Bad Mergentheim

Typisierungsaktion Eine Markelsheimer Familie setzt sich für Michelle aus Oberbalbach ein

Jedes Blatt bringt Hoffnung

Markelsheim.Eine Markelsheimer Familie setzt sich in besonderer Weise für die Stammzellen-Typisierungs-Aktion für Michelle am Sonntag in Oberbalbach (wir berichteten) ein.

Auch Emilio, der Enkel von Julia und Thomas Etzl, hat Leukämie. „Unser Enkel Emilio hat im November die Diagnose Leukämie erhalten“, so Thomas Etzl. „Deshalb wissen wir, wie wichtig solch eine Typisierungsaktion auch für ihn werden kann.

Die 15-jährige Michelle aus Oberbalbach hat ebenfalls Blutkrebs und ist auf einen Spender angewiesen, weshalb ihre Verwandten eine Registrierungsaktion für sie organisiert haben, die am morgigen Sonntag von 11 bis 16 Uhr in der Turnhalle Oberbalbach stattfindet“. Und er fügt hinzu: „Wir bitten alle, sich die Zeit zu nehmen und sich registrieren zu lassen. Es ist so einfach: Mund auf, Stäbchen rein und somit Spender sein.“

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann helfen und sich in Oberbalbach als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Wer nicht zur Aktion in Oberbalbach kommen kann, so Etzl, kann die Stäbchen auch ganz einfach im Internet unter https://www.dkms.de/de/spender-werden bestellen.

Thomas Etzl stellt bei der Aktion in Oberbalbach zwei Leinwände mit dem Bild eines Baums auf. „Wer sich registriert hat, ob bei der Aktion oder übers Internet, macht seinen Fingerabdruck als Blatt an einen Baum. „Es soll ein Zeichen sein, dass jedes Blatt neue Hoffnung bringt“, so seine Frau Julia. Die Bilder sollen in den Kliniken in Würzburg und in Malaga, wo die beiden Kinder behandelt werden, aufgehängt werden.

Ihre Fingerabdrücke an den zwei Bäumen können potenzielle Spender auch noch nach der Oberbalbacher Typisierungsaktion in Thomas Etzls Büro bei Leonhard Weiss in Bad Mergentheim, Wilhelm-Frank-Str. 61, hinterlassen.

„Jeder, der sich registriert hat, darf montags bis donnerstags von 7.30 bis 17 Uhr, freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr oder nach Absprache vorbeikommen“, so Thomas Etzl. Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro zählt. tom