Bad Mergentheim

Zur Absage aus Stuttgart Briefe zur Vergabeentscheidung „Landesgartenschau“ / Oberbürgermeister macht Schreiben wie versprochen öffentlich

„Ideen müssen auf ihre Verwirklichung warten“

Archivartikel

Bad Mergentheim.Die Absage aus Stuttgart in Sachen Landesgartenschau-Bewerbung beschäftigt nach wie vor einige Bürger. In der Gemeinderatssitzung vergangene Woche (wir berichteten) wurde der Wunsch geäußert, die Briefe aus der Landeshauptstadt an den Oberbürgermeister öffentlich zu machen. Dies ist inzwischen geschehen.

Die Stadt schreibt auf ihrer Internetseite: „Trotz engagierter Bewerbung hat Bad Mergentheim den erhofften Zuschlag für eine Landesgartenschau der Tranche 2026 bis 2030 nicht erhalten.“ Darunter werden Dateien zum Download bereitgehalten, unter anderem die beiden Briefe aus Stuttgart, die wir hier im Wortlaut wiedergeben.

Aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schrieb Ministerialdirigent Joachim Hauck: „Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, gemäß dem Landesprogramm ’Natur in Stadt und Land’ hat der Ministerrat über die Vergabe der Landesgartenschauen und Gartenschauen zu entscheiden. Am 3. Juli 2018 hat der Ministerrat seine Entscheidung unter Zugrundelegung der Bewertungen der Fachkommission, der Realisierungsmöglichkeiten in den Kommunen, der regionalen Verteilung im Land, als auch unter Einbeziehung der in den letzten Jahren umgesetzten Vorhaben getroffen. Aus insgesamt 14 Bewerberstädten konnten im Zeitraum 2026 bis 2030 drei Landesgartenschauen und zwei Gartenschauen vergeben werden.

Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass die Bewerbung der Stadt Bad Mergentheim bei der Vergabe für den Zeitraum 2026 bis 2030 nicht berücksichtigt werden konnte. Wie Sie wissen, wird im Jahr 2019 für den Zeitraum 2031 bis 2035, eine weitere Ausschreibung erfolgen. Eine erneute Teilnahme steht Ihnen frei.

Für die Teilnahme am aktuellen Auswahlverfahren danke ich Ihnen und hoffe, dass mit der erstellten Machbarkeitsstudie neue Ideen und Impulse für die Weiterentwicklung Ihrer Stadt gewonnen werden konnten.“

Von der Förderungsgesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen wenden sich Vorsitzender Gerhard Hugenschmidt und Geschäftsführer Martin Richter-Liebald an OB Glatthaar: „Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, erst vor ein paar Monaten haben wir die einmalige Möglichkeit gehabt, Ihre Stadt mit der Fachkommission zu bereisen. Es hat uns sehr gefreut, Ihr Konzept und Ihre Ideen für eine Landesgartenschau kennen zu lernen. Mit der Entscheidung des Ministerrates zur Vergabe der Landesgartenschauen müssen die entwickelten Ideen leider noch auf ihre Verwirklichung warten.

Wir laden Sie deshalb ein, sich erneut um eine Landesgartenschau zu bewerben. Im Jahr 2019 wird das Ministerium für den Ländlichen Raum für die Landesgartenschauen und Gartenschauen der Jahre 2031 bis 2035 eine weitere Bewerbungsrunde durchführen. Sollten Sie hierzu Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Für Ihren weiteren Gartenschauweg wünschen wir Ihnen alles Gute und würden uns freuen, wenn wir Sie bald wiedersehen.“ stv/sabix