Bad Mergentheim

Gemeinderat Wechselladerfahrzeug und Abrollbehälter „Wasser/Schaum“ werden angeschafft / Kosten 240 000 Euro / Löschwasserkonzept auf dem Prüfstand

Feuerwehr erhält flexiblen Lastwagen

Archivartikel

Das Löschwasserkonzept der Stadt Bad Mergentheim und ein neues Fahrzeug für die Kernstadt-Feuerwehr waren Thema im Gemeinderat.

Bad Mergentheim. Für die Hauptfeuerwache wird ein Wechselladerfahrzeug (Lastwagen) beschafft, der so genannte Abrollbehälter mit verschiedenen Funktionen nach Bedarf aufladen und am Einsatzort abstellen kann.

Mitte August hatte bereits Stadtkommandant Andreas Geyer in unserer Zeitung die Vor- und Nachteile des Wechselladerprinzips erläutert und sich im Zuge der Kosteneinsparung für dieses Modell stark gemacht. Das völlig veraltete Tanklöschfahrzeug (34 Jahre alt) der Kernstadt soll nun, so der Ratsbeschluss, durch einen Lkw ersetzt werden, der Abrollbehälter transportieren kann. Als Erstes wird dazu ein Spezialbehälter mit 5000 Litern Wassertank und 500 Litern Schaumbildner – gebraucht – besorgt. Später könnte laut Geyer ein Abrollbehälter „Rüstzeug“ für den alten Rüstwagen (Baujahr 1990) folgen.

CDU-Stadtrat Hariolf Scherer hakte nach, ob das Wechsellader-Konzept nicht eigentlich ein übergreifendes Landkreis-Thema sei. An verschiedenen Orten könnten Abrollbehälter stationiert und bei Bedarf herangeschafft werden. Oberbürgermeister Udo Glatthaar sagte, dass man zunächst eine Ersatzbeschaffung für die Kurstadt brauche und der stellvertretende Stadtkommandant Karl-Heinz Barth schob nach: „Jemand muss den Anfang im Landkreis machen und Gespräche laufen bereits.“ Inge Basel (SPD) regte an, den Kreisbrandmeister einzuladen, um die Pläne für den Landkreis von ihm erklärt zu bekommen.

Für den Kauf des Feuerwehr-Lastwagens bewilligte der Gemeinderat 200 000 Euro und 40 000 Euro für einen gebrauchten Abrollbehälter „Wasser/Schaum“. Die einzige Gegenstimme kam von Jochen Flasbeck (Freie Wähler).

Nur kurz angesprochen wurde das Löschwasserkonzept der Stadt. Dass es in einigen Stadtteilen Optimierungsbedarf (besonders in Dainbach, Löffelstelzen, Markelsheim, Rengershausen, Stuppach und Wachbach) gibt, um stets ausreichend Wasser zum Löschen zur Verfügung zu haben, ergaben Untersuchungen. Der Rat nahm vom Sachstand Kenntnis und beauftragte die Verwaltung die Investitions- und Unterhaltungskosten in den Haushaltsentwurf 2019 mit aufzunehmen. Thomas Tremmel (CDU) schlug vor, neue Wasseransaugstellen durch Anstauungen an den Bächen im Stadtgebiet, soweit möglich, zu schaffen.