Bad Mergentheim

Junges Kammerorchester Tauber-Franken Nachwuchstalente mit Konzert am 7. September in der Bad Mergentheimer Schlosskirche

Große Kontraste, Klangfarben und Streicher-Idyll

Archivartikel

Bad Mergentheim.Das „Junge Kammerorchester Tauber-Franken“ tritt unter dem Titel „Strings meet Recorder“ am Freitag, 7. September um 20 Uhr in der Schlosskirche Bad Mergentheim auf. Der Eintritt ist frei.

Die größten musikalischen Nachwuchstalente der Landkreise Main-Tauber, Heilbronn und Ludwigsburg sind seit dem Jahr 2016 im Jungen Kammerorchester Tauber-Franken versammelt. Unter Federführung des bewährten Dozententeams A. Berge, K. Jensen-Huang, M. Huber und O. Krüger präsentieren die jungen Streicher unter der musikalischen Leitung von Thomas Conrad auch 2018 ein abwechslungsreiches Programm.

Eröffnet wird das diesjährige Konzert des Jungen Kammerorchesters Tauber-Franken mit dem bekanntesten Werk des englischen Komponisten Peter Warlock. Die Capriol Suite basiert auf Melodien, die dem Handbuch der Tänze der Renaissance des französischen Priesters Thoinot Arbeau entnommen wurden. Warlock behandelt die Themen jedoch sehr frei und es entsteht ein eigenständiges, sehr kontrastreiches Werk.

Der dänische Komponist, Arrangeur und Pianist Thomas Clausen wurde 1949 in Kopenhagen geboren. Sein Concertino for Recorder and Strings aus dem Jahre 2014 bringt in seinen vier neobarocken Sätzen alle modernen Klangfarben der Blockflöte zur Geltung. Den Solo-Part übernimmt die junge Blockflötistin Friederike Klek, Stipendiatin an der Universität Mozarteum Salzburg.

Abgerundet wird das Sommerprogramm mit den Idyll for Strings von Leo Janácek. Die Stileinflüsse sind vielfältig: barocker Tonsatz, klassische Sonatenform, aber auch Anklänge ausdruckvoller Romantik. Ungewöhnlich ist der 5/4-Takt im 3. Satz, der den Eindruck einer Bootsfahrt am Starnberger See wiedergibt. Der bezaubernde 5. Satz erlangte 1988 besonderen Ruhm als Teil der Filmmusik zu „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Die sieben charakteristischen Sätze des damals erst 24-jährigen Janácek passen hervorragend zum jungen Ensemble.