Bad Mergentheim

Stadtarchiv Bundesförderung für die Restaurierung von wertvollen Urkunden

„Einmalige Chance; zur Rettung von Kulturgut“

Archivartikel

BAD MERGENTHEIM.Die Stadt Bad Mergentheim kann im großen Umfang bedeutende historische Dokumente restaurieren und damit dauerhaft erhalten. Dafür investiert sie rund 14 700 Euro und erhält nun zusätzlich noch eine Bundesförderung in fast gleicher Höhe.

Um Hunderte Urkunden aus der Zeit zwischen dem Jahr 1280 und dem Jahr 1930 zu retten, hatte der Gemeinderat im aktuellen Haushalt 14 700 Euro bereitgestellt. Zusätzlich hat das Stadtarchiv bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Fördermittel beantragt, die jetzt von der Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturgutes (KEK) bewilligt wurden: 14 100 Euro kommen zusätzlich aus Berlin.

Bedeutende Dokumente

„Wir haben damit die einmalige Chance, bedeutende Dokumente der Stadtgeschichte zu restaurieren und damit wichtiges Kulturgut zu retten“, freut sich Stadtarchivarin Christine Schmidt. Dazu gehörten Handwerksordnungen, Geburtsbriefe oder etwa die Schenkungsurkunde für die Eck’sche Kapelle. Die Dokumente werden zunächst digitalisiert und dann von einem Restaurator bearbeitet, bevor sie in neuen Hüllen besseren Schutz finden.

„Wichtiges Signal“

Der für das Stadtarchiv verantwortliche Kulturamtsleiter Kersten Hahn sieht gerade im Jubiläumsjahr „800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim“ ein wichtiges Signal in dem Projekt: „Wir haben aufgrund der Deutschordenstradition Schriftgut in unserem Archiv, das von herausgehobener Bedeutung ist und das Leben in Mergentheim gerade für diese prägende Zeit umfänglich dokumentiert. Dafür tragen wir auch eine besondere Verantwortung.“

Die Restaurierungsarbeiten laufen demnächst an. Stadtarchivarin Christine Schmidt hat in diesem Zuge eine gute Nachricht für die vielen Geschichtsinteressierten und Hobby-Forscher in Bad Mergentheim: „Mit der Digitalisierung ist es uns möglich, ein so genanntes Online-Findbuch zu erstellen, das die Recherche erheblich leichter machen wird.“ stv