Bad Mergentheim

Landespreis Werkrealschule Ministerium und Wohlfahrtsverbände mit Ehrungen

Hohe Auszeichnung für Mörike-Schülerin

Archivartikel

Bad Mergentheim.Gemeinsam mit dem Kultusministerium haben Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg heute zum sechsten Mal Schüler mit dem Landespreis Werkrealschule ausgezeichnet. Die zehn Absolventen der Werkrealschule kommen aus ganz Baden-Württemberg – darunter ist auch eine Schülerin aus Bad Mergentheim – und haben im Wahlpflichtfach „Gesundheit und Soziales“ mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen.

„Sich sozial zu engagieren ist eine besondere Form des Gebens und Nehmens“, sagte Dr. Ulrike Hahn, Vorstand im Diakonischen Werk Baden bei der Verleihung der Preise im Neuen Schloss in Stuttgart. „Bei den jungen Menschen, die wir würdigen, bleiben durch die Begegnungen mit anderen Menschen wichtige und prägende Erfahrungen. Für uns alle bedeutet solches Engagement einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zeigt, dass die junge Generation sich solidarisch einsetzt und Verantwortung übernimmt.“

Dr. Rainer Brockhoff, Vorstand des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart, nannte das Engagement der Schüler und Schülerinnen vorbildlich.

Verantwortung übernommen

„Diese Schüler machen unsere Gesellschaft reicher und lebenswerter. Wenn sie sich für andere einsetzen, zeigen sie nicht nur ein bemerkenswertes Interesse. Schon jetzt haben sie Verantwortung übernommen und Erfahrungen gemacht, die für ihr Leben wichtig und wegweisend sein können, nicht nur in beruflicher Hinsicht.“

Im Vorfeld der Preisverleihung bekamen die zehn Preisträger einen Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche von Diakonie und Caritas. Zusammen mit ihren Familien und Lehrern besuchten sie eine Einrichtung für ehemals wohnungslose Menschen sowie ein Projekt, das bislang gescheiterten jungen Erwachsenen Perspektiven bieten soll. Für die Auswahl der Preisträger der zehnten Klasse der Werkrealschulen waren nicht nur die fachlichen, überfachlichen und praktischen Kenntnisse entscheidend. Auch die Rückmeldungen der Einrichtungen, in denen die Schüler Praktika absolviert hatten, galten als Bewertungskriterium. Außerdem zählten besonderes ehrenamtliches und soziales Engagement.

Um die engagiertesten Schüler ausfindig zu machen, fordert das Kultusministerium unmittelbar nach den Werkrealschulprüfungen sämtliche Werkrealschulen im Land auf, die beste Schülerin und den besten Schüler des Wahlpflichtfachs zu nennen.

Die staatlichen Schulämter sichten dann die Unterlagen, das Kultusministerium und die Kooperationspartner Caritas und Diakonie wählten die zehn Preisträger aus.

Unter den Preisträgern im Wahlpflichtfach „Gesundheit und Soziales“ befindet sich Nicolle Uspenskij von der Eduard-Mörike-Schule Bad Mergentheim. pm