Bad Mergentheim

Deutschorden-Gymnasium Musikalischer Abend der Musikprofilklassen acht und neun / Stark besetztes Orchester mit rundem Klang

In die Herzen der Zuhörer gespielt

Archivartikel

Der musikalische Abend der Musikprofilklassen acht und neun am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim war geprägt von beachtlichem Können der Interpreten.

Bad Mergentheim. Ein vielfältiges Programm durch die Jahrhunderte boten beim Musikalischen Abend die Musikprofilklassen acht und neun am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim.

Dabei präsentierten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die im Musikunterricht eingeübten Werke. Carla Jetter und Selina Reibel führten als Moderatorinnen auf informative und charmante Art durch den Abend, Axel Bähr erklärte den interessierten Zuhörern das Vorgehen im Musikprofilunterricht.

Geheimnisvoll startete das Programm mit mysteriös verhüllten Mönchsgestalten, die aus der ‚Medicaea’ den Gregorianischen Choral ‚Ad te levavi animam meam’ getragen und stilgerecht sangen.

Schwungvoll hingegen der nächste Programmpunkt: Bei den mittelalterlichen Tänzen ‚Estampie’ und ‚Saltarello’ war auch das Publikum aufgefordert, natürlich unter kundiger Anleitung der Schülerinnen und Schüler, ein Tänzchen zu wagen, was viele Mutige darunter auch Schulleiter Schlegl mit Bravour taten.

Gemeinsam Unterricht

Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zu der Oper ‚Die Entführung aus dem Serail’ musizierten alle Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Axel Bähr gemeinsam, da die beiden Klassenstufen jeweils zwei Stunden in der Woche gemeinsam Unterricht haben. Das so entstandene Orchester in starker Besetzung hat einen runden Klang und spielt so ausgewogen miteinander, dass alle Instrumente prima zur Geltung kommen.

Dies war auch im nächsten Beitrag zu hören, ebenfalls aus ‚Die Entführung aus dem Serail’, die ‚Arie des Osmin: „Solche hergelauffne Laffen“‘, indem das Orchester sehr feinfühlig den eindrucksvollen Sologesang von Ian Zalles-Reiber begleitete.

Theorie und Praxis verknüpft

Es folgte ebenfalls von Wolfgang Amadeus Mozart der 1. Satz ‚Allegro vivace’ aus der Sinfonie Nr.41 in C-Dur’, auch die ‚Jupitersinfonie’ genannt.

Anhand dieser Exposition erklärte Axel Bähr, wie im Unterricht theoretisches Wissen mit praktischem Spiel verbunden wird, und die Musiker bewiesen dies durch das Vorspiel einzelner Motive und Themen. Auch beim nächsten Programmpunkt zeigte sich das Können der Musikprofilschüler.

Bei einer Bodypercussion mit Drumset führten sie verschiedenste Rhythmen vor, wobei das Publikum nach einer Blitzeinführung begeistert mitmachte.

Wie vielfältig der Unterricht ist, zeigte sich schließlich auch mit den beiden folgenden Beiträgen. Die Klasse acht improvisierte (ohne Noten!) mit ihren Instrumenten ein Jazzstück, so dass die Soloinstrumente Trompete, Geige, Oboe, Horn und Klavier jeweils gekonnt die Jazzband anführten.

Beim A cappella-Stück „Schwäbischer Blues“ ahmten sie mit ihren Stimmen und einem humorvollen schwäbischen Satz ein Schlagzeug nach.

Die Klasse neun hingegen hatten sich in einem Projekt der Erstellung von Musikvideos gewidmet. Mark Fosters ‚Au Revoir’ und Billy Joels ‚Leningrad’ wurden dabei filmtechnisch und inhaltlich ideenreich passend zur Musik umgesetzt.

Der gelungene Konzertabend endete nach großem Applaus des Publikums mit einem leckeren Buffet und vielen angeregten Gesprächen. MiG