Bad Mergentheim

Zur abgelehnten Landesgartenschau-Bewerbung 32,6 Millionen Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) an Kosten standen im Raum / Auch eine Seilbahn auf den Ketterberg hatte man auf dem Ideen-Zettel

Es sollte ein neuer Meilenstein in der Geschichte werden

Bad Mergentheim.Mitte Dezember vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat einstimmig (wir berichteten) die Bewerbung für eine Landesgartenschau in den Jahren 2026, 2028 oder 2030. 32,6 Millionen Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) an Kosten wurden ermittelt.

Die Kurstadt sollte in ihrer städtebaulichen Entwicklung einen großen Sprung nach vorne machen und an vielen Stellen noch attraktiver werden, lautete das gemeinsame Ziel von Stadtverwaltung und Stadträten.

Vor der damaligen Abstimmung im Gemeinderat rief OB Glatthaar nochmals die Motivation für das Großprojekt in Erinnerung. Ein neuer Meilenstein in der Geschichte Bad Mergentheims sollte gesetzt werden. In der Bewerbung entschied man sich für vier Leitthemen: „Gewässerentwicklung“, „Wohnungs- und Städtebau“, „Verknüpfung der Landschaft“ sowie „Verkehr“.

„Es liegt ein schlüssiges, innovatives und nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept vor, dass den im Landesprogramm skizzierten Anforderungen gerecht wird. Auch das Ausstellungskonzept für das Durchführungsjahr sowie die Grundzüge eines Mobilitätskonzepts werden in der Bewerbung dargelegt“, machte OB Glatthaar damals deutlich und betonte, dass man aufgrund des Doppeljubiläums „100 Jahre Bad“ Mergentheim und „200 Jahre Quellentdeckung“ das Jahr 2026 als Wunschtermin für eine Landesgartenschau angeben werde. Stadtbaudirektor Bernd Straub ging im Dezember in die Details und berichtete von neuen Daueranlagen, die geschaffen werden sollen – in der Altstadt/Fußgängerzone, am Bahnhofsplatz samt Wachbach-Umgestaltung und mit der Rudolph-Areal-Bebauung (an den Gleisen), am Ketterberg, dem Stadtstrand an der Tauber nahe der Wolfgangsbrücke, im Schloss- und Kurpark und schließlich noch im Bereich der Deutschordenstraße (ehemals B 19) und dem dahinterliegenden Auenland. Das Wasser in die Stadt zu bringen, wieder sichtbar zu machen, zähle zu den Hauptanliegen, so Straub in der Ratssitzung im Dezember. Eine Seilbahn auf den Ketterberg hinauf stand ebenfalls auf dem vielfältigen Ideen-Zettel. . .