Bad Mergentheim

Landwirtschaft Betriebsleiterin Cornelia Lehr aus Markelsheim ist erneut für den „Ceres Award“ nominiert

Eine der besten Landwirtinnen

Archivartikel

Cornelia Lehr gehört zu den besten Landwirten Deutschlands. Lehr qualifizierte sich erneut für den „Ceres Award“, den bedeutendsten Preis für Landwirte im gesamten deutschsprachigen Raum.

Markelsheim. Ob die Betriebsleiterin aus Markelsheim in diesem Jahr – im letzen Jahr wurde sie Dritte – den begehrten Titel „Landwirt des Jahres“ oder den Sieg in der Kategorie „Manager“ davontragen wird, verkündet die Jury im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am Donnerstag, 18. Oktober in Berlin.

Der Jakobshof in Bad Mergentheim hat einiges zu bieten: Übernachten in einem Weinfass, Rundfahrten und Führungen in Weinbergen. Die Betriebsleiterin Cornelia Lehr managt zusammen mit ihrer Familie nicht nur Weinberge, Feriengäste, 120 Hektar Acker- und Grünland sowie die Beteiligung an einer Biogasanlage.

Im Ackerbau und in den Weinbergen setzt die umtriebige Landwirtin auf umweltfreundliches Wirtschaften. Die neueste Technik hilft ihr dabei.

Wer denkt, die Bäuerin hat damit keine Zeit mehr für anderes, sieht sich getäuscht. So pflegt sie Imagearbeit für ihren Berufsstand und findet den Mut, neue Projekte anzupacken. Im Betrieb laufen alle Fäden bei ihr zusammen.

Sie macht die Musik – und das auch mit ihrem Akkordeon bei Weinbergsrundfahrten. „Wir haben eine Menge Mut in neue Projekte investiert – das war nicht immer einfach, hat sich aber gelohnt. Wir möchten allen Mut machen, sich für die Landwirtschaft stark zu machen, sich zu engagieren und der Landwirtschaft somit ein Gesicht zu geben!“ so Lehr.

Bereits zum fünften Mal würdigt „agrarheute“, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich, im feierlichen Rahmen Landwirtinnen und Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften.

Neben dem „Landwirt des Jahres“ werden Sieger in zehn Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) ausgelobt. Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10 000 Euro für ein Projekt, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ loben Branchenvertreter den „Ceres Award“, der für die Sieger nicht nur ein Ritterschlag ist, sondern aufgrund des enormen Medienechos auch die Reputation in der Heimatregion stärkt. So wuchs auch in diesem Jahr die Zahl der Bewerbungen erneut – mehr als 180 gingen bis zum Anmeldeschluss Ende März bei agrarheute ein. Vergeben wird der Ceres Award nach einem aufwändigen, zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren des Fachmagazins „agrarheute“ sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriesponsors die Bewerbungen. Drei Bewerber je Kategorie werden schließlich ins Finale gewählt.

Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft.

Der CeresAward wurde 2014 erstmals verliehen und von Branchenvertretern als „höchste landwirtschaftliche Auszeichnung“ eingestuft. Zahlreiche Fachorganisationen und Unternehmen unterstützen den Preis, der unter der Schirmherrschaft von Joachim Rukwied, Präsident des DBV Deutscher Bauernverband, steht.