Bad Mergentheim

Roto Dach- und Solartechnologie GmbH Neue „Leistungsklasse“ / Interne Neuaufstellung / 50 Mitarbeiter in auswärtigen Niederlassungen betroffen

Der Innendienst kommt komplett in die Kurstadt

Archivartikel

Bad Mergentheim.„Die Kunden geben den Takt vor – und danach richten wir uns konsequent“, sagen die Verantwortlichen von Roto Dach- und Solartechnologie. Auf dieser Basis stelle man die Vertriebsorganisation in Deutschland neu auf.

Die damit verbundenen Maßnahmen führen letztlich zu einer „neuen Leistungsklasse“ im Service- und Auftragsabwicklungsbereich, erklären die Verantwortlichen des Dachfenster-Produzenten weiter. Außerdem werde dadurch der zentrale Standort Bad Mergentheim weiter gestärkt. Insgesamt trage der Schritt dazu bei, die positive Entwicklung des Unternehmens als Teil der Roto-Gruppe fortzusetzen.

Stephan Hettwer bringt das strategische Prinzip so auf den Punkt: „Um die erfolgreiche Partnerschaft mit Handel und Handwerk zu festigen und auszubauen, wollen und müssen wir permanent besser werden.“ Als Beispiele nennt der Direktor „Kunden und Märkte“ das gemeinsame Erschließen neuer Marktpotenziale und die stark von dem „Roto Q“-Portfolio geprägte Entwicklung zum Vollsortimenter im Dachfenster-Sektor. Die nachhaltige Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Roto erfolge jedenfalls nicht „über den Preis“. Stattdessen gehe es darum, sich noch professioneller um Kundenwünsche und -erwartungen zu kümmern.

Aus der Perspektive der Kunden seien produktbezogene Themen wie Montagefreundlichkeit, Qualität und Energieeffizienz natürlich nach wie vor von großer Relevanz. Roto schneidet hier in Befragungen „meist deutlich besser ab als die Wettbewerber“, betont Hettwer. Im Ranking der kaufentscheidenden Kriterien kräftig gestiegen seien darüber hinaus dienstleistungsorientierte Aspekte. Danach fordern die Kunden immer mehr einen guten Service, eine möglichst ständige Erreichbarkeit und eine hohe Geschwindigkeit bei der Bearbeitung und Erledigung von Anfragen. Für Handel und Handwerk müsse die Kooperation mit Roto „einfach und unkompliziert“ sein.

Die generellen Erkenntnisse stellen auch oder gerade die Vertriebsorganisation vor neue Herausforderungen, konstatiert Markus Röser. Nach Aussage des Geschäftsführers Roto Dach- und Solartechnologie war es deshalb zunächst erforderlich, die Ist-Situation zu analysieren. Sie weise unter anderem eine dezentrale Innendienst-Struktur mit sechs Niederlassungen in Deutschland auf. Sie sei historisch gewachsen und gehe auf die Jahrtausendwende beziehungsweise noch früher zurück. Dadurch hätten sich „fast zwangsläufig“ unterschiedliche, nur schwer steuerbare und damit für die Kunden oft zeitintensive Arbeitsabläufe ergeben.

Röser: „Wir müssen registrieren, dass diese Struktur an ihre Grenzen stößt und die nachhaltig veränderten und weiter wachsenden Kundenerwartungen nur noch bedingt erfüllen kann. Roto will Handel und Handwerk aber stets 100 Prozent Leistung bieten.“ Dafür stelle man jetzt die Weichen.

Um im Kundeninteresse effiziente Prozesse und Abläufe zu etablieren, werde die komplette Innendienst-Organisation an dem dadurch erneut gestärkten zentralen Firmensitz in Bad Mergentheim konzentriert. Zugleich sei geplant, die regionale und lokale Präsenz bei Handel und Handwerk zu erhöhen.

Die Fokussierung des Innendienstes bewirke in der Endkonsequenz die sukzessive Schließung der Niederlassungen bis Mitte 2019. Ein Abbau von Arbeitsplätzen ist laut Röser damit per saldo jedoch nicht verbunden. Eher sei das Gegenteil der Fall. Als mittelständisches Familienunternehmen bekenne sich Roto zu der Verantwortung, für die insgesamt rund 50 Mitarbeiter in den Niederlassungen „faire und individuell passende Lösungen“ zu finden. „Dafür machen wir den Beschäftigten unter Mitwirkung des Betriebsrates gezielte Angebote“, kündigt der Geschäftsführer an. Dazu gehöre die Möglichkeit, die Tätigkeit in Bad Mergentheim fortzusetzen oder eine andere offene Position bei dem Dachfenster-Produzenten zu übernehmen. ro