Bad Mergentheim

Caritas-Krankenhaus Tag der offenen Tür / Vor 20 Jahren zog das ehemalige Kreiskrankenhaus in die Uhlandstraße / Vorträge und historische Ausstellung

Hinter Kulissen der Chirurgen blicken

Archivartikel

Einmal hinter die Kulissen des Operationssaals blicken können Besucher bei einem Tag der offenen Tür im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim am Samstag, 13. Oktober.

Bad Mergentheim. Skalpelle, Haken und Instrumente aus der Nähe betrachten, erfahren wie die Narkose die Patienten langsam einschlafen lässt und selbst einen Schlüsselloch-Eingriff ausprobieren: einen Einblick in alles rund um die Arbeit der Chirurgen ermöglicht die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an diesem Tag von 10 bis 14.30 Uhr.

Ständig weiterentwickelt

Anlass ist ein Jubiläum: Vor genau 20 Jahren zog das ehemalige Kreiskrankenhaus aus der Wachbacher Straße in die Uhlandstraße und wurde zur Chirurgischen Klinik des Caritas-Krankenhauses.

Damit wurde die Allgemein- und Unfallchirurgie wichtiger Teil des Behandlungsspektrums dort. „Seither hat sich die Chirurgie ständig weiterentwickelt. Einerseits erleben wir eine zunehmende Spezialisierung wie etwa die Gefäßchirurgie, die Bauchchirurgie, die Lungen- und die Tumorchirurgie. Andererseits können immer mehr Eingriffe in schonender sogenannter minimalinvasiver Technik mit nur kleinen Schnitten durchgeführt werden, so dass die Patienten schneller wieder mobil sind und in ihren Alltag zurückkehren können“, erläutert Prof. Dr. Peter Baier, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie.

In seinem Vortrag am Tag der offenen Tür wird er die heutigen Möglichkeiten der Chirurgie vorstellen. Einen Rückblick auf die Geschichte der Chirurgie geben die früheren Chefärzte Prof. Dr. Helmut Schaudig und Prof. Dr. Gottfried Müller. Zentral wichtig für jede Operation ist die Narkose des Patienten, die einen schmerzfreien Eingriff erst möglich macht. Prof. Dr. Hubert Böhrer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Caritas-Krankenhaus, stellt in seinem Vortrag die Entwicklung der Anästhesie in der Geschichte vor und zeigt die heutigen Narkoseverfahren auf.

Im Anschluss an die Vorträge können sich die Besucher dann auch direkt im OP umschauen und erhalten von erfahrenen Ärzten und OP-Pflegenden Einblick in die Arbeit im OP. In der chirurgischen Ambulanz demonstrieren Ärzte und Pflegende verschiedene Diagnoseverfahren wie etwa die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die Doppleruntersuchung bei Durchblutungsstörungen der Beine. Die Besucher können sich außerdem Blutdruck und Blutzucker messen lassen.

Fragen werden beantwortet

Fachärzte der Viszeral-, Gefäß- und Lungenchirurgie informieren über verschiedene Erkrankungen und Operationsverfahren, so z. B. bei Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen, bei Operationen an den Organen im Bauchraum, bei Darmkrebs und Lungenkrebs, bei Leistenbrüchen oder Schilddrüsenerkrankungen. Sie stehen während des Tages für die Fragen der Besucher zur Verfügung.

Eine Hygienefachkraft beantwortet außerdem Fragen zur Hygiene im Krankenhaus und den verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen, die zum Schutz der Patienten getroffen werden.

Auch eine Ernährungsberaterin sowie eine Stomaberaterin stehen als Ansprechpartnerinnen bereit. Sanitätshäuser zeigen außerdem Hilfen für den Alltag von Betroffenen. Alle Kinder können ihre Stofftiere mitbringen und in der „Teddy-Klinik“ untersuchen lassen. Eine Ausstellung mit hochwertigen historischen OP-Instrumenten zeigt die Entwicklung der OP-Methoden von der Antike bis in die Gegenwart.

Zum Abschluss können Besucher selbst ihr Geschick bei einem minimalinvasiven Eingriff an einem modernen OP-Turm ausprobieren.