Bad Mergentheim

Markelsheim Traditioneller Waldbegang fand zum 66. Mal statt / Dürreschäden und Borkenkäfer-Probleme

Entwicklung des Waldes betrachtet

Markelsheim.Im Weinort Markelsheim fand der 66. Waldbegang statt. Nachdem in der Ortschaftsratsitzung am 19. September bereits der Forstwirtschaftsplan für 2019 vorgestellt worden war, fand einige Tage später der alljährliche Waldbegang in Markelsheim statt. Markelsheim verfügt über 5,1 Quadratkilometer Wald, die es zu bewirtschaften gibt.

An dem Waldbegang nahmen neben Ortsvorsteherin Kemmer auch Forstdirektor Mechler, die Kreisforstamtmänner Blank und Aubele, Oberbürgermeister Udo Glatthaar sowie Mitarbeiter der Stadt- und Ortsverwaltung, Waldarbeiter, Mitglieder des Ortschaftsrats und weitere Gäste teil.

Nach einem Grußwort durch OB Glatthaar übernahm Forstdirektor Mechler die Führung im Gewann „Sailberg“. Bei herrlichem Wetter ging es in die ausgesuchten Abteilungen, um den Teilnehmern die Entwicklung des Markelsheimer Waldes vor Augen zu führen.

Förster Blank verteilte an einige Teilnehmer entsprechendes Werkzeug, um vor Ort zu zeigen, wie eine Nuss-Aussaat erfolgt. Die Fläche dort ist eingezäunt, damit Wildtiere die Aussaat nicht wieder ausgraben können.

Ein weiterer Punkt beim Waldbegang war die Besichtigung seltener Baumarten, wie Elsbeere, Speierling, Wildapfel und Wildbirne, sowie die Baggerpflanzung von zweijährigen Walnusssprösslingen.

Eichenverjüngung

Wie sich die Eichen-Naturverjüngung aus den Jahren 1999/2001 entwickelt hat, zeigte Förster Blank an einer großen Fläche im Sailberg. Er erklärte, wie die Fläche bearbeitet wird, um dort die wertvollen Eichen hoch zu ziehen. Auch das Problem Borkenkäfer und Dürreschäden wurde angesprochen und betroffene Stellen gezeigt. Die Förster standen den interessierten Waldbegangs-Teilnehmern Rede und Antwort, auch die Themen „Personal“ und „Zertifizierung“ wurden angesprochen und diskutiert. Beim Abschlussgespräch und gemütlichem Beisammensein in der Waldhütte würdigte Ortsvorsteherin Kemmer den Einsatz der Forstleute und die gute Pflege des Waldes.