Bad Mergentheim

Fundsachen-Versteigerung der Stadtverwaltung Schmuck und Fahrräder im Angebot

Eigentümer wollen es oft nicht zurück

Bad Mergentheim.Die Stadt Bad Mergentheim versteigert wieder nicht abgeholte Fundsachen. Die Online-Auktion läuft ab Donnerstag, 17. Mai, 18 Uhr, für zehn Tage. Angeboten werden unter anderem Fahrräder sowie in Paketen zusammengefasst Schmuck, Mobiltelefone und Kleidung. Gut 150 Einzelposten kommen so zusammen.

Die Auktionen starten mit dem Höchstpreis, der in einem festen Takt rückwärts bis zum Mindestgebot läuft. Wer länger wartet, bekommt also eventuell einen niedrigeren Preis, riskiert aber auch, dass jemand anderes vor ihm den gewünschten Artikel ersteigert. Wie Matthias Kleinhans, stellvertretender Sachgebietsleiter im Ordnungsamt, schätzt, liegt der Startwert für alle Artikel zusammen zwischen 7000 und 8000 Euro. Am Ende werde für die Stadt wohl ein Drittel davon als Ertrag übrigbleiben.

Bereits seit 2008 organisiert die Stadt alle zwei Jahre Online-Versteigerungen zusammen mit einer Firma, die die Artikel fotografiert und ins Internet stellt. Der Ertrag ist laut Kleinhans etwa dreimal so hoch wie bei einer Versteigerung vor Ort. Kleinere Artikel werden direkt an die Ersteigerer verschickt. Nur Fahrräder und ein Motorroller müssen im Rathaus abgeholt werden. Viele der Fahrzeuge befinden sich in einem erstaunlich guten Zustand. Teils hat Kleinhans die Eigentümer ausfindig gemacht und sie angerufen. Oft bekam er jedoch die Antwort, dass kein Interesse mehr an den Gegenständen bestehe.

Bereits jetzt können die Fundsachen im Netz eingesehen werden. Zur Versteigerung stehen Dinge, die mindestens sechs Monate niemand abgeholt hat. Wer sein Eigentum bei der Auktion entdeckt, kann sich jedoch noch immer bei der Stadt melden. Sofern er einen Anspruch darauf nachweisen kann, bekommt er sein Eigentum dann wieder ausgehändigt. fhm