Bad Mergentheim

Leserbrief Zum Taubertäler Klimagipfel im Kursaal (FN 17. Mai)

Eine falsche Energiepolitik auf dem Rücken der Bevölkerung

Es war schon eine imposante Werbeveranstaltung mit Landrat, Minister und Fernsehmoderator. Dennoch ändert sie nichts daran, dass die bundesdeutsche Energiewende gescheitert ist: Wir haben die höchsten Strompreise aller Industrieländer, wir sparen kein Gramm CO2 ein und das Ausland hält uns für „bekloppt“ (Sigmar Gabriel).

Wir haben es auch mit einem Betrug an der Masse der Bevölkerung zu tun. Die Kosten durch die EEG-Umlage sollten „ein Eis im Monat“ (Jürgen Trittin), also ca. zwölf Euro im Jahr betragen. Heute sind es knapp 500 Euro pro Person und Jahr, vom Baby bis zum Greis, vom Hartz IV-Empfänger bis zum Einkommensmillionär. Es sind etwa 50 Milliarden Euro die Jahr für Jahr den Bürgern, vor allem der breiten Masse aus der Tasche gezogen werden. Unter dem Strich wirkt dies wie eine Kürzung der Sozialausgaben um 25 Prozent.

Das Ganze nennt sich dann „Sozialstaat Deutschland“. Dass die für „soziale Gerechtigkeit“ kämpfenden Parteien sich daran nicht stören, ist Skandal genug. Mit diesen gigantischen Beträgen werden nutzlose und hässliche vogeltötende und gesundheitsschädliche Energiemonster gebaut. Deren einzige Funktion ist allein die Erwirtschaftung einer ordentlichen Rendite. Ein Finanzinformationsdienst: „Die Minizinsen treiben institutionelle Investoren in das Anlagesegment (Windkraft). Für große Versorger. . . ergeben sich sehr große, langfristige Rendite-Chancen“.

Dabei trägt die Photovoltaik und die Windenergie zusammen nur 3,5 Prozent am Gesamtenergieverbrauch bei. Die übrigen „erneuerbaren Energien“ sind alles andere als CO2-frei. Gekostet hat das bisher mindestens 200 Milliarden Euro und zusätzlich hat der Staat – zu Lasten der Verbraucher – weitere ca. 600 Milliarden Euro Verpflichtungen übernommen. Minister Altmaier schätzt alles zusammen auf etwa eine Billion Euro. Das Grundprinzip jeder staatlichen Finanzierung „starke Schultern tragen mehr als schwache“ wurde hier gröblichst verletzt. Aber anders würde die Energiewende nicht funktionieren.

Richtigerweise müsste die Einkommensteuer um 15 (!) Prozent erhöht werden, aber dann wäre eine Beteiligung an einem Windpark ein Nullsummenspiel. Die Rendite würde durch die höhere Einkommenssteuer aufgehoben. So aber finanziert die breite Masse die Renditen (wohlhabender) Investoren.

Bemäntelt wird dieser Finanzierungsskandal mit dem angeblichen menschengemachten Klimawandel. Dass sich Herr Plöger herablässt zu behaupten, dass 97 Prozent der Wissenschaftler diese Meinung vertreten, das überrascht dann doch. Es gibt diese Meinungsumfrage nicht. Herr Plöger unterschlägt, dass es eine Unzahl von Petitionen von Wissenschaftlern mit zehntausenden von Unterschriften gibt, darunter viele Nobelpreisträger. Von der Klimalobby werden diese Petitionen dann abgetan als „Wirtschaftslobbyismus, Wichtigtuerei oder Senilität“ – so ein Würzburger Klimaprofessor.

Schauen wir einmal über den Main-Tauber-Kreis hinaus: Der „Club of Rome“, der bewaffnete Arm der internationalen Klimaindustrie sagt unumwunden: „Auf der Suche nach einem neuen Feind, um uns zu einen, kam uns die Idee, dass Luftverschmutzung, die Bedrohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches das Richtige wäre“. Weder der Club of Rome, noch der Weltklimarat – niemand verweist auf einen physikalischen Beweis für den Zusammenhang zwischen CO2- und Klimawandel. Es ist nur eine „Idee“.

Der Club of Rome ist bekanntlich eine Gründung des 2015 verstorbenen David Rockefeller, der ganz sicher nicht die „Rettung der Welt“ im Fokus hatte. Er brauchte ein Instrument, um seinen Traum von einer „Neuen Welt-Ordnung“ (New World Order) zu erfüllen. Rockefeller hat es sich Millionen, vielleicht Milliarden Dollar kosten lassen, um das Märchen vom „anthropogenic global Warming“ – AGW (menschengemachte globale Erwärmung) – in die Welt zu setzen. Nicht-Regierungs-Organisationen, so genannte NGO’s, wie Greenpeace, Friends oft the Earth, Oxfam etc. nahmen die Millionen gerne an und wurden so zu den Verkündern der neuen Klimareligion. Und wenn man weiß, dass unsere Ober-Ideologen Claudia Kempfert und Mojib Latif zur deutschen Sektion des Club of Rome gehören, dann beschleicht uns ein ungutes Gefühl.

Das Märchen entpuppte sich als Vielzweck- und Allzweckwaffe. Hierzulande hat die Gier sich des Märchens angenommen. Dass wir dabei unser Land wirtschaftlich ruinieren, interessiert niemand. Die verschwendete Billion Euro wird uns bei der nächsten Wirtschaftskrise fehlen. Wir hätten das Geld wahrlich besser verwenden können.

Die Energiefrage wird ganz sicher eines Tages zur Schicksalsfrage des Menschen, damit ein ideologisches Spiel zu treiben, gehört zu den schlimmsten Sünden.