Bad Mergentheim

Konzert Der Chor „Gospeltime“ begeisterte die Zuhörer mit seinem Konzert mit dem Titel „It’s a good day“

Gesungen wird alles, was Freude bringt

„It’s a good day: Es ist ein guter Tag“, war das Konzert des Bad Mergentheimer Chors „Gospeltime“ im Kursaal überschrieben.

Bad Mergentheim. Ihrem Motto folgend: „Gesungen wird alles, was Freude bereitet und über den Sinn und Wert des Lebens reflektiert“, nahmen die Sänger des Chors „ Gospeltime“ ihre zahlreichen Fans mit auf eine Reise durch die bunte Gospelwelt.

In überaus lebendiger Form wurden sowohl altbekannte als auch moderne Songs in englischer und deutscher Sprache präsentiert.

Von Beginn an passte alles: Draußen ein wunderschöner Sommerabend, drinnen ein Chor, der die Zuhörer im randvollen Kursaal mit seinen kraftvollen und ausdrucksstarken Liedern in ihren Bann zog.

Getragen wurde die Veranstaltung auch von einer charmant-temperamentvollen Moderatorin Anja Bundschu, der es gelang, das Publikum von Lied zu Lied stärker in das Geschehen auf der Bühne mit einzubeziehen. Möglich machte den Abend auch die Musikerin Claudia Hoffmann-Winkler an der Gitarre, die Musiker Marco Netzbandt am Klavier und Fabian Scherer am Cajon sowie Techniker Sven Köhler und nicht zuletzt Chorleiter Michael Schlor und alle fleißigen Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen. Eröffnet wurde der Musikreigen mit dem Song „Good day“ von Micha Keding, der auch das Motto der Veranstaltung repräsentieren sollte. Kraftvoll und gleichzeitig beschwingt spricht das Lied von der Chance, täglich in Gottes Gegenwart das Leben zu meistern.

Sowohl Anja Bundschuh als Solistin als auch der sie begleitende Chor vermittelten diese Botschaft eindrucksvoll. Was folgte, waren die Songs „ In my father’s house“ und „Siyakubonga“, wobei Letzteres ein Zulu-Begriff für „Danke“ bedeutet.

In „United we stand“ wird die Wichtigkeit des Zusammenhalts beschworen und der Titel „Amazing Grace“ von John Newton zählt zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt und gilt als Protestsong gegen die Sklaverei sowie als Hymne christlicher wie nicht-christlicher Menschenrechtsaktivisten. Wie Moderatorin Anja Bundschu betonte, habe sich der Bad Mergentheimer Chor vor allem der europäischen Gospelszene um die Komponisten Helmut Jost, Hans-Martin Sauter und Micha Keding verschrieben. Diese Künstler produzieren seit Jahren Songs bzw. Chorsätze in deutscher, aber auch in englischer Sprache, wobei sie bekannte Melodien überarbeiten. So auch den Song „Jesus is alive“, der von der Auferstehung Jesu handelt und vom Chor mit überschäumender Freude und mitreißender Lebendigkeit dargeboten wurde. Solistisch von Elke Grieser, Dong-Sin Lee und Birte Frederike Vehrs eindrucksvoll intoniert, erzählt „In your arms“ vom sicheren Ruhen in den Armen des Retters und Erlösers.

Nachdem „Gospeltime“ vorwiegend innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Mergentheim wirkt und dort auch ein Zuhause und Unterstützung gefunden hat, sprach Pfarrerin Regina Korn in ihren Grußworten von großem Mut, diesen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt zu haben. Mit einem Segensgebet und den besten Wünschen für die Zukunft leitete sie über zum Titel „Give us peace“, der in getragener, aber ausdrucksstarker Weise vom Wunsch nach Frieden erzählt. Im Jubellied „Celebrate“ begeisterten die Solisten Dong-Sin Lee und Mirjiam Garlin mit ihren sonoren, warmen sowie glockenklaren Stimmvorträgen. Als die Moderatorin das Lied „Love can turn the world“ anstimmte und die Zuhörer aufforderte mitzusingen und sich im Rhythmus der Melodie zu bewegen, gab es im Saal kein Halten mehr. Wie die Ähren in einem Getreidefeld wiegten den Zuhörer hin und her. Mit dem Song „This train“ und dem Hinweis der Moderatorin „Wir fahren gemeinsam mit dem Gospelzug, bitte Sopran, einmal anrollen“, war der Bann gebrochen und das Publikum zollte begeistert „standing ovations“.

Den emotionalen Höhepunkt und gleichzeitig den Schlussakkord bildete der Gospelwelthit „Oh happy day“ von Edwin Hawkins, der aus hunderten von Kehlen wie eine Fanfare durch den Kursaal schallte. Wie sagte eine Zuhörerin beim nach Hause gehen: Ein traumhafter Abend, hoffentlich kommen sie bald wieder. foh