Bad Mergentheim

Leonhard Weiss Technischer Leiter des Bereichs „Straßenbau Nord“ Thomas Etzl in den Ruhestand verabschiedet

Immer „noch ein bisschen besser“

Archivartikel

Einschnitt in der Bad Mergentheimer Niederlas-sung von Leonhard Weiss: Der Technische Leiter „Straßenbau Nord“, Thomas Etzl tritt nach mehr als zwanzig Berufsjahren seinen Ruhestand an.

Bad Mergentheim. Als 15-Jähriger startete Thomas Etzl ins Berufsleben, er absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Bauzeichner. Nach dem Wehrdienst arbeitete er ab 1978 beim Hochbauamt Bad Mergentheim, sammelte anschließend in verschiedenen Baufirmen weitere Berufserfahrung und entwickelte sich so bis zum Bauleiter im Tief- und Straßenbau.

Am 1. April 1998 schließlich wechselte Thomas Etzl zu Leonhard Weiss. Seine Karriere beim Familienunternehmen begann als Bereichsleiter im Straßen- und Tiefbau in der Niederlassung Bad Mergentheim.

„Anfangs waren wir nur eine kleine Außenstelle“, erzählt Etzl. „Aber wir haben von Anfang an viel geleistet.“ Das lässt sich auch an den Umsatzzahlen ablesen: Zu Beginn seiner Zeit machte die Niederlassung Bad Mergentheim einen Umsatz von 12 Millionen Euro – heute sind es über 130 Millionen.

Nach fünf Jahren erhält er Prokura und übernimmt nach und nach auch die Verantwortung für die Niederlassungen in Günzburg, Plankstadt und Langen. „Eine große Beförderung gab es nicht. Volker Krauß (ehemaliger Geschäftsführer Straßen- und Netzbau) hat mich ein paar Mal als Technischer Leiter vorgestellt – dann war das einfach so“, schmunzelt Thomas Etzl. In Summe ist er damit für den gesamten Straßenbau Nord mit einem überragenden Umsatzvolumen von 212 Millionen Euro verantwortlich mit immer gutem Ergebnis. Eine beeindruckende Leistung.

Der 61-jährige ist so bodenständig wie das Unternehmen, in dem er seit zwei Jahrzehnten arbeitet. Er legt großen Wert darauf, immer nah an seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein; am liebsten ist er per Du mit ihnen. Von seiner Mannschaft fordert er viel, schaut sich jede Baustelle an und versucht gemeinsam mit seinen Leuten, immer noch ein bisschen bessere Arbeit abzuliefern. Kreativität und Entfaltungsmöglichkeiten sowie das Vorantreiben von Projekten waren für den Technischen Leiter die positivsten Aspekte seines Berufs, ebenso wie die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Ich habe gelernt, dass ich meinen Mitarbeitern Vertrauen gebe, sie aber auch begleiten muss. Mir ist es wichtig, dass sie selbst Verantwortung haben“, erklärt Etzl. Genauso wurde ihm von seinen Vorgesetzten immer viel Vertrauen entgegengebracht. Deshalb würde er heute alles nochmal genauso machen – auch die negativen Erfahrungen, die ihn letztlich weitergebracht haben. „Ich bin immer offen mit meinen Fehlern umgegangen. Aus denen konnten dann ich und auch andere lernen.“

Insgesamt beschreibt er seine Zeit bei Leonhard Weiss als anstrengend, aber wunderbar. Seinem Austritt sieht er deshalb mit ein wenig Wehmut entgegen. Bei der letzten Weihnachtsfeier blieb gar die Stimme weg. „Das geht mir schon sehr an die Nieren“, räumt Etzl ein. Auch Robert Kreß, Geschäftsführer Straßen- und Netzbau bedauert, eine so hervorragende Führungskraft verabschieden zu müssen. „Er hat sogar gefragt, ob ich nicht noch länger machen will, es läuft gerade so gut. Aber man soll ja gehen, wenn es am Schönsten ist.“

Die Zukunft hält ebenfalls viel Schönes für Thomas Etzl bereit. Er freut sich auf mehr Zeit für seine Familie, insbesondere den drei Enkelkindern, und seine vielen Hobbies wie Motorradfahren oder Gleitschirmfliegen. Auch der Arbeit in verschiedenen Vereinen, die er mitgegründet und gestaltet hat, will er sich in Zukunft verstärkt widmen.

Als eine Achterbahn der Gefühle beschreibt er deshalb die letzten Wochen – hin- und hergerissen zwischen Bedauern über das Ende und Vorfreude auf den nächsten Lebensabschnitt. Bei seiner feierlichen Verabschiedung dankte er seiner Mannschaft für die vergangenen Jahre. Bereits seit Jahren hat Thomas Etzl junge Kolleginnen und Kollegen wie seinen Nachfolger Michael Schneider begleitet und gefördert.

Etzl blickt deshalb mit einem positiven Gefühl in die Zukunft – am Standort Bad Mergentheim und in den Niederlassungen des gesamten Straßenbau Nord wird es gut weitergehen. pm