Bad Mergentheim

Begleitung Sterbender Caritas-Krankenhaus und Ökumenischer Hospizverein unterzeichnen Kooperationsvertrag

Glaubensvollzug an den Menschen

Bad Mergentheim.Als erster offizieller Kooperationspartner hat jetzt das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim die Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Hospizverein offiziell besiegelt. Für das Caritas-Krankenhaus unterzeichneten der Hausobere Dr. Oliver Schmidt und der Kaufmännische Direktor Michael Schuller den Vertrag und anschließend setzte auch Dr. Thorsten Zahn, erster Vorsitzender des Hospizvereins, seine Unterschrift unter das Dokument. Es regelt jetzt auch offiziell die Zusammenarbeit der Partner bei der Begleitung und Betreuung von Patienten am Lebensende sowie bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Hospizhelfern.

„Wir können jetzt ernten, was viele Menschen mit viel gutem Willen ausgesät haben“, betonte Thomas Wigant, Regionalleiter der BBT-Gruppe und zugleich im Vorstand des Hospizvereins, bei der Vertragsunterzeichnung.

Wichtigster Partner

„Das Caritas-Krankenhaus ist unser wichtigster Partner, hier geschehen fast die Hälfte der derzeit jährlich etwa sechzig Begleitungen und hier werden viele der Kontakte zu den Betroffenen geknüpft“, erläuterte Dr. Thorsten Zahn. Daher freue er sich nun über die Vertragsunterzeichnung. „Damit wird jetzt auch formal festgelegt, was bereits im Alltag gelebt wird.“

Mehr als 20 Jahre

Seit mehr als 20 Jahren begleitet die ehrenamtliche Hospizgruppe Schwerkranke und Sterbende im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zuhause und steht auch den Angehörigen zur Seite. Um diese Arbeit professioneller begleiten, entwickeln und bekanntmachen zu können, hat sich aus dieser Gruppe mit Unterstützung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im vergangenen November der „Ökumenischer Hospizverein“ gegründet.

Vor einigen Wochen hat nun die hauptamtliche Koordinatorin des Vereins Sabine Strommer ihre Arbeit aufgenommen und ist dabei auch auf den Stationen des Caritas-Krankenhauses unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, die Erstbesuche bei den Schwerkranken und Sterbenden zu machen, Begleitungen zu organisieren und die Arbeit der mehr als zwanzig ehrenamtlichen Hospizhelferinnen zu koordinieren.

„Die Hospizversorgung im Krankenhaus ist ein wichtiges Thema, vor allem auch die Überleitung vom stationären Bereich zurück nach Hause in den ambulanten Bereich oder ins Pflegeheim“, unterstrich der Kaufmännische Direktor Michael Schuler und würdigte den niedergelassenen Hausarzt Dr. Zahn für dessen Engagement. „Mit den neuen Strukturen beschreiten wir hier einen sehr guten Weg.“ Dem schloss sich auch der Hausobere Dr. Oliver Schmidt an. „Die Kirchen und die Gesundheitsprofis haben sich für die gemeinsame Sorge um die Patienten zusammengeschlossen. Das ist praktischer Glaubensvollzug an den Menschen.“

Gute Nachricht

Als eine „gute Nachricht“ bezeichnete auch Thomas Dreher die Vertragsunterzeichnung. Der evangelische Krankenhauspfarrer hatte sich im Vorfeld ebenfalls für die Gründung des Hospizvereins starkgemacht. ckbm