Bad Mergentheim

Posttraumatische Belastungsstörung Vortrag von Dr. Dr. Niels Bergemann am 28. August im kleinen Kursaal

Extremsituationen belasten die Seele

Archivartikel

Bad Mergentheim.Privatdozent Dr. Dr. Niels Bergemann informiert in einem Vortrag am Dienstag, 28. August, um 19.30 Uhr im Kleinen Kursaal über das Krankheitsbild Posttraumatische Belastungsstörung.

Wenn Menschen schwere Erlebnisse durchgemacht haben, kann sich als Folge eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) herausbilden. Wie sich dieses Krankheitsbild bemerkbar macht und wie es behandelt wird, ist Thema des Vortrags von Privatdozent Dr. Dr. Bergemann. Viele Menschen machen traumatische Erfahrungen, die mit erheblichen Ängsten und Belastungen einhergehen können. Dies können zum Beispiel Unfälle, Überfälle oder Naturkatastrophen sein, aber auch körperliche und sexuelle Gewalt. Bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise Polizisten oder Rettungssanitäter sind überdurchschnittlich häufig mit Extremsituationen konfrontiert. Ein zentrales Merkmal der PTBS sind sich aufdrängende belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma. Als so genannte „Flash-backs“ werden Erinnerungen beschrieben, die so realistisch erlebt werden, als wenn das Trauma gerade aktuell wieder durchlebt wird.

Lange Zeit wurde das Leiden von Opfern, die Gewalt erfahren haben, oder von Einsatzkräften von der Gesellschaft nicht oder nur unzureichend anerkannt. In den Kitzberg-Kliniken Bad Mergentheim besteht seit vielen Jahren ein Behandlungsschwerpunkt für posttraumatische Belastungsstörung bzw. Traumafolgestörungen. Privatdozent Dr. Dr. Bergemann, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kitzberg-Kliniken, steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Der Vortrag finden in Kooperation mit dem Institut für Bad Mergentheimer Kurmedizin, Gesundheitsbildung und medizinische Wellness, den Kitzberg-Kliniken und dem Verein für Gesundheitsbildung „Bad Mergentheimer Modell“ statt. Die Moderation übernimmt Heinz-Joachim Kuper.