der Vorträge für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt zum Patiententag ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Parken ist an diesem Tag kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter ww.ckbm.de.

Das Programm im Überblick: 10 Uhr Begrüßung, Privat-Dozent Dr. Mathias Buttmann; 10.10 Uhr Blasenstörungen bei Parkinson, Dr. David Brix; 10.50 Uhr „Neues aus der Selbsthilfe“, Tamara Roth und Barbara Dezini-Kehl; 11.05 Uhr Fahrtauglichkeit bei Parkinson, Dr. Herbert Hock; 11.25 Uhr „Der Pflegestützpunkt Main-Tauber-Kreis stellt sich vor“, Monika Schwenkert; 11.30 Uhr Pause mit Möglichkeit zum Besuch der Infostände; 12.30 Uhr „Medikamentöse Parkinson-Therapie: Was ist wichtig zu wissen?“, Barbara Schweigert; 13.20 Uhr Offene Fragerunde, Ärzte des Caritas und niedergelassene Neurologen beantworten Fragen; 14.30 Uhr Ende der Veranstaltung. ckbm