Bad Mergentheim

Landwirtschaft Markelsheimerin Conny Lehr erneut nominiert für den CeresAward

Bei ihr laufen alle Fäden zusammen

Archivartikel

Markelsheim.Conny Lehr aus Markelsheim gehört zu den 30 besten Landwirten Deutschlands: Sie hat sich, wie schon im Vorjahr, wieder für den CeresAward, den bedeutendsten Preis für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, qualifiziert und wird nun von den Juroren auf ihrem Hof besucht und beurteilt. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Landwirtschaftsverlags (dlv) hervor. Am 18. Oktober hat Conny Lehr demnach in Berlin die Chance, als Siegerin der Kategorie „Manager“ oder sogar mit dem Titel „Landwirtin des Jahres“ ausgezeichnet zu werden.

2017 hatte sie es in der Sparte „Unternehmer“ unter die Top 3 geschafft (wir berichteten). Der Jakobshof im Bad Mergentheimer Stadtteil habe einiges zu bieten, heißt es in einer Pressemitteilung des dlv: Übernachten in einem Weinfass, Rundfahrten und Führungen in Weinbergen, sowie viel Wärme. Betriebsleiterin Conny Lehr managt zusammen mit ihrer Familie nicht nur Weinberge, Feriengäste, 120 ha Acker- und Grünland sowie die Beteiligung an einer Biogasanlage. Im Ackerbau und in den Weinbergen setzt die umtriebige Landwirtin auf umweltfreundliches Wirtschaften. Neueste Technik hilft ihr dabei. Wer denkt, die Bäuerin hat damit keine Zeit mehr für anderes, sieht sich getäuscht. Sie pflegt die Imagearbeit für ihren Berufsstand und findet den Mut, neue Projekte anzupacken. Im Betrieb laufen alle Fäden bei ihr zusammen. Sie macht die Musik – und das auch mit ihrem Akkordeon bei Rundfahrten über den Weinberg.

Seit fünf Jahren würdigt der Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem CeresAward Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und sich dabei ihrer Verantwortung für Mitmenschen, Tiere und Umwelt bewusst sind. Neben dem Gesamtsieger, dem Landwirt des Jahres, werden Sieger in zehn Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) gekürt – sie sollen die Vielfalt moderner Landwirtschaft widerspiegeln.

Vergeben wird der CeresAward nach einem zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren von „agrarheute“ sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriesponsors die Bewerbungen. Nur drei Bewerber je Kategorie werden ins Finale gewählt. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen.

Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10 000 Euro für ein Projekt, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Wer in den einzelnen Kategorien das Rennen macht und wer den Titel Landwirtin oder Landwirt des Jahres mit nach Hause nehmen darf, wird bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 18. Oktober im Kosmos in Berlin verkündet. Schirmherr des CeresAward ist Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV).