Bad Mergentheim

Lionsclub Bad Mergentheim „Klasse 2000“ auf Sekundarstufe ausgeweitet / Eduard-Mörike-Schule, Kopernikus-Realschule und Lorenz-Fries-Schule setzen Ideen um

Hilfestellung für wertvolle Schulprojekte

Seit über 20 Jahren unterstützt der Lionsclub die Grundschulen des Main-Tauber-Kreises im erzieherischen Bereich mit dem erfolgreichen Schulprojekt „Klasse 2000“.

bad Mergentheim. Bis heute hat dieses Projekt über 1 000 000 Kinder erreicht und ist das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. In der Region nahmen schon über 300 Klassen teil.

Engagement erweitert

Nun erweiterte der Lionsclub sein schulisches Engagement durch das Förderprogramm „Gemeinsam sind wir stark“ auf die weiterführenden Schulen des Kreises. „Zielsetzung ist die Stärkung der Sozialkompetenz, die Förderung der emotionalen Bildung und die Entwicklung zum kritischen Denken, um den Anforderungen der modernen Gesellschaft gerecht zu werden.

Mit dem Beitrag wollen wir auch die Chancengerechtigkeit in unseren Schulen und in der Gesellschaft fördern, indem wir bedürftige Schüler und soziale Schulprojekte finanziell unterstützen“, so Lionspräsident Dr. Volker Dotzel. In diesem Jahr wurden drei Projekte ausgewählt, die die pädagogischen Vorgaben erfüllten. Dr. Dotzel übergab insgesamt 3500 Euro an drei Mergentheimer Schulen.

Die Lorenz-Fries-Schule konzipiert ein sozialpädagogisches Projekt mit dem Arbeitstitel: „Meine Wurzel, meine Energie, meine Werte – unsere Wurzeln, unsere Energie, unsere Werte“.

Folgende Projektziele werden dabei angestrebt: Verantwortung für sich und andere übernehmen, Verständnis für andere Kulturen, andere Religionen und Einstellungen wecken.

Die Projektumsetzung soll durch erlebnispädagogische Elemente weitergeführt und durch Lerngänge und -fahrten zu Judenfriedhöfen, Kriegsgräberstätten und eines Konzentrationslager vertieft werden.Die Eduard-Mörike-Schule organisiert seit Jahren zweiwöchige Praktika am BTZ der Handwerkskammer Heilbronn.

Rektorin Nicole Floeder ist von der dort angebotenen Qualität der Ausbildung zur Berufsorientierung überzeugt und hält sie für ihre Schüler „überragend und für einen wertvollen Beitrag auf dem Weg in ein selbstständige Leben“.

Die Schüler kommen zum Großteil, so die Rektorin, aus sozialschwachen Familien. 20 Prozent der Schüler haben Fluchterfahrungen. Für deren Familien ist es schwierig, einen Eigenanteil der Fahrtkosten von 60 Euro aufzubringen.

Die Kopernikus-Realschule Bad Mergentheim wird sich im Zusammenhang mit der Förderung mit den gesellschaftlich brisanten Themen Mobbing, Alkohol, Drogen und Medien intensiv beschäftigen.

Dazu soll das Theater „Der Weimarer Kultur-Express“ engagiert werden, um die emotionalen und zerstörerischen Aspekte menschlichen Verhaltens hautnah nachempfinden zu können. lc