Bad Mergentheim

Zur Absage aus Stuttgart Thema Landesgartenschau / Jetzt melden sich auch die Freien Wähler zu Wort

„Aufwand hätte man sich sparen können“

Bad Mergentheim.Was denken die Fraktionen im Gemeinderat über die Absage aus Stuttgart und die Aussagen von Minister Hauk (wir berichteten gestern bereits)? Wie soll es jetzt in Bad Mergentheim weitergehen?

Dazu melden sich jetzt auch die Freien Wähler zu Wort. Fraktionssprecher Jochen Flasbeck teilt mit: „Bereits zu Zeiten von Oberbürgermeister Barth waren die Freien Wähler – aus Kostengründen – gegen eine Landesgartenschau-Bewerbung.

Der damalige Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat die Freien Wähler jedoch darüber aufgeklärt, dass das Land (das Regierungspräsidium) viele Straßen- und Brückenarbeiten um Bad Mergentheim herum veranlassen müsse, wenn Bad Mergentheim die Ausrichtung einer Landesgartenschau zugesprochen würde. Der ’Nutzen’ eines solchen Zuschlags gehe weit über das hinaus, was unserer Kommune an Kosten entsteht. Dementsprechend haben wir Freie Wähler uns auch bei dieser zweiten Bewerbung ruhig verhalten. An der finanziellen Situation der Stadt hat sich – verglichen zu damals – aber nichts geändert.

Die zitierten ’politischen Gründe’ finden die Freien Wähler nicht unbedingt gut, aber nachvollziehbar.“ Ärgerlich sei nur, so Flasbeck, dass während des Höhepunkts der Flüchtlingswelle 2015/16 die Landes-Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen in Betrieb ging, aber Bad Mergentheim noch weit entfernt war von kostenintensiven Bewerbungsvorbereitungen für eine Landesgartenschau. „Wenn wir als Stadträte gewusst hätten, dass politische Gründe den Ausschlag geben, hätten wir uns den Aufwand sparen können“, so Flasbeck.

Zu den vielen Bürger-Ideen in Bad Mergentheim meint Flasbeck noch: „Wir, Stadtverwaltung und Fraktionen, sind bereits vergangene Woche zusammengesessen, um bezahlbare und zukunftsweisende Veränderungen zu diskutieren. Sicher ist die Bewerbung für die Ausrichtung der Landesgartenschau ein Nährboden für die zukünftige Stadtentwicklung. Die finanziellen Aufwendungen und die hineingesteckte Manpower sind also nicht vergebens gewesen.“