Bad Mergentheim

Naturschützer Wegen großer Nachfrage nochmals Nisthilfenverkauf im Umweltzentrum am kommenden Samstag, 9. März / Rudi Meinikheim gibt allen Interessierten Tipps

Ausreichend Wohnraum für Vögel und Insekten schaffen

Archivartikel

BAd Mergentheim.Die Naturschutzgruppe Taubergrund bietet am kommenden Samstag, 9. März im Umweltzentrum im Schlosspark am Fußgängerüberweg über die Bahngleise in der Zeit von 14 bis 17 Uhr Nisthilfen aller Art und Beratung durch Rudi Meinikheim an.

Nistkästen aus Holzbeton zeichnen sich durch lange Lebensdauer aus, aber auch Nistkästen aus Holz können viele Jahre Vogelfamilien eine angenehme Behausung bieten. Die Naturschutzgruppe gibt für das Aufhängen der Nisthöhlen Empfehlungen: auf umzäunten Grundstücken ist es ideal, wenn die Nisthilfen in Augenhöhe hängen, denn dann können sie leicht ohne Steighilfe gereinigt und kontrolliert werden. An ungeschützten Standorten werden die Nisthilfen in 2,8 bis 3,5 Meter Höhe angebracht. Wer Eulen oder Hohltauben eine Heimstatt bieten will, wählt eine Höhe von vier bis sechs Meter.

Meisenehepaare wollen die Einstreu der Nisthilfe selbst besorgen. Weil in unserer Gegend der Wind zu 80 Prozent aus westlicher Richtung bläst, sollte des Flugloch nach Südosten geöffnet sein. Wird ein windgeschützter Standort gewählt, ist dies weniger wichtig. Wie viele gefiederte Mitbürger sollen beherbergt werden? Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. Fehlen in den Nachbargärten Nisthilfen, dann kann an jedem zweiten Baum eine Wohnstätte geschaffen werden. Um möglichst viele unterschiedliche Vogelarten anzulocken ist es notwendig Nisthöhlen mit verschiedenen Einflugweiten anzubieten. Werden ungefähr zwei Drittel der Nisthilfen zum Brüten angenommen, ist der richtige Deckungsgrad erreicht, denn ungefähr ein Drittel der Vogelappartements ist eine Zweitwohnung für Übernachtungsgäste oder Lager für Nahrung. Wegen der angespannten Wohnraumsituation in der versiegelten Landschaft werden Nisthilfen auch von nicht geladenen Gästen besiedelt. Hummeln, Wespen, verwilderte Bienen, Hornissen, Haselmäuse und Siebenschläfer spielen sich als Hausbesetzer auf, aber auch über diese Bewohner freut sich der Naturfreund. tze