Bad Mergentheim

Vortrag Prof. Dr. Eingartner erläutert Behandlungsmöglichkeiten

Bei Gelenkschmerzen operieren oder nicht?

Archivartikel

Bad Mergentheim.„Gelenkschmerzen – Operieren oder nicht?“, lautet der Titel eines Vortrags im Rahmen der Reihe „Aktuelles aus der Medizin“. Prof. Dr. Eingartner erläutert die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und steht für Fragen zur Verfügung.

Unsere Gelenke sind im Laufe des Lebens vielen Belastungen ausgesetzt, die zu Verschleißerscheinungen führen können. Die Folgen sind meist Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an Knie, Hüfte, Schulter oder den Händen.

Das Laufen und Treppensteigen schmerzt, Bewegungen über Kopf fallen immer schwerer und Fußball, Tennis oder andere Sportarten gehen bei vielen Betroffenen gar nicht mehr. Oft sind die Alltagskompetenz und die Lebensqualität der Patienten stark eingeschränkt.

In seinem Vortrag „Gelenkschmerzen – Operieren oder nicht?“ am Dienstag, 2. Oktober, stellt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, Prof. Dr. Christoph Eingartner, die unterschiedlichen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkschmerzen vor.

„Es gibt keine 08/15-Standard-Behandlung bei Gelenkerkrankungen“, betont Eingartner, der auch in diesem Jahr wieder in der Ärzteliste des Magazins „Focus“ für die Therapie von Knie- und Hüftgelenken empfohlen wird.

„Deshalb steht eine gründliche Diagnose am Anfang. Die Therapie hängt von verschiedenen individuellen Kriterien ab, dazu gehören etwa das Alter des Patienten, dessen Lebensumstände, also ob der Betroffene z.B. eine körperlich anstrengende Berufstätigkeit ausübt, als Leistungssportler aktiv ist oder als Rentner seine täglichen Besorgungen erledigen will. Und natürlich ist die Art der Behandlung abhängig vom Stadium der Verschleißerkrankung.“

In seinem Vortrag geht Prof. Dr. Eingartner auf die verschiedenen Therapieangebote ein und nennt die Vor- und Nachteile. „Bei geringer ausgeprägten Veränderungen können z. B. konservative Maßnahmen wie Schuhranderhöhung, Physikalische Therapie oder die Einnahme von Schmerzmitteln ausreichend sein.“

Er geht außerdem auf die Frage ein, ab welchem Zeitpunkt eine Operation oder ein künstliches Gelenk sinnvoll sein können und stellt die verschiedenen OP-Methoden vor. Er verweist außerdem auf die Risiken solcher Eingriffe, zeigt aber auch auf, welche Qualitätsmaßnahmen in den Krankenhäusern heute ergriffen werden, um diese Risiken zu vermindern. Im Anschluss an seinen Vortrag steht er für Fragen der Besucher zur Verfügung.

Der Vortrag „Gelenkschmerzen - Operieren oder nicht?“ aus der Reihe „Aktuelles aus der Medizin“ beginnt am Dienstag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr im Kleinen Kursaal.

Der Eintritt ist für Inhaber der Kur- und Gästekarte frei. Die Moderation übernimmt ein Mitglied vom Verein für Gesundheitsbildung „Bad Mergentheimer Modell“ in Vertretung von Heinz-Joachim Kuper, Allgemeinmediziner und Vorsitzender des Vereins.