Bad Mergentheim

Stadt Bad Mergentheim Dank zum „Internationalem Tag des Ehrenamts“

Hoher ehrenamtlicher Einsatz für die Mitmenschen

Bad Mergentheim.Mehr als die Hälfte der Bürger der Stadt engagiert sich im Ehrenamt, allein rund 70 im Eduard-Mörike-Haus. Oberbürgermeister Udo Glatthaar würdigte ihren Einsatz zum „Internationalen Tags des Ehrenamts“.

„Unglaublich viel Zeit“ werde in ehrenamtliche Tätigkeit investiert, lobte das Stadtoberhaupt die im Eduard-Mörike-Haus versammelten Frauen und Männer. Es sei eine „aufopferungsvolle Aufgabe“, wenn man sich in vielfältiger Weise den Personen widme, die sich selbst nicht helfen können. „Sie, liebe Ehrenamtliche, tragen ganz wesentlich dazu bei, dass das Lebensumfeld für diese Menschen lebenswert bleibt und ihr Leben ein Stück schöner wird.“ Die hohe Zahl von Ehrenamtlichen im Eduard-Mörike-Haus sei außergewöhnlich, der Einladung zu ihrem internationalen Ehrentag sei er gerne gefolgt, um ihre Bedeutung für die Kommune zu würdigen.

Ehrenamt sei „sozialer Kitt der Gesellschaft“, vielfach „getragen vom Glauben an den Herrgott und die Nächstenliebe als das zentrale Gebot“. Den Menschen, die das in beachtlicher Vielfalt und Qualität leisteten, gebühre großer Dank. Das gelte selbstverständlich auch für die anderen Einrichtungen der religiösen „freien Träger“ in der Stadt, mit denen man in Bad Mergentheim ein „in aller Freiheit ein gutes Miteinander“ pflege. Doch auch das übrige ehrenamtliches Bürgerengagement müsse er, so Udo Glatthaar, würdigen. Es gebe in Bad Mergentheim fast 200 Vereine, hinter denen jeweils aktive Mitglieder und zupackende Unterstützer stünden. Dazu gebe es noch viele weitere lose Initiativen und Zusammenschlüsse zum Nutzen der Allgemeinheit, auch Organisationen wie die freiwilligen Feuerwehren oder das Rote Kreuz.

Die Ehrenamtlichen im Eduard-Mörike-Haus sind „zuverlässig, alle wichtig und wertvoll“, betonte Hausdirektor Stefan Haberl, nicht nur im Eduard-Mörike-Haus, sondern auch in Bad Mergentheim, im Main-Tauber-Kreis, in Deutschland, in Europa. Sie brächten ihr Herz mit und durch sie seien „die besonderen Dinge des Lebens möglich“. Nach einer Laudatio von Ehrenamtskoordinatorin Ute Kaiser erhielten Dieter Gräf, Gerda Bauer und Renate Balbach die silberne Ehrennadel für fünf Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, die goldene Ehrennadel für zehn Jahre ging an Gerhard Hartmann und Barbara Nitsch-Fischer.

Auch abseits von der Öffentlichkeit geschieht die vom Oberbürgermeister gewürdigte ehrenamtliche Arbeit. Das Beispiel der ökumenisch aufgestellten „Familienpaten“ im Main-Tauber-Kreis macht das deutlich. Verantwortet wird ihre Arbeit im südlichen und nördlichen Kreisgebiet vom Diakonischen Werk, im Tauberbischofsheimer Bereich von der Caritas. Eine spannende und vielseitige Aufgabe sei das, berichtete Familienpatin Margot Flegler gegenüber unserer Zeitung. Da gebe es die junge Mutter, die gerade eben hergezogen sei und noch keine Kontakte habe.

Manche bräuchten einfach ein paar Stunden Freiraum in der Woche, um wieder zu sich zu kommen. Anderen müsse man zuhören und ein paar neue Impulse geben. Allen gemeinsam sei der Wunsch „Ich brauch jemanden!“ – und da sei man als Familienpatin dann an der richtigen Stelle. Spaß mache diese Arbeit übrigens auch, so Margot Flegler, und es durchaus auch eine Aufgabe für Männer.

Wer eigene Kinder habe oder sich für Kinder interessiere, sei hier am rechten Platz. Er solle sich doch einfach einmal melden bei Birgit Schulz (Telefon 07931 / 51388 oder E–Mail an birgit.schulz@diakonie.ekiba). Die sorge dann auch für regelmäßig Treffen und Schulungen der Familienpaten. peka