Bad Mergentheim

An der Bundesstraße 290 in Edelfingen Stadtverwaltung arbeitet bereits an einer Lösung / Neue Feldwege-Zufahrt geplant

Ein Pfosten verärgert Landwirte

Archivartikel

Ein einzelner Pfosten sorgt für Verärgerung bei mehreren Landwirten. Er blockiert seit wenigen Tagen die Zufahrt zu den Feldern am Rande von Edelfingen. Die Stadt arbeitet an einer Ersatz-Lösung.

Edelfingen. Den Aufbau des Pfostens auf dem Radweg neben der neuen Ampelkreuzung in Edelfingen hat die Stadtverwaltung Bad Mergentheim nach einer entsprechenden Aufforderung durch das Straßenbauamt des Landkreises veranlasst, bestätigt der städtische Pressesprecher Carsten Müller auf Anfrage unserer Zeitung.

Müller erklärt gemeinsam mit dem Sprecher des Landratsamts, Frank Mittnacht, zum Hintergrund Folgendes: „Die Ein- und Ausfahrt für den landwirtschaftlichen Verkehr würde ohne den Pfosten inmitten jenes Bereiches stattfinden, der durch die Ampelanlage geregelt wird – aber ohne dass diese Verkehrsteilnehmer entsprechende Ampel-Signale bekämen. Dies ist bei einem so genannten ’vollsignalisierten Knoten’ nicht zulässig, unter anderem weil der Fußgängerschutz nicht gewährleistet werden könnte. Letzterer hat einen hohen Stellenwert, insbesondere da die neue Ampelanlage auf der B 290 auch für blinde und sehbehinderte Menschen ausgelegt ist.“

Bei der Stadtverwaltung sind ebenso wie in der Redaktion kritische Rückmeldungen aus der Landwirtschaft eingegangen „und wir werden darauf reagieren“, verspricht Carsten Müller: „Konkret planen wir bereits, eine ganz neue Feldwege-Zufahrt zu schaffen, die von der Bundesstraße 290 abzweigt. Diese wird aus Richtung Kernstadt kommend ein Stück vor dem Ortseingang Edelfingen liegen.“ Das Straßenbauamt des Landratsamts ist hier bereits mit im Boot, bestätigt wiederum Frank Mittnacht.

Mit einer neuen Zufahrt zum Feld- und Radwegenetz dürfte sich die Situation entspannen, meinen die Behördensprecher, aktuell stellt sich die Lage vor Ort noch schwierig da: Fährt man von Edelfingen auf der B 290 Richtung Kurstadt dann kommt in der 70er-Zone, noch vor der gefährlichen Linkskurve, eine separate Zufahrt zum Radweg. Diese können auch Landwirte nutzen, aber es gibt eine große Schwierigkeit: Sie müssten dann wieder gut 100 Meter auf dem Radweg zurück Richtung Edelfingen fahren und kommen dann an eine Ecke bei der ein Feldweg und der Radweg spitz zusammenlaufen. Eine Umfahrung der mehr als 120-Grad-Kurve stellt für große Landmaschinen ein echtes Problem dar. Bei Anhängergespannen ist es laut Experten gar ein Ding der Unmöglichkeit, hier um die Kurve zu kommen.